
Insgesamt 27 Auktionstage dauerte die Versteigerung der neuen Mobilfunkfrequenzen, die heute nach 224 Auktionsrunden überraschend endete. Es kamen diverse Funkfrequenzen unter dem Hammer, Frequenzen aus den Bereichen bei 800 MHz, 1,8 GHz, 2,0 GHz und 2,6 GHz im Umfang von insgesamt etwa 360 Megahertz.
Einige der Frequenzen stammen aus der Umstellung vom analogen auf den digitalen Rundfunk. Diese Frequenzen um den 800 Megahertz-Bereich, Digitale Dividende genannt, sind bei den Mobilfunk-Unternehmen besonders begehrt, weil sie ein leistungsfähiges Netz mit besonders geringen Investitionen ermöglichen. Die in der Frequenzauktion versteigerten Frequenzen sollen dazu dienen, die Mobilfunknetze für kommende Datenübertragungsaufkommen und Techniken (LTE) zu rüsten und die Verfügbarkeit in ländlichen Gegenden auszubauen. Die Auflage der Bundesnetzagentur lautet, bis zum Jahr 2019 90 Prozent der unterversorgten Gebiete mit einem Breitbandanschluss auszurüsten.
An dem Bieter-Wettstreit waren vier Unternehmen beteiligt, nämlich die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone, o2 und E-Plus. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, erwarb die Telekom (T-Mobile) insgesamt 10 Frequenzblöcke für rund 1,3 Milliarden Euro, Vodafone D2 12 Blöcke für mehr als 1,4 Milliarden Euro, Telefonica o2 11 Blöcke für rund 1,4 Milliarden Euro und die Erste MVV Mobilfunk Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (E-Plus) 8 Blöcke für rund 284 Millionen Euro. E-Plus ersteigerte keinen der begehrten Frequenzblöcke um 800 Megahertz. Insgesamt brachte die Versteigerung nur rund die Hälfte des von Analysten erwarteten Betrags ein.
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