
Das Festnetz ist trotz Smartphone und Mobilfunk weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Telekommunikation. Moderne Telefonanschlüsse ermöglichen Gespräche über DSL, Glasfaser oder das TV-Kabelnetz. Die klassische analoge Telefonleitung hat dagegen weitgehend ausgedient. Heute werden Festnetzgespräche überwiegend über das Internetprotokoll (IP) übertragen.
Wer einen Festnetzanschluss benötigt, kann zwischen zahlreichen Telefonanbietern und Tarifen wählen. Unterschiede bestehen nicht nur bei den monatlichen Grundgebühren, sondern auch bei den Kosten für Anrufe ins Mobilfunknetz oder ins Ausland.
Der telespiegel bietet einen Überblick über Festnetzanschlüsse, günstige Telefontarife, internationale Vorwahlen und Möglichkeiten zum preiswerten Telefonieren. Dazu gehören Tarifvergleiche, Informationen zu Telefonanbietern sowie technische Grundlagen der Festnetztelefonie.
Festnetzanschluss und Telefontarife vergleichen
Die meisten Festnetzanschlüsse werden heute zusammen mit einem Internetanschluss angeboten. Häufig ist eine Telefon-Flatrate für Gespräche in das deutsche Festnetz bereits im monatlichen Grundpreis enthalten.
Ein Vergleich lohnt sich trotzdem. Die Angebote unterscheiden sich bei Grundgebühren, Anschlusskosten, Vertragslaufzeiten und zusätzlichen Gesprächskosten. Auch die Verfügbarkeit von DSL, Glasfaser oder Kabelinternet hängt vom jeweiligen Wohnort ab.
- DSL- und Telefonvergleich – Internet und Festnetztelefonie mit einer Doppelflatrate vergleichen.
- Alternativen zum Festnetzanschluss – Telefonieren über Mobilfunk, Internettelefonie oder andere Anschlusstechniken.
- Telefonanbieter nach Regionen – Bundesweite und regionale Festnetzanbieter im Überblick.
Festnetzanbieter und ihre Tarife
Neben der Deutschen Telekom bieten zahlreiche weitere Unternehmen Festnetz- und Internetanschlüsse an. Häufig stehen DSL- oder Glasfaseranschlüsse mit Telefon-Flatrate zur Verfügung. Je nach Standort kommen auch Kabelanschlüsse infrage.
Die wichtigsten Anbieter und ihre Angebote:
- Telekom-Tarife – Festnetz, Internet und zusätzliche Telefonoptionen.
- 1&1 Tarife – Telefon- und Internetanschlüsse.
- O2 Tarife – Festnetz und Internet.
- Vodafone Tarife – DSL, Kabelinternet und Telefonie.
- EWE Tarife – Regionale Internet- und Telefonangebote.
Weitere Festnetzangebote finden sich bei regionalen Netzbetreibern. Auch die Telefonie über das TV-Kabelnetz kann eine Alternative zum klassischen DSL-Anschluss sein.
Günstig telefonieren – im Festnetz, zum Handy und ins Ausland
Ein günstiger Festnetztarif muss nicht automatisch niedrige Gesprächskosten für alle Verbindungen bieten. Während Telefonate innerhalb des deutschen Festnetzes bei vielen Anschlüssen über eine Flatrate abgedeckt sind, werden für Gespräche in Mobilfunknetze, ins Ausland oder zu bestimmten Sonderrufnummern häufig zusätzliche Gebühren berechnet.
Billig telefonieren von Festnetz zu Festnetz
Bei einer Festnetz-Flatrate sind gewöhnliche Gespräche zu deutschen Festnetzrufnummern üblicherweise ohne zusätzliche Minutenkosten enthalten. Wer keine Flatrate besitzt, zahlt dagegen abhängig vom vereinbarten Tarif für einzelne Gespräche.
Vor einem Tarifwechsel lohnt sich deshalb ein Blick auf das eigene Telefonverhalten. Wer regelmäßig und lange telefoniert, kann von einer Flatrate profitieren. Bei wenigen Gesprächen kann ein Tarif ohne umfassende Telefon-Flatrate ausreichen.
Günstig vom Festnetz zum Handy telefonieren
Anrufe vom Festnetz in deutsche Mobilfunknetze sind nicht bei jeder Festnetz-Flatrate enthalten. Je nach Anbieter fallen Minutenpreise an oder es können zusätzliche Mobilfunk-Flatrates gebucht werden.
Wer regelmäßig vom Festnetz zum Handy telefoniert, sollte insbesondere die Kosten für Verbindungen in die Mobilfunknetze vergleichen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, solche Gespräche über einen vorhandenen Handytarif mit Telefon-Flatrate zu führen. Dadurch können zusätzliche Festnetzgebühren vermieden werden.
Günstig ins Ausland telefonieren mit Callthrough
Bei Auslandsgesprächen können die Tarifunterschiede besonders groß sein. Nicht jede Festnetz-Flatrate umfasst internationale Gespräche. Häufig gelten unterschiedliche Minutenpreise für Anrufe in ausländische Festnetz- und Mobilfunknetze.
Eine Möglichkeit zum günstigen Telefonieren ins Ausland ist Callthrough. Bei diesem Verfahren wird zunächst eine Einwahlnummer eines spezialisierten Telefonanbieters angerufen. Anschließend erfolgt die Weitervermittlung zur gewünschten Rufnummer im Ausland.
Die Kosten hängen vom Zielland, dem angerufenen Telefonnetz und den Konditionen des Callthrough-Anbieters ab. Zusätzlich können Gebühren für die Einwahl anfallen. Deshalb sollte vor jedem Gespräch geprüft werden, welcher Tarif tatsächlich günstiger ist.
Der telespiegel bietet dafür einen eigenen Tarifvergleich: Callthrough – günstige Auslandsgespräche und Tarifvergleich
Eine Übersicht der erfassten Unternehmen findet sich unter Callthrough-Anbieter und Tarife.
Call-by-Call: Warum die Sparvorwahlen nicht mehr funktionieren
Mit Call-by-Call konnten Telekom-Festnetzkunden früher durch das Voranstellen einer sogenannten Vorvorwahl einen alternativen Telefonanbieter für einzelne Gespräche auswählen. Besonders bei Ferngesprächen, Anrufen ins Mobilfunknetz und Auslandsgesprächen ließen sich dadurch Telefonkosten sparen.
Seit dem 1. Januar 2025 steht Call-by-Call in Deutschland nicht mehr zur Verfügung. Die entsprechenden Dienste wurden zum 31. Dezember 2024 eingestellt. Auch die dauerhafte Betreibervorauswahl über Preselection wurde beendet. Die früheren 010xx-Sparvorwahlen sind damit keine Möglichkeit mehr, günstig über einen anderen Anbieter zu telefonieren.
Weitere Informationen zur ehemaligen Call-by-Call-Technik und den Vorvorwahlen. Als Alternativen kommen heute insbesondere passende Telefon-Flatrates, günstige Mobilfunktarife und Callthrough für Auslandsgespräche infrage.
Vorwahlen für Deutschland und das Ausland
Wer eine Telefonnummer wählen möchte, benötigt je nach Verbindungsziel die richtige Ortsvorwahl oder internationale Ländervorwahl. Das gilt für Festnetz- und Mobilfunkgespräche gleichermaßen. Im Vorwahlverzeichnis des Telespiegels sind die verschiedenen Arten von Telefonvorwahlen zusammengefasst.
Internationale Ländervorwahlen finden
Jedes Land beziehungsweise Nummerierungsgebiet ist über eine international festgelegte Landeskennzahl erreichbar. Für Auslandsgespräche wird diese Kennzahl mit der internationalen Verkehrsausscheidungsziffer 00 oder dem Pluszeichen kombiniert.
Beispiele für internationale Ländervorwahlen:
| Land | Ländervorwahl |
|---|---|
| Deutschland | +49 / 0049 |
| Österreich | +43 / 0043 |
| Schweiz | +41 / 0041 |
| Frankreich | +33 / 0033 |
| Großbritannien | +44 / 0044 |
| Spanien | +34 / 0034 |
| Italien | +39 / 0039 |
| USA und Kanada | +1 / 001 |
Die Ziffernfolgen 003 und 004 sind für sich genommen keine vollständigen Ländervorwahlen. Die ersten beiden Nullen stehen bei einem Anruf aus Deutschland für die internationale Einwahl. Erst die anschließende vollständige Landeskennzahl bestimmt das Zielland. Beispielsweise steht 0033 für Frankreich und 0044 für Großbritannien.
Bei Anrufen aus dem Ausland nach Deutschland wird die nationale führende Null der Ortsvorwahl oder Mobilfunkvorwahl in der Regel weggelassen. Aus der deutschen Festnetzvorwahl 0511 für Hannover wird international beispielsweise +49 511.
Alle internationalen Ländervorwahlen im Verzeichnis nachschlagen
Deutsche Ortsvorwahlen
Innerhalb Deutschlands verwenden Festnetzrufnummern geografische Ortsnetzkennzahlen. Dazu gehören beispielsweise 030 für Berlin, 040 für Hamburg, 089 für München und 0511 für Hannover.
Im telespiegel-Verzeichnis sind die deutschen Ortsvorwahlen nach Orten sortiert.
Servicenummern und Sonderrufnummern
Nicht jede Telefonnummer wird wie ein gewöhnlicher Festnetzanschluss abgerechnet. Für Rufnummernbereiche wie 0180 oder 0900 gelten besondere Preisregelungen. Dagegen sind Anrufe zu 0800-Nummern für den Anrufer grundsätzlich kostenlos.
Vor einem Anruf bei einer Sonderrufnummer empfiehlt sich ein Blick auf die anfallenden Gebühren. Preise für Servicenummern und Sonderrufnummern
Festnetztechnik – vom analogen Anschluss zur Internettelefonie
Die Festnetztelefonie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Früher wurden Gespräche über analoge Telefonleitungen und später über ISDN-Verbindungen vermittelt. Heute ist die IP-Telefonie der übliche technische Standard. Bei einem modernen IP-Telefonanschluss werden Sprachsignale digital als Datenpakete übertragen. Diese Technik wird als Voice over IP (VoIP) bezeichnet. Meist stellt ein Router die Verbindung zwischen dem Telefon und dem Netz des Anbieters her. Herkömmliche Telefone können abhängig von der Routerausstattung über einen Telefonanschluss am Gerät oder über DECT angeschlossen werden.
Welche Vorteile bietet ein IP-Telefonanschluss?
Die IP-Technik ermöglicht neben klassischen Telefongesprächen zahlreiche weitere Funktionen. Dazu gehören beispielsweise mehrere Rufnummern, Rufumleitungen, Anrufbeantworter, Konferenzschaltungen und die Nutzung verschiedener Telefoniegeräte. Allerdings benötigt die Telefonie eine funktionierende Verbindung zum Anbieter und in vielen Fällen einen mit Strom versorgten Router. Bei einem Strom- oder Internetausfall kann deshalb auch der Festnetzanschluss ausfallen.
Weiterführende Informationen:
Weitere Informationen und Ratgeber zum Festnetz
Neben den Kosten für den Telefonanschluss spielen auch technische Fragen und rechtliche Aspekte eine Rolle. Wie funktioniert eine Rufumleitung? Welche Möglichkeiten gibt es bei Problemen mit dem Telefonanbieter? Welche Gebühren dürfen für bestimmte Rufnummern berechnet werden?
Weitere Informationen bieten die folgenden Themenseiten:
- Ratgeber Telefonanschluss – Tipps, technische Grundlagen und Wissenswertes zur Festnetztelefonie.
- Gerichtsurteile zu Festnetz und Telefonanschluss – Rechtsprechung rund um Telefonanschlüsse und Telekommunikation.
- Telefonauskunft im Preisvergleich – Informationen zu Auskunftsdiensten und ihren Kosten.
Ob klassischer Festnetzanschluss, Telefon-Flatrate oder Internettelefonie: Ein regelmäßiger Vergleich der Konditionen hilft dabei, unnötige Telefonkosten zu vermeiden und die passende Anschlussart zu finden.