Hackerangriffe auf VeriSign – Angeblich keine Gefahr für die Internetsicherheit

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Erst wenige Tage ist es her, dass das Sicherheitsunternehmen Symantec einen Hackerangriff und den Diebstahl von Produktquellcodes zugeben musste. (telespiegel-News vom 23.01.2012) Nun wurden Angriffe auf ein weiteres Sicherheitsunternehmen bekannt, die ebenfalls einige Jahre zurückliegen. Bei dem Unternehmen handelt es sich um die amerikanische VeriSign Inc., die unter anderem Top-Level-Domains betreibt und etwa die Hälfte aller DNS-Root-Nameserver des Internets betreibt. Die Sparte der Secure Sockets Layer (SSL) wurde im Jahr 2010 an Symantec verkauft. Die SSL-Infrastruktur sei jedoch nicht von den Hackerangriffen betroffen, erklärte Symantec. VeriSign teilte mit, man gehe nicht davon aus, dass das Domain Name System (DNS) oder die Sicherheitsstruktur des Unternehmens gefährdet sei. Wäre dem nicht so, könnte das eine Katastrophe für die Internetsicherheit bedeuten. Denn über das DNS werden die Webseiten-Aufrufe der Internetnutzer gesteuert.

Welche Informationen die Hacker gestohlen haben, geht aus den Berichten nicht spezifisch hervor. Nur dass die gestohlenen Daten missbräuchlich genutzt werden könnten, aber noch kein Fall bekannt sei, in dem sie es wurden. Man habe auf die Angriffe reagiert und Maßnahmen eingeleitet, heißt es seitens VeriSign.

Dass der Angriff stattfand, erfuhr die Öffentlichkeit lediglich durch einen Börsenbericht, zu dem das Unternehmen verpflichtet war. Demnach waren im Jahr 2010 mehrfach Hacker in die Computersysteme von VeriSign eingedrungen und hatten Daten von Computern und Servern des Unternehmens entwendet. Erst seit Ende 2011 soll das Management von den Angriffen gewusst haben. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte schließlich darüber berichtet.

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