DSL-Geschwindigkeit und Glasfaser: Welche Internet-Bandbreite brauche ich?

DSL-Geschwindigkeit: 16 bis 1.000 Mbit/s im Vergleich

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Welche Internetgeschwindigkeit ist sinnvoll? Reichen 16 oder 50 Mbit/s aus, sollten es 100 oder 250 Mbit/s sein oder lohnt sich ein Glasfaseranschluss mit 1.000 Mbit/s? Die passende Bandbreite hängt davon ab, wie viele Personen und Geräte den Internetanschluss gleichzeitig nutzen. Wir erklären die Unterschiede zwischen DSL, VDSL, Kabelinternet und Glasfaser und zeigen, welche Geschwindigkeit für Streaming, Homeoffice, Gaming und den normalen Internetalltag benötigt wird.

DSL-Geschwindigkeit: Welche Bandbreiten gibt es?

Die DSL-Geschwindigkeit beschreibt, wie viele Daten pro Sekunde über einen Internetanschluss übertragen werden können. Sie wird üblicherweise in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto schneller lassen sich Dateien herunterladen und desto mehr Anwendungen können gleichzeitig auf das Internet zugreifen.

Bei einem klassischen DSL-Anschluss erfolgt die Datenübertragung über die vorhandene Kupfer-Telefonleitung. Die erreichbare Geschwindigkeit hängt unter anderem von der Entfernung zum Verteiler, der Leitungsqualität und der eingesetzten Technik ab.

Während ältere ADSL-Anschlüsse häufig mit bis zu 16 Mbit/s arbeiten, ermöglichen VDSL-Anschlüsse mit Vectoring und Super-Vectoring in geeigneten Netzen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s.

Bei einem echten Glasfaseranschluss bis in die Wohnung oder ins Gebäude (FTTH beziehungsweise FTTB) sind deutlich höhere Datenraten möglich. Welche DSL-Techniken und Anschlussarten zur Verfügung stehen, hängt vom Netzausbau am jeweiligen Standort ab.

DSL-, VDSL- und Glasfaser-Geschwindigkeiten im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt verbreitete Geschwindigkeitsklassen und ihre typischen Einsatzbereiche. Die tatsächlichen Uploadgeschwindigkeiten sind tarifabhängig. Nicht jede Geschwindigkeitsklasse wird von jedem Anbieter oder über jede Anschlusstechnik angeboten.

DownloadBeispiel für UploadMögliche TechnikGeeignet für
6 Mbit/s1 Mbit/sADSLEinfache Internetnutzung
16 Mbit/s2,4 Mbit/sADSLSurfen, E-Mail, gelegentliches Streaming
25 Mbit/s5 Mbit/sVDSLEinzelpersonen, kleine Haushalte
50 Mbit/s10 Mbit/sVDSL, Kabel, GlasfaserStreaming und Homeoffice
100 Mbit/s40 Mbit/sVDSL, Kabel, GlasfaserFamilien, mehrere gleichzeitige Nutzer
175 Mbit/s40 Mbit/sSuper-VectoringAnspruchsvolle Haushalte
250 Mbit/s40 Mbit/sSuper-Vectoring, Kabel, GlasfaserViele Geräte und große Downloads
300 Mbit/s150 Mbit/sGlasfaserHoher Datenbedarf und Cloud-Nutzung
500 Mbit/s250 Mbit/sGlasfaser, KabelGroße Datenübertragungen
600 Mbit/s300 Mbit/sGlasfaser, KabelSehr intensive Internetnutzung
1.000 Mbit/s500–1.000 Mbit/sGlasfaserGigabit-Internet, sehr hohe Anforderungen

Wichtig: Die Uploadwerte sind Beispiele und keine allgemeingültigen Tarifangaben. Bei Kabelinternet fällt der Upload häufig erheblich niedriger aus als bei Glasfaser. Auch bei FTTH sind Download und Upload nicht automatisch gleich schnell. Entscheidend sind die vertraglich vereinbarten Werte.

Welche Internetgeschwindigkeit brauche ich?

Eine schnelle Internetleitung ist angenehm, aber nicht jeder Haushalt benötigt einen teuren Gigabit-Tarif. Entscheidend ist vor allem, wie viele datenintensive Anwendungen gleichzeitig genutzt werden.

NutzungEmpfohlene Geschwindigkeit
Surfen, E-Mail, Onlinebanking16–25 Mbit/s
Einzelperson mit Streaming und Homeoffice50 Mbit/s
Zwei Personen, mehrere Geräte50–100 Mbit/s
Familie mit drei bis vier Personen100–250 Mbit/s
Mehrere 4K-Streams und umfangreiche Downloads250 Mbit/s
Regelmäßige große Downloads und Cloud-Backups300–600 Mbit/s
Sehr große Datenmengen und höchste Ansprüche1.000 Mbit/s

Diese Empfehlungen sind Orientierungswerte. Eine einzelne Videokonferenz benötigt etwa wesentlich weniger Bandbreite als ein großer Spiele-Download. Werden mehrere Anwendungen gleichzeitig genutzt, addiert sich der Datenbedarf.

Reichen 16 Mbit/s für den Alltag?

Ein Internetanschluss mit 16 Mbit/s kann für eine einzelne Person ausreichen, wenn hauptsächlich Webseiten aufgerufen, E-Mails verschickt und gelegentlich Videos angesehen werden. Auch HD-Streaming ist grundsätzlich möglich. Bei mehreren gleichzeitig aktiven Geräten oder hochauflösenden Streams wird die Verbindung jedoch schnell zum Engpass. Große Downloads benötigen vergleichsweise viel Zeit.

50 oder 100 Mbit/s – welche Geschwindigkeit ist besser?

Für viele kleinere Haushalte stellen 50 Mbit/s eine gute Kombination aus Geschwindigkeit und Kosten dar. Videokonferenzen, Streaming und alltägliche Internetanwendungen funktionieren damit normalerweise problemlos. Ein Anschluss mit 100 Mbit/s bietet mehr Reserven. Er ist insbesondere dann sinnvoll, wenn mehrere Personen gleichzeitig streamen, im Homeoffice arbeiten oder größere Dateien herunterladen.

Wer zwischen DSL 50 und DSL 100 wählen kann, sollte deshalb vor allem den Preisunterschied und die Anzahl der gleichzeitig aktiven Nutzer berücksichtigen.

Sind 250 Mbit/s Internet schnell genug?

Ja. Ein Internetanschluss mit 250 Mbit/s ist für die meisten Privathaushalte bereits sehr leistungsfähig. Mehrere 4K-Streams, Videokonferenzen, Online-Gaming und umfangreiche Downloads lassen sich gleichzeitig nutzen. Der größte Vorteil gegenüber einem 100-Mbit/s-Anschluss zeigt sich vor allem bei großen Dateiübertragungen und vielen parallelen Downloads. Für das normale Surfen sind die Unterschiede dagegen häufig kaum wahrnehmbar.

Wann lohnen sich 500 oder 1.000 Mbit/s?

Gigabit-Tarife sind besonders interessant, wenn regelmäßig enorme Datenmengen übertragen werden. Das betrifft unter anderem umfangreiche Spiele-Downloads, professionelle Medienproduktionen, große Cloud-Backups oder Haushalte mit zahlreichen intensiven Nutzern.

Für normales Streaming, Videokonferenzen und alltägliches Surfen ist eine Gigabit-Leitung hingegen meist nicht erforderlich. Auch eine schnellere Leitung macht einen einzelnen Videostream nicht automatisch qualitativ besser.

DSL oder Glasfaser: Wie groß ist der Geschwindigkeitsunterschied?

DSL und Glasfaser unterscheiden sich nicht nur bei der maximalen Downloadgeschwindigkeit, sondern auch hinsichtlich der Übertragungstechnik und der erreichbaren Uploadraten. Bei DSL wird der letzte Leitungsabschnitt über Kupferkabel realisiert. Dadurch können Leitungslänge, Dämpfung und elektrische Störungen die Geschwindigkeit begrenzen. Bei einem echten Glasfaseranschluss werden die Daten dagegen über Lichtsignale übertragen.

Glasfaser bietet dadurch eine erheblich höhere technische Leistungsreserve. Die Übertragung über die Glasfaser selbst ist zudem weniger anfällig für elektromagnetische Störungen.

MerkmalDSL/VDSLGlasfaser (FTTH)
ÜbertragungsmediumKupferleitung auf dem letzten AbschnittGlasfaser bis zum Anschluss
Typische maximale DownloadrateBis 250 Mbit/sHäufig bis 1.000 Mbit/s, technisch mehr möglich
UploadMeist deutlich langsamer als DownloadHäufig deutlich höhere Uploadraten
Einfluss der LeitungslängeDeutlichIm üblichen Zugangsnetz wesentlich geringer
Empfindlichkeit gegenüber elektrischen StörungenVorhandenSehr gering
VerfügbarkeitWeit verbreitetAbhängig vom regionalen Ausbau
ZukunftspotenzialBegrenztSehr hoch

Wie schnell ist Glasfaser wirklich?

Glasfaseranschlüsse werden häufig mit Geschwindigkeiten von 150, 300, 500 oder 1.000 Mbit/s angeboten. Auch andere Tarifstufen sind möglich. Welche Geschwindigkeit tatsächlich zur Verfügung steht, richtet sich nach dem gebuchten Tarif, der eingesetzten Netztechnik und der vorhandenen Anschlussausstattung.

Ein Glasfaseranschluss mit 100 Mbit/s ist beim Herunterladen einer Datei nicht automatisch schneller als ein DSL-Anschluss mit derselben tatsächlich erreichten Downloadrate. Glasfaser bietet jedoch häufig Vorteile beim Upload und größere Reserven für zukünftige Geschwindigkeiten.

Bei der Auswahl eines Glasfasertarifs sollte deshalb nicht ausschließlich auf die maximale Downloadrate geachtet werden. Auch Upload, Vertragskosten und die bereitgestellte Hardware sind relevant.

Kommt bei Glasfaser immer die volle Geschwindigkeit an?

Nein. Auch ein Glasfaseranschluss garantiert nicht, dass jedes Endgerät jederzeit die gebuchte Maximalgeschwindigkeit erreicht.

Die tatsächlich gemessene Datenrate kann unter anderem durch die Auslastung des Netzes, die Gegenstelle, den Router, das verwendete Netzwerkkabel oder eine langsame WLAN-Verbindung begrenzt werden.

Wer etwa einen Glasfasertarif mit 1.000 Mbit/s nutzt, aber über einen älteren WLAN-Standard verbunden ist, kann auf dem Smartphone deutlich geringere Geschwindigkeiten messen. Weitere Hintergründe enthält unser Ratgeber zu WLAN-Standards und Geschwindigkeit.

Internetgeschwindigkeit: Mbit/s, MB/s und Gbit/s verstehen

Internetanbieter geben die Bandbreite üblicherweise in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an. Bei Dateiübertragungen wird die Geschwindigkeit dagegen häufig in Megabyte pro Sekunde (MB/s) angezeigt.

Ein Byte besteht aus acht Bit. Deshalb entspricht eine Internetgeschwindigkeit von 100 Mbit/s rechnerisch maximal 12,5 MB/s.

InternetgeschwindigkeitTheoretische DatenrateDownload von 1 GB (dezimal)
16 Mbit/s2 MB/sca. 8 Min. 20 Sek.
50 Mbit/s6,25 MB/sca. 2 Min. 40 Sek.
100 Mbit/s12,5 MB/sca. 1 Min. 20 Sek.
250 Mbit/s31,25 MB/sca. 32 Sek.
500 Mbit/s62,5 MB/sca. 16 Sek.
1.000 Mbit/s (1 Gbit/s)125 MB/sca. 8 Sek.

Die Berechnung verwendet 1 GB = 1.000 MB und setzt die ununterbrochene Nutzung der vollen Datenrate voraus. In der Praxis dauern Downloads aufgrund von Protokoll-Overhead, Serverbegrenzungen und anderen Einflüssen meist länger.

Download und Upload: Welche Geschwindigkeit ist wichtig?

Bei Internetanschlüssen wird zwischen Download und Upload unterschieden.

  • Download: Daten werden aus dem Internet empfangen. Dazu gehören Webseiten, Streaming, Downloads und Softwareupdates.
  • Upload: Daten werden ins Internet übertragen. Das betrifft insbesondere Videokonferenzen, das Hochladen von Fotos, Cloud-Backups oder den Versand großer Dateien.

Bei klassischen DSL-Tarifen liegt die Uploadgeschwindigkeit normalerweise erheblich unter der Downloadrate. Ein VDSL-Anschluss mit 100 Mbit/s im Download kann beispielsweise 40 Mbit/s im Upload bieten.

Glasfasertarife ermöglichen häufig höhere Uploadraten. Einige Anbieter bieten sogar symmetrische Internetanschlüsse an, bei denen Download und Upload gleich schnell sind. Weitere Informationen zu solchen Verbindungen finden Sie im Ratgeber SDSL und symmetrisches Internet.

Welche Uploadgeschwindigkeit ist gut?

Für gelegentliche Videokonferenzen und den normalen Internetalltag reichen häufig bereits 5 bis 10 Mbit/s Upload aus, sofern nicht mehrere Anwendungen gleichzeitig große Datenmengen übertragen.

Wer regelmäßig große Dateien hochlädt, Cloud-Backups durchführt oder mit umfangreichen Mediendateien arbeitet, profitiert dagegen deutlich von 20, 40, 100 oder mehr Mbit/s im Upload.

Für Homeoffice und Videokonferenzen ist neben der Bandbreite außerdem eine stabile Verbindung mit möglichst geringen Verzögerungen wichtig.

Welche Geschwindigkeit braucht Streaming, Homeoffice und Gaming?

Unterschiedliche Internetanwendungen haben sehr verschiedene Anforderungen an die Verbindung. Besonders wichtig ist dabei, ob mehrere Nutzer gleichzeitig auf den Anschluss zugreifen.

AnwendungOrientierungswert pro Nutzung
Webseiten und E-Mail1–5 Mbit/s
Videostream in HD5–10 Mbit/s
Videostream in 4K/UHD15–25 Mbit/s
Videokonferenz3–8 Mbit/s, ausreichender Upload erforderlich
Online-GamingHäufig 5–10 Mbit/s, niedrige Latenz besonders wichtig
Große Spiele-Downloads100 Mbit/s oder mehr vorteilhaft
Umfangreiche Cloud-BackupsHohe Uploadgeschwindigkeit vorteilhaft

Die Werte dienen zur Orientierung und können je nach Streamingdienst, Bildqualität und Anwendung abweichen. Bei mehreren parallelen Streams erhöht sich die erforderliche Gesamtbandbreite.

Ist DSL 16.000 für Streaming ausreichend?

Ein Anschluss mit 16 Mbit/s kann für einen einzelnen HD-Stream ausreichen. Für 4K-Streaming und die gleichzeitige Nutzung weiterer datenintensiver Anwendungen ist diese Geschwindigkeit dagegen häufig knapp bemessen. Bei einem Haushalt mit mehreren Personen sind deshalb 50 oder 100 Mbit/s meist die angenehmere Wahl.

Wie viel Mbit/s braucht eine vierköpfige Familie?

Für einen Haushalt mit vier Personen sind 100 Mbit/s häufig ausreichend. Wenn mehrere Familienmitglieder gleichzeitig 4K-Videos streamen, im Homeoffice arbeiten oder große Dateien herunterladen, bieten 250 Mbit/s zusätzliche Reserven. Ein Gigabit-Anschluss ist auch für eine vierköpfige Familie nicht grundsätzlich notwendig. Die Anforderungen hängen stärker vom tatsächlichen Nutzungsverhalten als von der reinen Personenzahl ab.

Ist eine schnellere DSL-Leitung besser fürs Gaming?

Bei Online-Spielen ist nicht allein die Downloadgeschwindigkeit entscheidend. Ebenso wichtig sind die Latenz (Ping), die Stabilität der Verbindung und mögliche Paketverluste. Eine stabile Leitung mit 50 Mbit/s kann beim eigentlichen Spielen ebenso gut funktionieren wie ein Gigabit-Anschluss. Höhere Geschwindigkeiten verkürzen hauptsächlich die Downloadzeiten für Spiele und Updates.

Wer Verbindungsprobleme beim Gaming hat, sollte deshalb neben der Bandbreite auch den Router, die WLAN-Verbindung und die Netzwerkauslastung prüfen. Eine direkte Verbindung über LAN kann Vorteile bieten.

DSL-Geschwindigkeit messen: Wie schnell ist mein Anschluss?

Die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit und die tatsächlich erreichte Datenrate sind nicht immer identisch. Mit einem Internet-Speedtest kann überprüft werden, welche Download- und Uploadgeschwindigkeit aktuell zur Verfügung steht.

Für möglichst zuverlässige Ergebnisse empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Computer möglichst direkt per LAN-Kabel mit dem Router verbinden.
  2. Laufende Downloads, Uploads und Streaminganwendungen beenden.
  3. Andere Geräte während der Messung möglichst nicht intensiv nutzen.
  4. VPN-Verbindungen gegebenenfalls vorübergehend deaktivieren.
  5. Den Test mehrfach zu verschiedenen Tageszeiten durchführen.
  6. Gemessene Werte mit den vertraglich vereinbarten Geschwindigkeiten vergleichen.

Ein einzelner Speedtest ist nur eine Momentaufnahme. Insbesondere WLAN-Messungen können durch Entfernung, Wände oder Funkstörungen beeinflusst werden.

Was tun, wenn DSL deutlich langsamer als gebucht ist?

Erreicht ein Anschluss dauerhaft nicht die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit, sollte zunächst geprüft werden, ob die Ursache im eigenen Heimnetz liegt. Mögliche Fehlerquellen sind beispielsweise eine ungünstige Routerposition, eine schlechte WLAN-Verbindung oder veraltete Hardware.

Ausführliche Hinweise bietet unser Ratgeber DSL beschleunigen – Tipps für schnelleres Internet.

Besteht weiterhin der Verdacht auf eine erhebliche Minderleistung, können Verbraucher das offizielle Nachweisverfahren der Bundesnetzagentur nutzen. Über die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur lassen sich Geschwindigkeitsabweichungen dokumentieren.

Bei einer nachgewiesenen erheblichen, kontinuierlichen oder regelmäßig wiederkehrenden Abweichung können unter den gesetzlichen Voraussetzungen Ansprüche auf Minderung des Entgelts oder eine außerordentliche Kündigung bestehen.

Welche DSL-Geschwindigkeit ist an meiner Adresse verfügbar?

Nicht jede Internetgeschwindigkeit kann an jedem Wohnort bereitgestellt werden. Bei DSL hängt die maximal mögliche Bandbreite insbesondere von der vorhandenen Kupferleitung, der Entfernung zum Verteiler und dem Netzausbau ab. Selbst benachbarte Häuser können deshalb unterschiedliche DSL-Geschwindigkeiten erreichen. Auch die Angebote der verschiedenen Internetanbieter müssen nicht identisch sein.

Mit einer DSL-Verfügbarkeitsprüfung kann festgestellt werden, welche Anschlussarten und Geschwindigkeiten an einer bestimmten Adresse angeboten werden.

Steht kein ausreichend schneller DSL-Anschluss zur Verfügung, können Alternativen zu DSL wie Kabelinternet, Glasfaser oder ein Internetzugang über LTE beziehungsweise 5G infrage kommen.

DSL-Anbieter und Tarife nach Geschwindigkeit vergleichen

Wer einen neuen Internetanschluss sucht, sollte zunächst ermitteln, welche Bandbreite tatsächlich benötigt wird. Anschließend lohnt sich ein Vergleich der verfügbaren Anbieter und Tarife.

Zu den bekannten Anbietern gehören Telekom DSL, Vodafone DSL, 1&1 DSL und o2 DSL. Daneben gibt es regionale Anbieter und Glasfasernetzbetreiber wie Deutsche Glasfaser und EWE.

Beim Vergleich sollten neben der maximalen Geschwindigkeit insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Verfügbarkeit an der konkreten Anschlussadresse
  • Maximale, normalerweise verfügbare und minimale Datenrate
  • Download- und Uploadgeschwindigkeit
  • Monatliche Grundgebühr nach Ablauf von Rabattaktionen
  • Einmalige Anschlusskosten und Routergebühren
  • Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsbedingungen
  • Stabilität des Anschlusses und Serviceleistungen

Unser DSL-Tarifrechner hilft dabei, passende Internetangebote zu finden. Weitere Hinweise enthält der DSL-Vergleich.

Häufige Fragen zur DSL- und Glasfasergeschwindigkeit

Was ist eine gute Internetgeschwindigkeit?

Für viele Haushalte sind 50 bis 100 Mbit/s eine gute Wahl. Wer mehrere datenintensive Anwendungen gleichzeitig nutzt, profitiert von 250 Mbit/s. Schnellere Anschlüsse sind vor allem für große Datenübertragungen interessant.

Wie schnell ist ein normaler DSL-Anschluss?

Verbreitete DSL- und VDSL-Tarife bieten Downloadgeschwindigkeiten von 16, 50, 100 oder 250 Mbit/s. Welche Geschwindigkeit tatsächlich möglich ist, hängt vom Anschluss und der eingesetzten Technik ab.

Was bedeutet DSL 16.000?

DSL 16.000 bezeichnet eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 16.000 kbit/s beziehungsweise 16 Mbit/s. Das entspricht theoretisch maximal 2 MB pro Sekunde.

Ist eine 100-Mbit-Leitung schnell?

Ja. Mit 100 Mbit/s lassen sich mehrere HD- oder 4K-Streams, Videokonferenzen und alltägliche Internetanwendungen gleichzeitig nutzen. Für viele Familien reicht diese Bandbreite aus.

Sind 250 Mbit/s für vier Personen ausreichend?

Ja. Ein Anschluss mit 250 Mbit/s bietet in der Regel genügend Leistung für vier Personen, auch wenn mehrere Geräte gleichzeitig Streaming, Homeoffice und größere Downloads nutzen.

Wie schnell ist Glasfaser im Vergleich zu DSL?

DSL erreicht über Super-Vectoring normalerweise maximal 250 Mbit/s. Glasfaseranschlüsse werden häufig mit 300, 500 oder 1.000 Mbit/s angeboten und können technisch noch deutlich höhere Geschwindigkeiten ermöglichen.

Welche Glasfasergeschwindigkeit brauche ich?

Für viele Haushalte reichen 100 bis 300 Mbit/s über Glasfaser aus. Wer häufig große Dateien überträgt oder mehrere intensive Nutzer hat, kann von 500 oder 1.000 Mbit/s profitieren.

Ist Glasfaser mit 100 Mbit/s schneller als DSL mit 100 Mbit/s?

Bei gleicher tatsächlich erreichter Downloadgeschwindigkeit ist die reine Datenübertragungsrate vergleichbar. Glasfaser kann jedoch Vorteile bei Upload, Störanfälligkeit und zukünftigen Geschwindigkeitserhöhungen bieten.

Welche Internetgeschwindigkeit braucht man für Netflix und andere Streamingdienste?

Für HD-Streaming reichen häufig 5 bis 10 Mbit/s pro Stream. Für 4K-Streaming sollten ungefähr 15 bis 25 Mbit/s pro Stream eingeplant werden. Weitere gleichzeitig aktive Geräte benötigen zusätzliche Bandbreite.

Wie viel Uploadgeschwindigkeit braucht man im Homeoffice?

Für normale Videokonferenzen reichen häufig 5 bis 10 Mbit/s Upload aus. Bei mehreren gleichzeitigen Videokonferenzen oder großen Cloud-Uploads sind höhere Uploadraten empfehlenswert.

Kann ich meine DSL-Geschwindigkeit erhöhen?

Das ist möglich, wenn die technische Leitungskapazität höher ist als die aktuell gebuchte Geschwindigkeit. Unter Umständen hilft ein Wechsel auf einen schnelleren VDSL-Tarif. Liegt die Begrenzung an der Leitung selbst, kann ein anderer Anschlusstyp erforderlich sein.

Wie kann ich meine maximale Internetgeschwindigkeit prüfen?

Eine adressgenaue Verfügbarkeitsprüfung zeigt, welche Tarife und Geschwindigkeiten grundsätzlich angeboten werden. Ein Speedtest misst dagegen die aktuell tatsächlich erreichte Geschwindigkeit des bestehenden Anschlusses.

Welche DSL-Geschwindigkeit bietet die Telekom?

Die Telekom bietet je nach Anschlussadresse unterschiedliche DSL- und VDSL-Geschwindigkeiten an, häufig bis zu 250 Mbit/s. Über Glasfaser können höhere Geschwindigkeiten verfügbar sein. Entscheidend ist die technische Verfügbarkeit am konkreten Standort.

Was ist der Unterschied zwischen Mbit/s und MB/s?

Mbit/s steht für Megabit pro Sekunde, MB/s für Megabyte pro Sekunde. Acht Bit entsprechen einem Byte. Ein Anschluss mit 100 Mbit/s ermöglicht deshalb theoretisch eine Übertragung von maximal 12,5 MB pro Sekunde.