Handy in der Öffentlichkeit – Viele Menschen fühlen sich belästigt

Handy in der Gesellschaft

Zu Beginn des Handy-Zeitalters waren Handynutzer in der Öffentlichkeit noch etwas Besonderes. Die Geräte waren teuer und die Handytarife auch. Dies hat sich glücklicherweise grundlegend geändert. Waren Mobiltelefone anfangs noch ein teures Luxusobjekt, das hauptsächlich von Geschäftsleuten genutzt wurde, gibt es heute zahlreiche billige Handys, die für jeden erschwinglich sind, und auch die Telefonkosten sind im Lauf der Jahre deutlich gesunken. Inzwischen besitzt nahezu jeder ein eigenes Gerät, manche sogar mehrere, beispielsweise eines für die private und eines für die geschäftliche Nutzung. In der Anfangszeit war diese erfolgreiche Entwicklung der Handys allerdings noch nicht abzusehen. Deshalb waren sie noch nicht weit verbreitet. Wenn damals ein Mobiltelefon in einer Straßenbahn klingelte, war das noch sehr ungewöhnlich und die Blicke aller Mitfahrenden richteten sich sofort auf den Besitzer des klingelnden Telefons. Doch seit vielen Jahren gehören die Mobiltelefone zu dem Alltag der Menschen und sind daraus kaum noch wegzudenken. Statistisch gesehen besitzt jeder Deutsche inzwischen mehrere Handys.

Dennoch fühlen sich viele Menschen durch die Handynutzung anderer in der Öffentlichkeit gestört. Das verdeutlicht eine repräsentative Umfrage der Forsa im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom. Der Mann, der sich mit seinem Mobiltelefon lautstark mit seinem Bekannten unterhält, während er an der Supermarktkasse steht und der Jugendliche, der die ältere Dame der aus dem Handylautsprecher laut tönenden Rap-Musik aussetzt, das sind Beispiel dafür, wie Handynutzer ihre Mitmenschen stören können.

Von den Befragten empfinden 36 Prozent laute Telefonate als belästigend. Von laut abgespielter Musik aus dem Handylautsprecher fühlen sich 34 Prozent der Befragten gestört. Für rund ein Viertel der Befragten ist bereits der Klingelton eines fremden Handys eine Belästigung. Insgesamt sind Frauen sensibler gegenüber Handylärm als Männer. Entgegen der allgemeinen Annahme, insbesondere ältere Menschen fühlten sich durch die Handynutzung ihrer Mitmenschen gestört ergab die Studie, dass es insbesondere die jüngere Generation ist, die laute Musik aus von Handys als belästigend empfindet. Aber das hängt wahrscheinlich auch vom Klingelton selbst ab. Man kann sich vorstellen, dass es Töne und Melodien gibt, die man gerne hört, andere hingegen nicht (mehr) hören mag.

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1 Kommentar

  1. Es sind gewisse Leute, das darf man ja nicht mehr sagen, die LAUT in ihr mobile brüllen. Wenn man dann zum Beispiel klassische Musik anmacht, um das Gelaber nicht anhören zu müssen, dann wird man noch von dem Personal, heute in Alnatura geschehen, früher mal im Bus, angemacht, dass man zu laut Musik hört. Aber gegen den eingentlichen Lärmauslöser vorzugehen, sind die deutsch-faschistoiden Leute zu feige. Gibt man dann zur Antwort, dass man gerne die Musik ganz abstellt, wenn der Lärmauslöser aufhört laut zu telefonieren, stürzt sich dieser auf einen. Viele fühlen sich gestört und wenn man kollektiv nicht zu feige ist und die Störenfriede zum ruhig sein auffordert, würden die es auch machen. So wie das Rauchen in geschlossenen Gebäuden verboten ist, so sollte es auch mit dem Gelaber-Müll erfolgen. Früher konnte man im Zug noch richtig lesen aber jetzt ist es nur laut. In der Corona-Zeit hat man ja auch die Nicht-Maskenträger kollektiv verbal angegriffen, weil alle aufgehetzt waren. Es geht also.

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