Tipps der Verbraucherzentrale – Smartphone und Tablet kindersicher machen

Tipps der Verbraucherzentrale - Smartphone und Tablet kindersicher machen

Oft gewünscht und gern verschenkt – Smartphones und Tablets zu Weihnachten. Damit Eltern ihren Kindern die beliebte Technik bedenkenlos unter den Baum legen können, sollten sie die richtigen Einstellungen vornehmen. So lassen sich unangemessene Inhalte ausschließen, Kostenfallen vermeiden und die Nutzungszeiten beschränken. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert, was Eltern tun können, damit Kinder sicher surfen.

Wenn Kinder aus Versehen in eine Abo-Falle tappen oder zusätzliche Inhalte innerhalb einer App kaufen, entstehen mitunter Gebühren in vierstelliger Höhe.

„Um solche Kostenfallen zu vermeiden, sollten Eltern eine Drittanbietersperre bei ihrem Mobilfunkanbieter einrichten“, rät Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Die Telefonnummer wird dann nicht mehr automatisch beim Aufruf einer Abo-Seite oder einer App an den Drittanbieter übermittelt. Er ist dann dazu gezwungen, die Daten über ein Eingabefeld abzufragen. Eine weitere effektive Maßnahme gegen ungewollte Kosten ist der Passwortschutz: „Eltern sollten alle Käufe im Apple Store oder Google Play Store mit einem Passwort versehen“, erklärt Körber.

Kindersicherung bei Apple und Android

  • Apple: Bei Apple-Produkten lassen sich die meisten Änderungen unter den Einstellungen vornehmen. In der Rubrik Bildschirmzeit kann festgelegt werden, ob Apps heruntergeladen oder gelöscht werden oder ob In-App-Käufe durchgeführt werden dürfen. Um zu erreichen, dass nur altersgerechte Inhalte auf dem Handy aufgerufen werden, sollten Eltern die Altersfreigabe nutzen.
  • Android: Besitzerinnen und Besitzer von Android-Geräten können die Jugendschutzeinstellungen und Altersbeschränkungen im Google Play Store einrichten. Der Play Store bietet zudem bestimmte Kindersicherungs-Apps, mit deren Hilfe Eltern nicht nur den Marketplace sperren, sondern auch festlegen können, auf welche Apps Kinder zugreifen dürfen. Mit der kostenlosen App Google Family Link lassen sich gezielt Inhalte freigeben oder die Bildschirmzeit regulieren.

Weitere Tipps

Um Tablets kindersicher zu machen, sollten Eltern ein eingeschränktes Nutzerprofil erstellen. Dadurch lässt sich festlegen, welche Apps dem Kind zur Verfügung stehen. Außerdem sollten Kinder immer im WLAN surfen. Denn die SIM-Karten-Daten werden im Gegensatz zum Surfen im mobilen Netz nicht an Drittanbieter übermittelt. Ungewollte Käufe können dann nicht über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Wer neben diesen technischen Einstellungen auch stärker auf eine inhaltliche Kontrolle setzen möchte, dem empfiehlt die Verbraucherzentrale kinderfreundliche Suchmaschinen, wie etwa FragFINN.de oder Blinde Kuh.

Downloadtipp: Faktenblatt „Kinder am Smartphone“ der Verbraucherzentrale

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


6 + 3 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Unlimitiertes Datenvolumen – der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Unlimitiertes Datenvolumen

Der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Freenet FUNK bietet mit dem unlimited Tarif unlimitiertes LTE-Datenvolumen für 99 Cent pro Tag. Der Tarif wird über eine App gesteuert und kann täglich gekündigt oder gewechselt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Tarif bis zu 30 Tage pro Jahr zu pausieren. […]

Avast und AVG – Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Avast und AVG

Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Sicherheitsexperten entdeckten in den Anti-Virenprogrammen Avast und AVG eine zehn Jahre alte Sicherheitslücke. Nutzer, die nur selten mit dem Internet verbunden sind, sollten die installierte Version überprüfen und gegebenenfalls das herausgegebene Patch installieren. […]

Achtung Betrug - Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Achtung Betrug

Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Vermehrt erhalten Handybesitzer englischsprachige Anrufe, die angeblich von den Polizeibehörden Europol oder Interpol kommen. Inzwischen werden auch vermehrt Anrufe in deutscher Sprache vorgenommen. Die Täter behaupten meist, den Betroffenen seien persönliche Daten gestohlen worden und Kriminelle würden diese Daten nutzen, um Straftaten zu begehen. […]