116006 und 116117 – Neue Rufnummern für Verbrechensopfer und medizinische Notfälle

Kassenärztliche Bundesvereinigung

Unter Rufnummern beginnend mit 116 sind europaweit einheitlich kostenfrei Dienste mit sozialem Wert erreichbar. Sie werden von der Regulierungsbehörde des entsprechenden Landes zugeteilt. Unter der Rufnummer 116 111 ist bereits eine Jugendhotline, die „Nummer gegen Kummer e. V.“ erreichbar. Unter 116 123 meldet sich die Lebensberatungs-Hotline des „Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Telefonseelsorge und Offene Tür e. V.“. Die 116 116 ist dem „Sperr e. V.“ für eine Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen, wie Kreditkarten, zugeteilt. Für die Rufnummer 116 000 als Hotline für vermisste Kinder fehlt bisher der passende Betreiber.

Mit sofortiger Wirkung sind die Zuteilungen für die Rufnummern 116 006 und 116 117 wirksam, die nun durch die Bundesnetzagentur vergeben wurden. Unter der 116 006 sollen sich zukünftig Opfer von Verbrechen Unterstützung und wichtige Information holen können. Sie wurde dem Verein „Weißer Ring e. V.“ zugeteilt. In dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen sollen Betroffene die 116 117 anrufen können. Sie soll insbesondere außerhalb der normalen Dienstzeiten medizinische Hilfe bieten und wurde der Kassenärztlichen Vereinigung zugeteilt. Die vergebenen Rufnummern müssen innerhalb von 180 Kalendertagen eingerichtet werden.

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