Urlaubsgefahr – Smartphones nicht ins Meerwasser mitnehmen

In weiten Teilen der Republik sind noch Sommerferien. Viele Menschen liegen an den Stränden von Nord- und Ostsee oder ihrer Reiseziele. Natürlich gehört auch das Smartphone mit zur Reiseausrüstung. Am Strand mal eben Nachrichten checken, rumsurfen oder Musik hören. Da die neueste Smartphone-Generation sogar wasserdicht ist, nehmen viele Nutzer ihr Gerät sogar ins Meer mit. Ein fataler Fehler. Zwar hält ein „wasserdichtes“ Gerät den Sturz in die Badewanne aus oder kann auch mal in eine Pfütze fallen, Salzwasser ist aber alles andere als unschädlich für die feine Technik im Inneren.

Salzwasser ist schädlich für Smartphones

Auch wenn ein Smartphone wasserdicht ist – zumindest Feuchtigkeit dringt in das Gerät bei einem Sturz in das Nass ein. Häufig wird das Innenleben der Geräte richtig nass. Das ist nicht das Ende der Funktionsfähigkeit. Wer dem Ratgeber „Handy fällt ins Wasser – was tun?“ des telespiegel folgt, kann sein Gerät meistens retten.

Anders sieht es bei Urlaubern aus, die sich auf dem Meer treiben lassen und denen ihr Gerät ins Wasser fällt. Oder bei Nutzern, die eine Angabe wie „wasserdicht bis einen Meter Tiefe“ wörtlich nehmen und im Meer sogar mit dem Smartphone tauchen. Denn das Salzwasser enthält Salzkristalle, die im inneren des Gehäuses die Kontakte und Elektronik angreifen. Die Technik wird so stark beeinträchtig. Wer nicht schnell genug mit einer Spülung mit Süßwasser oder gar destilliertem Wasser reagiert, muss mit bleibenden Beschädigungen bis zur Unbrauchbarkeit rechnen. Auch Anschlussbuchsen und Lautsprecher können Schäden durch Salzwasser erleiden.

Es gibt nur eine sichere Möglichkeit, das Smartphone am und im Salzwasser zu nutzen: ein spezielles Unterwassergehäuse. Dann sind im flachen Wasser sogar Fotos und Videoaufnahmen möglich.

Smartphones – wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht

Das grundsätzliche Missverständnis beginnt mit dem Begriff „wasserdicht“. Dieser ist nach IP-Standard definiert und wird mit einer Zahl gekennzeichnet. Die erste Ziffer steht für die Staubbeständigkeit, die zweite für Wasserdichte. Das Samsung Galaxy S6 ist beispielsweise gegen die Folgen durch das Eindringen von Wasser bis einen Meter Tiefe und 30 Minuten geschützt. Dafür steht die 7 im IP-Standard 67. Das kommende iPhone soll ebenfalls wenigstens durch den Standard IP 67 geschützt sein. Ziffern unter 5 bedeuten lediglich einen Spritzwasserschutz. Das Eintauchen in Flüssigkeit verursacht bei diesen Geräten auch ohne Salzgehalt Schäden.

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