Satellitennetz – Google plant Internetverbindung mit 1 GBit/s

Satellitennetz - Google plant Internetverbindung mit 1 GBit/s

Einem Bericht des deutschen Wallstreet Journals zufolge plant Google ein eigenes Satellitennetzwerk. Das Unternehmen beabsichtigt demzufolge mehrere Milliarden Euro zu investieren, um in einem ersten Schritt 180 kleinere Trabanten zu starten. Mit diesen sollen vorrangig Menschen in abgelegenen Gebieten mit einer Internetverbindung versorgt werden.

Googles Schritt wäre folgerichtig. So experimentiert der Gigant bereits mit dem Projekt Google Loon. Dabei handelt es sich um ein Netz aus Ballons, die ähnlich wie geostationäre Satelliten funktionieren. Zudem investierte Google im April in den Kauf von Titan Aerospace. Das Start-up forscht unter anderem an Drohnen, mit denen Luftüberwachungsaufnahmen möglich sind. Titan Aerospace und Loon sollen eng miteinander verzahnt werden. Der Bau eines Satellitennetzes könnte auf Basis beider Sparten installiert werden.

Google konkurriert mit dem Ziel, abgelegene Regionen an das Internet anzuschließen, mit dem Social-Netzwerk Facebook. Auch dieses Börsenunternehmen war am Kauf von Titan Aerospace interessiert und ist bestrebt, bisher vom Internet ausgeschlossene Nutzer mit einem kostenlosen Internetzugang für sich zu gewinnen. Die Konkurrenz zwischen den Giganten könnte dazu führen, dass die Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden. Damit würden beide Unternehmen Millionen von neuen Nutzern an sich binden.

Dass solche Versuche schwierig sind, zeigen Satellitenunternehmen, die finanziell in Schieflage geraten. Ein Beispiel ist Teledesic. Das Satellitenkonzept von Teledesic hatte ebenfalls das Ziel, entlegene Regionen mit einem Breitbandinternet zu versorgen. Es scheiterte an einer überdimensionierten Planung und an der Konkurrenz durch andere Unternehmen und beendete 2002 das Vorhaben. Das wird auch Google berücksichtigen müssen, denn DSL-Anschlüsse sind schon jetzt über Satellitennetze verfügbar.

Ob das Konzept von Google konkurrenzfähig ist, muss sich erst beweisen. Das Netz aus Ballons, Drohnen und Satelliten soll aber immerhin eine Downloadgeschwindigkeit von ca. 1 GBit/s ermöglichen. Damit könnte Google nicht nur Nutzer in abgelegenen Gebieten für sich gewinnen, sondern auch eine ernsthafte Konkurrenz zu allen anderen Internetanbietern werden.

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Update 22.01.2021

Google hat bekanntgegeben, dass das Projekt zur Internet-Versorgung mit Hilfe von schwebenden Ballons aufgeben wird. Für diese Idee war 2013 die Tochterfirma Loon gegründet worden, die nun geschlossen wird. Als Grund wurden zu hohe Kosten angegeben.

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