Mehr als 450 Millionen Nutzer von Android-, iOS-, Blackberry-, Nokia– und Windows Phone-Geräten sind auch aktive Nutzer der Messenger-App WhatsApp. In Deutschland verwenden den Service laut Unternehmensangaben 30 Millionen Smartphone-Nutzer. Der Dienst gilt als Alternative zu dem SMS-Dienst und hat sich auch deswegen innerhalb weniger Jahre stark verbreitet, weil er für viele unterschiedliche mobile Betriebssysteme erhältlich ist. Die zögerliche Beseitigung von Sicherheitslücken und der geringe Kommunikationswille der WhatsApp-Entwickler mit der Öffentlichkeit taten dem in der Vergangenheit keinen Abbruch. Nun will Facebook Inc. den Messenger-Dienst übernehmen. Der Inhaber des sozialen Netzwerks Facebook kauft WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden US-Dollar. Das teilten die Unternehmen gestern mit. Der Kaufpreis wird zum großen Teil in Aktien gezahlt, weitere drei Milliarden US-Dollar in Aktien sollen innerhalb der nächsten Jahre an WhatsApp fließen. Vorausgesetzt die Wettbewerbshüter stimmen zu, soll die Übernahme Ende 2014 abgeschlossen sein. Facebook hatte im Jahr 2012 bereits den populären Foto-und Video-Austauschdienst Instagram gekauft.
Für die Nutzer werde sich durch die Übernahme durch Facebook nichts ändern, versprach WhatsApp. Man bleibe ein eigenständiges Unternehmen. Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sagte das ebenfalls. Auch künftig soll es keine Werbung in der Messenger-App geben und die WhatsApp Account-Profile werden nicht an Facebook weitergegeben.. WhatsApp verlangt bisher lediglich eine Nutzungsgebühr von wenigen Cent pro Jahr. Wie die Pläne des Facebook-CEO aussehen, ließ er weitestgehend offen. „Es gibt mehrere Wege, wie wir damit Geld verdienen können“, sagte er.
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