LTE-M – Netzbetreiber aktivieren „Netz für Mensch und Maschine“

LTE-M – Netzbetreiber aktivieren „Netz für Mensch und Maschine“

Long Term Evolution for Machines, kurz LTE-M, ist eine Mobilfunktechnik, die den Austausch zwischen Menschen und Maschinen ermöglicht und hierdurch das Internet der Dinge zum Leben erweckt. Nach der Deutschen Telekom hat nun auch Vodafone das Netz bundesweit freigeschaltet. Die Mobilfunktechnik hat in Deutschland bereits jetzt eine Flächenabdeckung von 95 Prozent.

Was steckt hinter dem LTE-M-Netz?

Bei der Deutschen Telekom steht das neue Netz bereits seit einigen Monaten bundesweit zur Verfügung. Vodafone hat kurz nach Weihnachten nachgelegt und nun ebenfalls das LTE-M-Netz bundesweit freigeschaltet. Telefónica will im Jahr 2021 folgen. Da das Netz im langwelligen 800-Megahertz-Spektrum funkt, kann es ohne Probleme durch Wände und auch bis in Untergeschosse gelangen. LTE-M stellt die Verbindung zwischen Menschen und Maschinen dar, die über das Netz miteinander kommunizieren können. „Wir bauen das Sprachrohr für Menschen und Maschinen im Internet der Dinge“, erklärt Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. Beispielsweise können Maschinen mit dem LTE-M Sprachbefehle entgegennehmen. Anstatt nur Daten auszutauschen, ist es in Zukunft möglich, dass Menschen und Maschinen miteinander telefonieren. Für die Freischaltung wurden an 18 000 Mobilfunkstationen Modernisierungen vorgenommen.

Wofür kann LTE-M eingesetzt werden?

Bisher wurde das sogenannte Narrowband-IoT-Netz für die Vernetzung verschiedener Dinge verwendet. Allerdings sind die Datengeschwindigkeiten hier nur sehr gering, weshalb das Netz für zahlreiche Anwendungen nicht zu gebrauchen ist. LTE-M nutzt das bestehende 4G-Netz mit. Dies hat den Vorteil, dass das LTE-M wesentlich kürzere Antwortzeiten im Netz hat und eine Datenübertragung von etwa einem Megabit pro Sekunde erreicht wird. Das neue Netz ist daher für eine Vielzahl von mobilen IoT-Anwendungen einsetzbar. Die Mobilfunktechnik beherrscht den sogenannten Hand-Over. Dies bedeutet, dass bei Bewegung Daten direkt, ohne Verzögerung von Mobilfunkstation zu Mobilfunkstation übergeben werden. „LTE-M ist der nächste Baustein in unserem Netz, damit Menschen, Maschinen und Sensoren an jedem Ort und zu jeder Zeit miteinander kommunizieren können“, so Vodafone-Deutschland-Technik-Chef Gerhard Mack. Denn LTE-M kann Menschen und Sensoren vernetzen, die in Bewegung und an unterschiedlichen Orten sind. Firmen können LTE-M nutzen, um Maschinen und Sensoren im Internet der Dinge zu steuern. Für Geschäftskunden ist das Vodafone LTE-M-Netz ab sofort nutzbar. Die Nutzung für Privatkunden soll in naher Zukunft folgen. Hierbei kann LTE-M insbesondere bei Smart-Watches, Smart-Home sowie Fitness-Tracking zum Einsatz kommen.

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