
Auf dem Informationsportal viruslist.com von Kaspersky Lab wurde der Malware-Report für das zweites Quartal 2011veröffentlicht. Der ausführliche Report berichtet unter anderem von einer rasanten Zunahme der Schadprogramme für Smartphones und der gefälschten Antiviren-Programme. Die Zahl der Infektionen mit Fake-Antiviren-Software auf den PC stieg im Laufe des letzten Quartals um satte 300 Prozent. Neuerdings werden immer mehr Mac-Computer infiziert, deren Nutzer sich bisher eher in Sicherheit wähnten. Eine bemerkenswert hohe Zunahme ist auch bei der Anzahl der Schadprogramme für Smartphones zu verzeichnen. Besonders die mobile Java-Plattform J2ME und das Android-Betriebssystem sind betroffen. Unter J2ME beträgt die Zunahme der erkannten Schadsoftware gegenüber dem ersten Quartal 2011 das Doppelte, unter Android sogar das Dreifache. Die bösartige Software versteckt sich häufig in Zusatzprogrammen. Anders als die Schadsoftware für PC ist die Malware für die Plattformen mobiler Geräte insbesondere darauf ausgerichtet, teure Dienste (z. B. Premium-SMS und Abonnements) zu aktivieren.
Die Zeiten, in denen manche Plattformen für Virenschreiber nicht interessant waren, sind auch wegen der steigenden Verbreitung der mobilen Geräte offensichtlich endgültig vorbei. Die Nutzer müssen folglich dazu übergehen, Antivirensoftware nicht nur auf ihren PC, sondern auch selbstverständlich auf ihrem Mobiltelefon zu verwenden, um sich ausreichend vor bösen Überraschungen zu schützen.
Über die wachsende Bedeutung von Hacktivisten (Gruppen wie LulzSec, Anonymous, etc.) und deren Einfluss auf Staatsorgane und Konzerne berichtet der Webreport außerdem. Ebenso ist darin von den Betreibern der Botnetze und der problematischen Bekämpfung von Cyberkriminellen zu lesen. Zudem geht der Bericht auf die Problematik bei verbreiteten virtuellen Währungen ein und liefert diverse Statistiken zu Bedrohungen im Internet.
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