Facebook – Kleinanzeigenmarkt wird ausgerollt

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Facebook hat aus den Erfahrungen der letzten Jahre etwas gelernt: Immer mehr Menschen nutzen die Social-Media-Plattform für Kleinanzeigen. Entsprechende Gruppen können seit geraumer Zeit daher auf einfache Verkaufs-Buttons zurückgreifen. So wollte das Portal den Handel erleichtern. Das geht dem Unternehmen jedoch noch nicht weit genug. Um den mittlerweile rund 550 Millionen Facebook-Nutzern eine echte Verkaufsplattform zu geben, die dort bisher etwas ge- oder verkauft haben, gibt es ab sofort eine kostenlose Kleinanzeigenrubrik.

Die Neuerung wird derzeit in 17 Ländern ausgerollt und steht auch Nutzern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach und nach zur Verfügung. Facebook konkurriert mit seinem Angebot vor allem mit dem Kleinanzeigenmarkt von eBay. Für die Verkaufsplattform könnte die neue Konkurrenz ein Rückgang der Angebotszahl bedeuten. Facebook lockt neben einer Einbindung in die Plattform zusätzlich damit, dass zumindest vorerst keine Werbung zwischen den Angeboten erscheinen soll.

Facebook: Kleinanzeigen erreichen zukünftig mehr Menschen

Der wichtigste Unterschied zu den bisherigen Verkaufsgruppen: Der Kleinanzeigenmarkt ist nicht privat organisiert, sondern erhält eine offizielle Struktur. Damit kann jeder Nutzer auf alle Rubriken zugreifen. Verkäufer profitieren sogar von einer Besonderheit: Wer etwas in seinen bisherigen Verkaufsgruppen anbietet, kann dieses Angebot gleichzeitig auch in den Facebook Kleinanzeigen veröffentlichen. So erreichen Verkäufer deutlich mehr Menschen und damit potenzielle Käufer.

Kleinanzeigen bei Facebook: viele Filtermöglichkeiten

Die Anzeigen sind lokal gefiltert. Nutzer können jedoch die Einstellungen ändern und zum Beispiel nach Ort, Preis und Kategorie filtern sowie nach Artikeln gezielt suchen und in Rubriken stöbern. Ein Klick bzw. Fingertip auf das Angebot liefert ausführliche Informationen über die Ware und den Verkäufer. Der Verkauf wird dann über persönliche Nachrichten abgewickelt. Diese sind übersichtlich ausgegliedert und bleiben auch später ebenso wie die Produktdaten einsehbar. Wichtig: Facebook bietet keine Zahlungsabwicklung über das Portal. Es handelt sich um klassische Kleinanzeigen, bei denen Verkäufer und Käufer Einzelheiten untereinander aushandeln müssen. Damit entzieht sich Facebook zugleich weitgehend einer Haftung. Denn mögliche Probleme sind ebenfalls untereinander zu klären. Entsprechend vorsichtig sollten beide Parteien bei der Zahlungsabwicklung und der Übergabe sein.

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