Studie – Menschen verbringen einen Tag pro Woche am Smartphone

smartphone

Wenn ein Mensch 22,4 Stunden in der Woche mit einer Tätigkeit verbringt, muss das kein Halbtagsjob sein. Im Gegenteil: Diese Zeitspanne drückt aus, wie lange die Menschen pro Woche ihr Smartphone aktiv nutzen. Während die Teilzeitbeschäftigten aber Geld verdienen, dient dem durchschnittlichen Nutzer sein Smartphone zur Kommunikation, zum Spielen und zum Ansehen von Videos. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des weltweit renommierten Marktforschungsinstituts TNS-Infratest.

Ein ganzer Wochentag fürs Smartphone

Ob Zeitverschwendung, Arbeit oder Zerstreuung – das Smartphone dominiert im Leben der Altersgruppe zwischen 16 und 30 Jahren. Ganze 3,2 Stunden pro Tag verbringen die Befragten an ihrem mobilen Gerät im weltweiten Durchschnitt. In Deutschland sind es "nur" 2,8 Stunden. 60.000 Menschen hat das Institut im Rahmen der Studie Connected Life weltweit befragt. Connected Life repräsentiert dabei nach Angaben von TNS-Infratest länderübergreifend die "Online-Bevölkerung".

Digitaler Graben: Jugend konsumiert anders am Smartphone

Die Ergebnisse zeigen Eindrucksvoll, wie sich die Entwicklung zwischen der Altersgruppe und der Generation zwischen 46 und 65 Jahren (Baby-Boomers) unterscheidet. Während die sogenannten Millenials (16- bis 30-Jährige) hauptsächlich mit Nachrichtenaustausch, Social Media, Videos und Spielen beschäftigen, dominiert bei den Baby-Boomers die Information durch verschiedene Nachrichtenrubriken (Politik, Wetter usw.) sowie E-Mail und Videos. Messenger-Dienste, Social Networks und Online-Games sind hier deutlich weniger von Bedeutung.

Das Marktforschungsinstitut nennt diese Diskrepanz "digitalen Graben", aus dem sich erhebliche Herausforderungen für Anbieter mobiler Inhalte ergeben. Die gesellschaftliche Spaltung bedeutet in letzter Konsequenz, dass die Jugend anders erreicht wird, aber die Unternehmen nicht den Fehler machen dürfen, die anderen Alters-/Zielgruppen aus dem Blick zu verlieren. Die Ansprache über spezifische mobile Inhalte ist entscheidend für den Erfolg von Marken und Angeboten. Zugleich zeigen auch die Baby-Boomers ein mobileres Konsumverhalten, sodass alte Marketingkanäle allein nicht mehr funktionieren.

Mobile Payment gehört die Zukunft

Neben den enormen Zuspruch für bewegte Bilder gibt es laut Studie noch eine bemerkenswerte Entwicklung. Bereits fünf Prozent der deutschen Millenials bezahlen täglich mit dem Smartphone. Zwar hinkt hier Deutschland gegenüber dem Rest der Welt um durchschnittlich drei Prozentpunkte hinterher, aber der Trend ist eindeutig: Mobile Bezahlsysteme werden zukünftig stark an Bedeutung gewinnen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


1 × zwei =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Verlust der Anonymität – Gesichtsdatenbank PimEyes steht unter Kritik

Verlust der Anonymität

Gesichtsdatenbank PimEyes steht unter Kritik

Die Gesichtsdatenbank PimEyes umfasst ungefähr 900 Millionen Gesichter. Die Datenbank speichert biometrische Daten, weshalb sie nun unter massiver Kritik steht, gegen die Datenschutzgrundverordnung zu verstoßen. Zahlreiche Politiker und Politikerinnen fordern eine strenge Regulierung der Suchmaschine. […]

Versorgungsauflagen – Telefónica droht Bußgeld der Bundesnetzagentur

Versorgungsauflagen

Telefónica droht Bußgeld der Bundesnetzagentur

Da der Mobilfunkanbieter Telefónica die Versorgungsauflagen nicht fristgerecht realisiert hat, droht nun ein Bußgeld in Höhe von 600 000 Euro von der Bundesnetzagentur. Eine Schonfrist, die Telefónica gewährt wurde, geht bis zum 31. Juli dieses Jahres. […]

Kleinanzeigenportal – Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Kleinanzeigenportal

Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Aktuell warnt die Polizei Niedersachsen vor einer Internetbetrugsmasche, die bereits seit längerer Zeit bekannt ist. Die Betrüger täuschen bei einem Kleinanzeigenportal gefälschte PayPal-Bezahlungen vor. Das Geld wird bei dem betroffenen Verkäufer jedoch nie auf dem Konto eingehen. […]

Home-Router im Test – erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Home-Router im Test

Erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Sicherheitsforscher des Frauenhofer-Instituts haben 127 Home-Router unter die Lupe genommen und auf verschiedene Sicherheitsaspekte geprüft. Keines der getesteten Geräte war frei von Schwachstellen. Im Gegenteil: einige Router weisen sogar erhebliche Sicherheitsmängel auf. […]