Zeitungssterben und Bezahlinhalte – Wandel der Medienlandschaft

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Die Medienwelt ist im Wandel. Das bekommen auch die Zeitungsverlage zu spüren. Während früher auf den meisten Frühstückstischen eine gedruckte Tageszeitung lag, ist es heute oft ein iPad. Inzwischen holen sich die Nutzer deutlich öfter Informationen aus dem Internet. Das ist schließlich für viele von uns nahezu ständig verfügbar, auf dem Laptop, dem Tablet und unterwegs auch auf dem Smartphone. Die Auflagen der Tageszeitungen sind in den letzten 10 Jahren hingegen um rund 25 Prozent gesunken. Mit den Nutzern wandern auch die Werbekunden ab. Das stürzt viele Verlage in ein finanzielles Desaster. Diese Tatsache spiegelt sich in dem Phänomen wieder, das manche bereits als das „Zeitungssterben„ bezeichnen. Einige Verlage haben inzwischen Schwierigkeiten, weil die Auflage der Tageszeitungen sinkt, die Leser eher die Angebote in dem Internet benutzen. Erst kürzlich musste ein großes Blatt aufgeben. Die „Financial Times Deutschland„ erschien am 07. Dezember zum letzten Mal, ihre Titelseite war schwarz bedruckt. Sie war nicht die erste und nicht die letzte Zeitung, die aus der Medienlandschaft verschwand. Im September stand schon die 1919 gegründete Nürnberger „Abendzeitung" vor dem Aus. Die „Frankfurter Rundschau" hat ebenfalls Insolvenz angemeldet.

Um die Leserschaft weiterhin erreichen zu können, setzen einige Verlage auf Smartphone-Apps und Internetauftritte. Bezahlinhalte könnten eine Lösung sein, hoffen sie außerdem. Der Leser erhält nur Zugriff auf den gesamten Inhalt der Onlineausgabe, wenn er ein Abo gekauft hat. So handhabt es seit heute auch „Die Welt„. Ihr Online-Angebot können Besucher nur noch begrenzt kostenlos nutzen. Maximal 20 Artikel können pro Monat gelesen werden, danach kostet es Geld. Der Springer-Verlag, der die Zeitung herausgibt, hat sich für drei unterschiedliche Bezahlmodelle entschieden. Digital Basis, Digital Komplett und Digital Plus beinhalten verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf Inhalte und kosten monatlich zwischen etwa 7,- € und 15,- €. Abonnenten der gedruckten Ausgabe bekommen ohnehin uneingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten. Auch für andere Publikationen hat der Springer-Verlag solche Bezahlmodelle angekündigt, unter anderem für die „Bild„-Zeitung. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich zeigen. Die Verlage, die sich für einen solchen Schritt entscheiden, hoffen es jedenfalls.

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