116 123 – Bundeseinheitliche Rufnummer zur Lebenshilfe

telefonseelsorge

Rufnummern, die mit den Ziffern 116 beginnen, ordnet die EU-Kommission europaweit kostenfrei erreichbaren Diensten mit sozialem Wert zu. Die Rufnummern werden von den Regulierungsbehörden des jeweiligen Landes zugeteilt. Die Bundesnetzagentur hatte bereits im Jahr 2004 einen ersten Versuch mit der 116 116 gemacht (telespiegel-News vom 22.12.2004) und erst kürzlich die Rufnummer 116 111 einer Jugendhotline zugeordnet. (telespiegel-News vom 05.06.2008) Nun vergab die Bundesnetzagentur eine weitere dieser Rufnummern.

Unter der 116 123 soll zukünftig ein Seelsorgedienst, die Telefonseelsorge erreichbar sein. Rund um die Uhr und für den Anrufer kostenlos soll der Seelsorgedienst hilfesuchenden Menschen, die etwa unter Einsamkeit leiden, eine Lebenskrise durchmachen oder Suizidgedanken hegen, einen Ansprechpartner bieten, der ihm vorurteilsfrei zuhört und seelischen Beistand leistet.

Die Zuteilung erfolgte nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren an den Verein `Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Telefonseelsorge und Offene Tür e. V.´. Die Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft e. V. bietet in Deutschland als Rechtsträger und Dachorganisation der Katholischen Telefonseelsorge bereits seit geraumer Zeit gemeinsam mit der evangelischen Kirche eine Telefonseelsorge an. Die Rufnummer, so lautet die Vorgabe, muss innerhalb von 180 Tagen eingerichtet werden.

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