Online-Adventskalender – Besser nicht jedes Türchen öffnen

Online-Adventskalender

Passend zum Beginn der Vorweihnachtszeit sind auch in dem Internet diverse Adventskalender zu finden. Hinter ihren Türchen verstecken sich zwar keine kleinen Schokoladenfiguren aber dennoch häufig kleine Geschenke. So kann derzeit beispielsweise aus dem Online-Adventskalender von phenomedia, dem Macher von Moorhuhn, jeden Tag ein anderes Spiel als Vollversion heruntergeladen werden. Bei Bild.de werden bis Heiligabend täglich interessante Preise verlost, eBay lässt seine Mitglieder am Glücksrad drehen und Toms Adventskalender erfreut seine Besucher auf eine ganz eigene und sehr anregende Art.Neben den unzähligen seriösen Angeboten, bei deren Nutzung man sich höchstens Gedanken darum machen muss, inwieweit die eigenen Angaben für die Zusendung von Werbung (SPAM) verwendet werden, gibt es wie jedes Jahr auch einige schwarze Schafe. Da ist zum Beispiel die Internetseite advents-tuer.com, die direkt zu der Seite mein-adventskalender.net führt. Dort verspricht der Betreiber, die Firma NOM New Online Media Ltd. mit Sitz in Großbritannien jeden Tag eine neue Weihnachtsüberraschung und eine Preisverlosung.

Mit einem Klick auf eines der Kalendertürchen gelangt der Besucher auf die nächste Seite, die unter der Aufforderung ` Formular ausfüllen und Türchen öffnen´ ein Anmeldeformular enthält. Dort werden Name und Adressdaten abgefragt. Nur in kleiner Schrift, versteckt in einem Fliesstext rechts neben dem Formular ist auf dieser Seite zu lesen, dass einmalig 97,- € für die Nutzung des Online-Adventskalenders berechnet werden sollen. Und laut den AGB endet das Widerrufsrecht, sobald der Nutzer den Link in der Bestätigungsemail anklickt oder sich anderweitig einloggt.

Es ist zu bezweifeln, dass hinter den Türchen dieses Online-Adventskalenders exklusive Geschenke mit einem solchen Wert zu finden sind. Ohnehin entbehren derartige scheinbar kostenlosen Angebote jeglicher Preistransparenz und auch dieses würde wahrscheinlich vor Gericht keine Zustimmung finden. Ein entsprechendes Urteil haben die Verbraucherzentralen bereits im letzten Jahr vor dem Landgericht Hanau gegen die Betreiberin eines ähnlichen Angebots erwirkt (Aktz. 9 O 870/07). Um jedoch dem Ärger von vornherein aus dem Weg zu gehen, sollte vor der Anmeldung immer überprüft werden, ob das Angebot seriös ist.

Weitere Informationen
Sicherheit im Internet
Gerichtsurteile – Internet

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
„Treuestrafe“ – loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

„Treuestrafe“

Loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

Viele Stromkunden bleiben ihrem Anbieter treu und zahlen dafür oft deutlich höhere Preise. Eine Studie der RWTH Aachen zeigt, dass viele Bestandskunden jährlich Milliarden zu viel zahlen. Wer regelmäßig Tarife vergleicht oder den Anbieter wechselt, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen. […]

WhatsApp-News – Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

WhatsApp-News

Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

Der beliebte Messenger WhatsApp plant, ein spezielles Kinder-Konto einzuführen. Kinder ab zehn Jahren sollen den Dienst künftig nutzen können. Allerdings nur mit Zustimmung und Kontrolle der Eltern. Diese können Kontakte und Datenschutz-Einstellungen festlegen. […]

OLG Frankfurt – Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

OLG Frankfurt

Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

Eine scheinbar harmlose Zimmeranfrage kann teuer werden – oder eben nicht. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, wann eine Hotelreservierung rechtlich verbindlich ist und wann nicht. Im konkreten Fall ging es um rund 10.000 Euro – und um die Frage, ob eine einfache E-Mail bereits einen Vertrag begründet. […]

Internet zu langsam? Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Internet zu langsam

Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Hohe Geschwindigkeiten stehen in vielen Internetverträgen – doch im Alltag kämpfen Nutzer oft mit schwankender Bandbreite und instabilen Verbindungen. Woran das liegt und wann technische Probleme sogar zum Streitfall werden können. […]

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys – Warnung vor perfider Betrugsmasche

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys

Warnung vor perfider Betrugsmasche

Stiftung Warentest hat bei Xiaomi-Smartphones gefälschte Nachrichtenartikel entdeckt, die per Push-Meldung verbreitet werden. Hinter angeblichen Tagesschau-Meldungen verbergen sich Betrugsseiten, die Nutzer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe sensibler Daten verleiten sollen. […]

Gemeinschaft

Zwischen Sportplatz und Bildschirm

Wo findet Gemeinschaft heute statt?

Zwischen Sportplatz und Smartphone: Während lokale Vereine weiterhin Millionen Menschen zusammenbringen, entstehen parallel digitale Gemeinschaften, die rund um die Uhr erreichbar sind. Welche Rolle spielen beide Formen des Miteinanders heute – und warum schließen sie sich nicht gegenseitig aus? […]