Neues von eBay – Änderung des Gebührenmodell und Bewertungssystem

eBay

Der eine möchte ein gebrauchtes Handy zu seinem neuen Discount-Handytarif kaufen, der andere hat vor, endlich die ungeliebten Weihnachtsgeschenke zu verkaufen. Es gibt viele Gründe, aus denen die Internetnutzer bei eBay handeln. Und so vielseitig wie die Angebote sind, so unterschiedlich sind die Menschen, die sich auf dem Online-Marktplatz tummeln. In den letzten Jahren haben vermehrt professionelle Händler die Plattform für sich entdeckt. Doch der Erfolg des Online-Auktionshauses stockte. Als zu hoch empfinden viele Nutzer die Gebühren, die eBay für den Verkauf von Artikeln erhebt und zu viele schwarze Schafe haben sich unter die eBay-Gemeinschaft gemischt. Das Unternehmen eBay versucht mit einigen Änderungen dem Kundenschwund und der steigenden Unzufriedenheit seiner Nutzer entgegen zu wirken. Heute kündigte eBay unter anderem eine neue Preisstruktur für private und gewerbliche Verkäufer und die Weiterentwicklung des Bewertungssystems an.

Die klassische 1-Euro-Auktion soll private Verkäufer zukünftig keine Einstellgebühr kosten. Die betrug bisher 25 Cent. In Verbindung mit einem Galeriebild, das dem Suchenden in der Ergebnisübersicht angezeigt wird, war sie im Rahmen der Aktion Volks-Auktion bereits für 49 Cent zu haben. Für dieses Angebotsmodell inklusive Galeriebild zahlen Privatverkäufer, die einen Artikel mit einem Euro Startpreis anbieten, ab dem 20. Februar keine Angebotsgebühr mehr. Im Gegenzug wird die Verkaufsprovision angehoben. So beträgt die Provision, die eBay für einen erfolgreichen Verkauf über seine Plattform von privaten Verkäufern kassiert, beispielsweise bei einem Verkaufpreis von unter 50,- € nicht mehr 5 Prozent, sondern 8 Prozent des Kaufpreises. Insgesamt wird das eBay-Gebührenmodell also umsatzabhängiger. Und auch gewerbliche Verkäufer sind von Änderungen betroffen. Mit geringeren Gebühren und Preisnachlässen will eBay die Nutzer zudem locken, die neue eBay-Kreditkarte und die eBay-Tochter PayPal als Bezahlsystem zu verwenden. Deren Deckungssumme, die PayPal im Rahmen seines Käuferschutzes bietet, wird übrigens von 500,- € auf 1000,- € erhöht.

Das eBay-Bewertungssystem wurde in der Vergangenheit bereits einigen Veränderungen unterzogen. Es soll als Abbild der Kauf- und Verkaufaktivitäten eines eBay-Mitglieds dienen und ist oft der einzige Anhaltspunkt eines potenziellen Handelpartners, einen Käufer bzw. Verkäufer bei eBay einzuschätzen. Bereits vor einigen Tagen war im Gespräch, dass eBay-Verkäufer ihre Kunden zukünftig nur noch positiv bewerten können. Dadurch soll verhindert werden, dass unzufriedene Käufer die Befürchtung haben müssen, bei einer negativen oder neutralen Bewertung aus Rache des Verkäufers ihrerseits schlecht bewertet werden. Diese Änderung tritt voraussichtlich im Juni in Kraft.

Neu ist ebenfalls, dass negative oder neutrale Bewertungen von Mitgliedern, deren Account gesperrt wurde oder die nicht auf eine Meldung wegen eines nicht bezahlten Artikels reagieren, gelöscht werden. Außerdem werden zukünftig auch mehrere Bewertungspunkte gezählt, die von dem selben Käufer stammen, vorausgesetzt die Käufe wurden in einem Abstand von einer Woche getätigt. Auch neu: Zwar werden die Bewertungspunkte seit Beginn der Mitgliedschaft berechnet, der Prozentsatz der Bewertungen basiert aber lediglich auf den Bewertungen der letzten 12 Monate. Gegen vorschnelle negative und neutrale Bewertungen richtet eBay eine dreitägige Sperre ein, in der lediglich die positive Bewertung eines Handelspartners möglich ist. Erst danach können auch schlechte Bewertungen abgegeben werden. Und das zukünftig auch nur noch in einem Zeitraum von insgesamt 60 Tagen. Bisher hatten die Handelspartner 90 Tage Zeit, eine gegenseitige Bewertung abzugeben.

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