Weit verbreitet – Die Email als privates Kommunikationsmittel

bitkom

Wie sehr neue Techniken auf alte Gewohnheiten Einfluss nehmen können, ist zum Beispiel einer Mitteilung des Branchenverbandes BITCOM zu entnehmen. Auf der Basis von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat stützt sie sich und lässt erahnen, welch große Rolle das Internet auch in dem Privatleben der Menschen spielt. Neben dem Online-Einkauf und der Freizeitgestaltung durch Online-Spiele, Chat und ähnlichem, nutzen viele Menschen die durch das Internet verfügbar gewordenen Techniken auch zur Aufrechterhaltung von Kontakten und greifen inzwischen häufiger zur Tastatur statt zum Stift.

Zwar gehört der klassische Brief noch nicht zu einer bedrohten Art, doch die Zahlen der privaten Nutzung der elektronischen Post steigen stetig. Rund 60 Prozent der befragten Einwohner Deutschlands zwischen 16 und 74 Jahren gaben 2006 an, in den letzten drei Monaten zumindest einmal eine private Email verschickt oder empfangen zu haben. Das sind rund 37 Millionen Menschen und damit zehn Prozent mehr als 2004 und sogar über 20 Prozent mehr als wiederum zwei Jahre zuvor. Im europäischen Durchschnitt liegt Deutschland aktuell auf Platz vier der fleißigsten Email-Schreiber, hinter den Niederlanden, Dänemark und Schweden, dicht gefolgt von Österreich.

Sicherlich hängt die verstärkte Nutzung der elektronischen Post in Deutschland nicht nur mit der Freude seiner Einwohner an dem Verfassen und dem Erhalt von privaten Emails zusammen. Eine große Rolle spielt auch die Verbreitung der Techniken, die es möglich machen, die elektronische Post immer und sogar an nahezu jedem Ort zu verwenden. Etwa 37 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügen mittlerweile über einen DSL-Anschluss, aber auch öffentliche Internet-Zugänge sowie internetfähige Handys sind recht weit verbreitet. Und ist erst einmal ein Internet-Zugang vorhanden, ist die Einrichtung einer Emailadresse nur noch eine Kleinigkeit, zumal es hochwertige Accounts von vielen Anbieter kostenlos gibt.

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