Während manche Unternehmen durch die Krise dümpeln wächst der Online-Handel. Das Shoppen im Internet findet immer mehr Freunde. Schließlich ist es bequem und oft günstiger. Doch der Einkauf in dem Internet kann mit einem Ärgernis enden. Denn auch die schwarzen Schafe sind online. Die Frankfurter Polizei berichtete beispielsweise von einem mutmaßlichen Betrüger, der seine Kunden auf dem Onlinemarktplatz eBay um rund 200.000,- € prellte. Vor rund 2 Jahren richtete der Mann mit einem verfälschten slowenischen Pass zwei Konten bei einer Frankfurter Bank ein. Danach meldete er ein Mitgliedskonto bei eBay an. Über dieses Konto verkaufte er zunächst Dinge mit geringem Wert und wickelte diese Käufe korrekt ab. Sein Profil bei eBay erhielt dadurch viele positive Bewertungen und bekam sogar den Powerseller-Status.
Im vergangenen Monat dann bot der Mann über diesen Account höherwertige Artikel an, insbesondere Handys und Navigationsgeräte. Damit erzielte er innerhalb kurzer Zeit einen Umsatz in Höhe von rund 200.000,- €. Doch er versendete keine Ware an die Käufer, die ihm den Kaufpreis überwiesen hatten. Statt dessen hob er das Geld innerhalb von drei Tagen an verschiedenen Geldautomaten ab und verschwand spurlos.
Die geprellten Opfer, die mit dem positiven Bewertungsprofil des Verkäufers im Blick zuvor bezahlt hatten, warteten vergeblich und einige erstatteten bereits Anzeige. eBay hat den Account des Verkäufers inzwischen gesperrt. Wer der Mann ist und wohin er verschwand, ist derzeit noch unklar. Auch die Durchsuchung seiner `Geschäftsräume´ brachten kein Ergebnis, sie waren leer geräumt. Die Ermittlungen dauern an.
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