E-Health – Vorsicht bei Gesundheits-Apps

-Health - Vorsicht bei Gesundheits-Apps

Joggen mit Pulsmesser, Fiebermessen oder eine Anleitung zum Zähneputzen – all das ist mit Apps bereits realisierbar. Die Möglichkeiten zum Gesundheitsmonitoring sind schier unerschöpflich. Schon jetzt gibt es Dutzende Diät-Apps, Apps für Diabetiker und viele andere Anwendungen, die den körperlichen Zustand überwachen oder diagnostizieren. Doch dabei vernachlässigen viele eine konkrete Gefahr: Dass die App fehlerhafte Daten liefert oder die Daten ungeschützt übermittelt werden.

Laut einer Studie nutzt bereits jeder dritte US-Amerikaner Gesundheits-Apps. Das Resultat ist verblüffend. Jeder Zweite besucht bei einer entsprechenden Vermutung, dass eine Krankheit vorliegt, tatsächlich einen Arzt und Mediziner. Allerdings zieht jeder Dritte keinen entsprechenden Schluss daraus. Diese Zahlen zeigen, welchen Einfluss Apps und E-Health als Ganzes auf die Menschen haben. Es gibt kaum etwas, was nicht überwacht werden kann, also überwachen die Nutzer ihre medizinischen Werte.

Apps können zu einem sinnvollen Monitoring medizinischer Daten genutzt werden. Besonders chronisch Kranke oder Personen mit einem Herz-Kreislauf-Problem können davon profitieren. Allerdings ist bei der Nutzung von Gesundheits-Apps generell äußerste Vorsicht geboten. Denn nur wenige Apps sind in Kooperation mit Medizinern programmiert und getestet worden. Die Zahl von App-Überwachungen durch Ärzte steigt allerdings langsam an, wobei auch hier das Erfassen regelmäßiger Messwerte im Vordergrund steht. Zukünftig wird die gesundheitliche Begleitung von Patienten mit einer Risikoveranlagung für bestimmte Krankheiten ein zentraler Punkt bei der Therapie sein.

Allerdings ist damit nicht die Vielzahl von Apps zu verwechseln, die zwar scheinbar sinnvoll sind, aber dabei kaum brauchbare Werte liefern. Apps, die beispielsweise den getrunkenen Alkohol in Promille umrechnen, sind häufig fehlerhaft, weil kaum ein Nutzer seine genaue Konstitution kennt. Ebenso gibt es Apps, die anhand eines Fotos den Urin analysieren oder Leberflecken auf Melanome untersuchen. Die Fehlerquote bei solchen Apps ist nicht nur enorm, die Ergebnisse bedeuten unnötig Panik oder unnötige Beruhigung. Daher gilt: Gesundheits-Apps sollten immer von Medizinern empfohlen und die Auswertung medizinisch begleitet werden.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Datensicherheit medizinischer Messwerte. Der Trend zur Selbstüberwachung per Smartphone führt auch dazu, dass die zum Teil brisanten Daten unsicher zum Beispiel in einer Cloud gespeichert werden. Hier ist Missbrauch möglich, den viele Nutzer nicht ernst nehmen. Denn bspw. private Krankenkassen oder Arbeitgeber könnten sehr großes Interesse an Daten haben, die gesundheitliche Risiken oder eine fehlende körperliche Belastungsfähigkeit zeigen. Daher sollte jeder App-Nutzer darauf achten, dass diese nur scheinbar harmlosen Daten nicht öffentlich verfügbar sind.

Mehr Informationen

Apps für Smartphones und Tablets
Smartphone Ratgeber
WhatsApp Alternativen
Vergleich Smartphone Tarife

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Neues High-End-Smartphone – das steckt hinter dem Motorola Signature

Neues High-End-Smartphone

Das steckt hinter dem Motorola Signature

Vor wenigen Tagen wurde das Motorola Signature vorgestellt. Es ist das erste echte High-End-Smartphone des Herstellers seit vielen Jahren. Das Signature zeichnet sich durch ein edles Pantone-Design, eine lange Akkulaufzeit und einen exklusiven Concierge-Service aus. […]

Nutzung des Glasfasernetzes – Urteil für Stärkung der Verbraucherrechte

Update

BGH bestätigt 24 Monate Laufzeit bei Glasfaser

Die Vertragslaufzeit darf bei Glasfaseranschlüssen nicht erst ab Freigabe des Anschlusses beginnen. Denn der Ausbau dauert teilweise bis zu einem Jahr. Mit diesem Urteil werden die Verbraucherrechte gestärkt, da Verbraucher nicht länger als zwei Jahre an einen Anbieter gebunden sein dürfen. […]

Digitale Marktplätze für Gamer – So funktionieren Handel und Plattformen

Digitale Marktplätze für Gamer

So funktionieren Handel und Plattformen

Digitale Marktplätze bieten Gamern neue Möglichkeiten, ihre Spielerfahrungen zu erweitern. Diese Plattformen ermöglichen den Kauf und Verkauf von Spielkonten und virtuellen Gütern. Trotz der Vorteile gibt es auch Risiken, die beachtet werden sollten. […]

CCC-Kongress 2025 – Europas digitale Abhängigkeit als Schlüsselfrage

CCC-Kongress 2025

Europas digitale Abhängigkeit als Schlüsselfrage

Der diesjährige 39C3 zeigte speziell, wie kritisch Europas digitale Abhängigkeit ist. Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass digitale Selbstbestimmung, Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit neu gedacht werden müssen. Dafür wurden konkrete Auswege aufgezeigt. […]