Test – Licht und Schatten bei Online-Videotheken

Die Ausgabe 3/2015 der Zeitschrift test beschäftigt sich mit Online-Videotheken. Dabei konnten die Experten Licht und Schatten erkennen. Doch wie gut sind Anbieter von Video-on-Demand wie Videoload, Maxdome, iTunes oder Amazon Prime wirklich?

Die Auswahl der Online-Videodienste

Bei der Auswahl kommt es ganz auf den eigenen Geschmack an. Sehr dürftig ist das Klassikerangebot bei den meisten Anbietern. Aber auch insgesamt schneiden die meisten VoD-Anbieter nicht gut ab. Mal fehlen große Teile von Serien oder Klassikern, mal sind selbst Serien in sich nicht komplett lieferbar. Gegenüber einen gut sortierten stationären Fachhandel bzw. einer größeren Videothek haben die Online-Dienste überraschenderweise kaum Vorteile. Entscheidend ist allerdings der Einzelfall. Daher sollten sich Kunden vor Abschluss eines Abos unbedingt genau über das Sortiment informieren.

Die größte Auswahl der insgesamt knapp 200 Filme und Serien umfassenden Stichprobe hatte überraschenderweise iTunes im Programm. Immerhin 131 der gesuchten Titel fanden die Tester dort. Ebenfalls überraschend ist die Qualität. Diese erreichte teilweise sehr gute Noten. Einer der Ausreißer nach unten geht auf das Konto von Lovefilm. Bei diesem Anbieter zeigten sich ausgeprägte Blureffekte. Wichtig ist jedoch in allen Fällen eine ausreichende Bandbreite des DSL-Anschlusses von wenigstens 6 MBit/s.

Vorsicht: Preis!

Gegenüber klassischen Videotheken sind Online-Anbieter meistens teurer. Im Einzelabruf kosten Filme zwischen 99 Cent im Streaming und 6,09 Euro bei HD-Filmen. Es kommt stark auf das Nutzerverhalten an, ob sich ein Abo lohnt. Dieses schlägt mit bis zu ca. 12 Euro zu Buche, ermöglicht aber unbeschränkten Konsum aus einer riesigen Auswahl. Allerdings steckt der Teufel im Detail, denn nicht alle Filme und Serien sind per Abo abrufbar. Werden hingegen Gebühren für Einzelabrufe fällig, summieren diese sich schnell zu einer stattlichen Summe auf. Hier müssen Nutzer sehr genau abwägen, ob Sie ab und zu einen Film sehen möchten oder lieber unbegrenzt aus einer zum Teil beschränkten Auswahl konsumieren möchten. Auch beim Kauf per Download ist Vorsicht anzuraten. Denn Video-on-Demand-Filme werden meistens ohne Bonusmaterial angeboten, sodass sich der Preisvorteil gegenüber einer DVD relativiert.

Datenschutz nicht gegeben

Bei zwei Anbietern sollten Kunden besonders auf ihre Daten achten. So sendet Videocity den Nutzernamen unverschlüsselt, Watchever sogar das Passwort. Wenn ein VoD-Kunde bei Watchever das gleiche Passwort benutzt wie für Logins bei Online-Shops oder beim Online-Banking können Cyber-Kriminelle damit möglicherweise Accounts knacken.

Testsieger bei Stiftung Warentest wurde Maxdome mit einer Note von 2,8 in der Kategorie Einzelabruf. Bei den Abomodellen lag Amazon Prime Instant Video mit der Note 3,5 vorne. iTunes bietet die meisten Serien und Filme, diese müssen aber zum Teil teuer gekauft werden.

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