Festnetzanschluss der Dt. Telekom – Mehr Inklusivminuten für T-ISDN-Kunden in dem Tarif Call Time

Telekom

Möchte sich ein Verbraucher einen Telefonanschluss von T-Com, der Festnetz-Sparte der Deutschen Telekom, zulegen, muss er sich erst einmal entscheiden, ob es ein analoger oder ein ISDN-Anschluss sein soll. Ist der Anschluss vor allem als Grundlage für die Einrichtung eines DSL-Anschlusses gedacht, reicht als Telefonanschluss ein analoger T-Net-Anschluss aus. Damit hat der Kunde eine Rufnummer und einen Telefonkanal, der dank DSL auch dann frei bleibt, wenn gleichzeitig per Breitband-Technik DSL in dem Internet gesurft wird. Soll es von allem etwas mehr sein, zwei Telefonkanäle, bis zu 10 Rufnummern und zusätzliche Leistungsmerkmale, ist ISDN die richtige Wahl. Ein T-ISDN-Anschluss eröffnet seinem Nutzer mehr Möglichkeiten als ein T-Net-Anschluss, im Gegenzug ist die Grundgebühr des T-ISDN höher.

Einen Telefonanschluss der Deutschen Telekom gibt es also in zwei Varianten. T-Net und T-ISDN ist mit vier unterschiedlichen Tarifen erhältlich, zu denen außerdem zwei Optionen hinzu gebucht werden können. Das klingt erst einmal verwirrend, sollte es aber nicht mehr sein, seit T-Com ihre Tarifstruktur Anfang des Jahres einheitlicher und übersichtlicher gestaltete. Da ist zuerst einmal der Call Plus-Tarif, sozusagen der Standardtarif eines T-Com-Anschlusses, dessen Grundgebühr niedriger ist aber dessen Gesprächsgebühren höher als in allen anderen Tarifmodellen sind. Der XXL-Tarif, dessen erhöhte Grundgebühr Telefonate an Samstagen, Sonntagen, und Feiertagen innerhalb des deutschen Festnetzes für 0 Cent ermöglichen soll, und der Tarif XXL, bei dem dieses Feature auch auf die Nebenzeit ausgedehnt wurde, locken mit insgesamt günstigeren Gesprächsgebühren.

Ganz anders ist die Struktur des Tarifs Call Time, dessen Gesprächsgebühren nur geringfügig günstiger als in dem Tarif Call Plus sind. Die höhere Grundgebühr ermöglicht Call Time seinem Nutzer Freiminuten für Telefonate in das deutsche Festnetz. Für T-Net- und T-ISDN-Kunden waren es bisher einheitlich 120 Minuten pro Monat, zum 01. September soll sich das laut Auskunft der T-Com-Pressestelle ändern. Doppelt so viele Inklusivminuten erhalten T-Com-Kunden künftig mit dem Call Time-Tarif, nämlich 240 und das ohne eine Preiserhöhung. Das gilt jedoch nur für T-ISDN-Kunden, die, wie T-Com dem Telespiegel heute erläuterte, einen entsprechenden Hinweis auf ihrer Telefonrechnung finden werden. Für Kunden mit dem T-Net Call Time-Tarif bleibt also alles beim alten.

Der Vollständigkeit halber sollen auch die beiden Optionen, die zu T-Net und T-ISDN gebucht werden können, nicht ungenannt bleiben. XXL Local, das mit allen T-Net und T-ISDN-Tarifen kombinierbar ist, erlaubt für zusätzliche 9,95 € pro Monat Telefonate in dem eigenen Vorwahlbereich, ohne dass dafür zusätzliche Kosten anfallen. Wählt der Kunde CountrySelect zu seinem T-Com-Tarif, kann er bis zu drei Länder wählen. Die Verbindungen in diese Länder sind dann entsprechend der Preisliste günstiger, dafür muss er pro gewähltes Land monatlich einen Euro Umsatz erzeugen.

Bei allen „kostenlosen„ Gesprächen von einem T-Com-Anschluss in das deutsche Festnetz ist eines zu bedenken. Die Deutsche Telekom berechnet ihren Kunden für Verbindungen mit Festnetz-Anschlüssen der alternativen Telefongesellschaften wie zum Beispiel Arcor zusätzliche Gebühren. Diese sogenannten Interconnection-Gebühren entstehen bei der Weiterleitung in ein Fremdnetz und werden von T-Com an den Kunden weitergegeben. Auch Nutzer des Call-by-Call können mit den Freiminuten wenig anfangen, denn die Gespräche werden von dem Call-by-Call-Anbieter berechnet. Der T-Com-Kunde kann seine Inklusivminuten also nur für Anrufe ohne die Vorwahl einer Call-by-Call-Nummer bei anderen T-Com-Kunden verbrauchen, ansonsten und auch bei Telefonaten mit Kunden eines Unternehmens fallen zusätzliche Gebühren an.

Weitere Informationen

T-Net mit Call Plus
T-Net mit Call Time
T-Net mit XXL
T-ISDN mit Call Plus
T-ISDN mit Call Time
T-ISDN mit XXL
Dt. Telekom – Tarife und Anschlüsse

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