Der Turbo von der Dt. Telekom – VDSL regional verfügbar

Telekom

In den letzten Monaten waren auf den Straßen deutscher Großstädte Aktivitäten zu beobachten. Große, weiße Kästen wurden aufgestellt, auf ihnen prangt das Logo der T-Com. Diese sogenannten Outdoor-DSLAMs dienen als Verteilerkästen für das neue VDSL-Netz der Deutschen Telekom. VDSL ermöglicht eine höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit, die mit der Länge des Kabels jedoch erheblich sinkt. Deshalb muss der Verteilerkasten möglichst nahe an dem Anschluss des Kunden stehen, also auf der Straße. Zwischen ihm und dem Kundenanschluss liegt dadurch ein relativ kurzes Kupferkabel, der Rest wird über Glasfaserkabel erledigt.

Auf diese Weise könnten theoretisch Bandbreiten, also Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde erreicht werden. Der schnellste verfügbare DSL-Anschluss ermöglichte bisher eine DSL-Geschwindigkeiten von maximal 16.000 KBit/s im Download. Die VDSL-Technik bietet genügend Bandbreite für das sogenannte Triple-Play. Der Kunde erhält dadurch einen Internet-Zugang, TV (IP-TV) in HDTV-Qualität und Telefonie (Internettelefonie, VoIP) an dem DSL-Anschluss. Die Basis für einen VDSL-Anschluss ist, wie gewohnt, jedoch immer noch einen Festnetz-Anschluss der Dt. Telekom, denn der wird für die Freischaltung des DSL-Anschlusses an dem Telefonkabel vorausgesetzt.

Vorerst gibt es den VDSL-Anschluss mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 MBit/s (Download) und 5 MBit/s (Upload). Im nächsten Jahr wird der Kunde auch einen VDSL-Anschluss mit einer Bandbreite von bis zu 50 MBit/s (Download) und etwa 10 MBit/s (Upload) wählen können. Der seit heute erhältliche Anschluss VDSL 25 ist jetzt in den 10 deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München und Nürnberg verfügbar. Zukünftig soll das VDSL-Netz in weiteren Städten ausgebaut werden.

T-Com stellt das Netz zur Verfügung, T-Online vermarktet das passende Produkt, obwohl T-Online die Verschmelzung mit dem Mutterkonzern Dt. Telekom genehmigt wurde. (Telespiegel-News vom 01.06.2006) Zu den Gebühren des Telefonanschlusses kommen also die Kosten für den V-DSL-Anschluss und den passenden Tarif von T-Online. Der jetzt verfügbare VDSL-Anschluss kostet monatlich 34,99 €. Hinzu kommen einmalige Kosten in Höhe von 99,95 €, dafür gibt es ein Hardware-Paket bestehend aus Receiver für den Fernsehempfang, WLAN-Router, VDSL-Modem und dem Splitter. Den passenden Tarif benötigt der Kunde selbstverständliche auch. T-Online bietet eine VDSL-Flatrate, die monatlich 19,95 € kostet. Später werden weitere Angebote hinzu kommen. Kunden, die per Internettelefonie von T-Online über ihren DSL-Anschluss telefonieren möchten, können die zusätzlich buchen.

Für monatlich zusätzlich 9,95 € kann ein TV-Angebot von derzeit über 70 TV-Sendern und auch das Pay TV-Angebot von Premiere empfangen werden. Für Fussballinteressierte startet T-Online mit dem Angebot `Bundesliga powered by T-Com´. Wenn die Kunden innerhalb der nächsten Wochen buchen, wird diese monatliche Grundgebühr fünf Monate lang über die Telefonrechnung erstattet. Die Dt. Telekom lockt Interessenten also mit der kostenlosen Hinrunde, für die Rückrunde müssen die Kunden den regulären monatlichen Preis einplanen, bei einer Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr.

Insgesamt sollten die potenziellen Kunden folgende beispielhafte Rechnung machen. Der Telefonanschluss der T-Com kostet in der günstigsten Variante monatlich 15,95 €. Hinzu kommen 34,99 € pro Monat für den VDSL-Anschluss VDSL 25 und 19,95 € für den VDSL-Tarif. Pro Monat kostet dieses Basispaket schon 70,89 €. In Verbindung mit dem TV-Angebot steigert sich die monatlich zu zahlende Summe auf 80,84 € und soll auch die Internettelefonie-Flatrate für Gespräche in das deutsche Festnetz genutzt werden, liegen die monatlichen Ausgaben bei insgesamt 90,79 €. Hinzu kommen die einmaligen Kosten für Telefonanschluss und VDSL. Ob das VDSL-Angebot den Kunden eine solche Investition wert ist?

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