
Die Reisezeit hat begonnen. In dem Zuge macht die Bundesnetzagentur auf die Europäische Roaming-Verordnung aufmerksam. Dank dieser können Verbraucherinnen und Verbraucher im EU-Ausland ohne zusätzliche Gebühren telefonieren, SMS versenden und das Internet nutzen.
Aufgepasst auf Schiffen und in Flugzeugen
Auch in der Nähe der EU-Grenzen können Roaming-Gebühren anfallen. Hier kann es passieren, dass sich mobile Geräte in ein außereuropäisches Mobilfunknetz einbuchen. Das EU-Roaming gilt in der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen. Wird ein anderes ausländisches Mobilfunknetz genutzt, können zusätzliche Roaming-Gebühren anfallen. Dies kann Urlaubern zum Beispiel in der Nähe des Bodensees, in Oberitalien bzw. auf den griechischen Inseln passieren, wo sich mobile Geräte unter Umständen unbemerkt in das schweizerische bzw. türkische Netz einbuchen. Dies kann etwa vermieden werden, indem Nutzer das gewünschte Mobilfunknetz manuell auswählen und nicht die automatische Netzwahl verwenden.
Roaming außerhalb der EU teuer
Außerhalb der EU gelten die Inlandspreise für das EU-Roaming nicht. Daher ist Telefonieren und speziell die mobile Datennutzung außerhalb der EU meist wesentlich teurer. Bei Einreise in beliebte Reiseländer wie die Türkei, Ägypten, Marokko, Thailand oder die USA, aber auch in andere außereuropäische Länder muss der Mobilfunkanbieter seine Kunden dennoch darüber informieren, welche Preise im besuchten Land gelten.
Roaming-Gebühren bei Anrufen zu Hotlines möglich
Hohe Roaming-Gebühren können bei Anrufen zu Sonderrufnummern und Mehrwertdiensten (z. B. Reise-Hotlines, Kundenservice) auf Reisen im Ausland entstehen. Für solche Rufnummern gelten bei Anrufen aus dem EU-Ausland die inländischen Preise häufig nicht.
Mobilfunkanbieter müssen ihre Kunden bei Einreise in ein anderes EU-Land darüber informieren, dass bei Nutzung von Mehrwertdiensten zusätzliche Roaming-Gebühren anfallen können. Der Anbieter muss ebenfalls darüber informieren, bei welchen Rufnummernbereichen dieses Risiko besteht.
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