Facebook Messenger – wieder Gefahr durch Videos

Facebook

Bereits seit einigen Monaten grassiert eine böse Masche auf Facebook. Unbekannte senden über den Facebook Messenger eine kurze Nachricht an Nutzer. Diese enthält den Namen des Nutzers als kurzer Frage wie „Bist du das, Markus?“ oder „Stefanie?“ sowie Smileys oder einfach nur ein Vorschaubild mit Playbutton eines Videos. Neugierig klicken unbedarfte Facebook-Nutzer auf den Link und landen in der Falle. Seit einigen Tagen gibt es wieder eine verstärkte Aktivität dieser fiesen Masche, die für Betroffene teuer werden kann.

Der gefährliche YouTube-Link im Facebook Messenger

Die Systematik der scheinbar von einem Bekannten stammenden Nachricht hat der telespiegel bereits vor einigen Monaten beschrieben. Im Prinzip werden die Adressdaten der Nachricht neugierig gemacht, was sich hinter dem Video versteckt oder ob sie sogar selbst darin vorkommen. Also klicken sie. Anschließend gelangen sie jedoch in eine Spamfalle oder auf eine Phishing-Webseite, die meistens einer bekannten Webseite ähnelt, aber einen Tippfehler hat.

Das Problem: Es gibt inzwischen verschiedene Varianten der Meldung. Zwar funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip, aber die Cyber-Kriminellen verfolgen unterschiedliche Ziele. Mal sollen Nutzer ihre Login-Daten noch einmal angeben und geben somit die Kontrolle über ihren Account weg. In anderen Fällen lauert nach dem Klick eine Abofalle oder es werden persönliche Daten abgefragt, die dann Grundlage für Spam sind. In weiteren Fällen könnte sich auch ein Virus verbreiten, der wieder neue Nachrichten verschickt. Auch eine Browser-Erweiterung installiert sich teilweise über die Zielseite und transportiert so Werbung auf den Bildschirm des Nutzers.

Wie sich Nutzer gegen die Meldung wehren können

Vorsicht ist auf Facebook in allen Bereichen die wichtigste Regel. Wer eine Nachricht bekommt, die einen Videolink oder ein Vorschaubild enthält, sollte seine Neugier zügeln und die Nachricht löschen. Stammt diese vermutlich von einem Bekannten, sollte dieser direkt oder über dessen Profil benachrichtigt werden. Keinesfalls jedoch sollte der Nutzer antworten, da der Absender möglicherweise ein Profil kopiert hat.

Wer bereits in die Falle getappt ist, sollte zunächst einen Virenscanner nach Malware suchen lassen und diese entfernen. Möglicherweise eingefangene Browsererweiterungen lassen sich bisher durch einfaches Löschen entfernen. Es kann darüber hinaus für alle Betroffenen sinnvoll sein, ihre Apps zu überprüfen und Rechte einzuschränken. Schwierig ist jedoch, aus einer Abofalle herauskommen. Hier helfen eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter sowie ein Widerspruch gegen den abgebuchten Betrag. Im Zweifelsfall können Verbraucherschutzverbände beratend zur Seite stehen.

Wesentlich ist außerdem, das eigene Profil abzusichern. Das gelingt mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, wie sie Facebook selbst anbietet. Denn können die Kriminellen durch ihre Nachricht ein Profil übernehmen, schicken sie darüber weitere Nachrichten an die Freunde des Opfers oder können im Namen des Profils Spamlinks in Gruppen verteilen.

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