Ausbau – Vereinbarung von Niedersachsen und Deutsche Glasfaser

Ausbau - Vereinbarung von Niedersachsen und Deutsche Glasfaser

In der vergangenen Woche wurde eine bedeutsame Kooperationsvereinbarung zwischen dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies und Andreas Pfisterer, dem CEO von Deutsche Glasfaser, besiegelt. Diese Vereinbarung hat das Ziel, die Breitbandinfrastruktur in Niedersachsen zu stärken, die Kooperation zwischen dem Unternehmen und der Landesregierung zu vertiefen und den Netzausbau weiter voranzutreiben. Die Regierung von Niedersachsen fördert dabei eine effizientere Gestaltung der Genehmigungsprozesse, einschließlich alternativer Verlegemethoden, und setzt sich für weniger Bürokratie, eine schlanke Regulierung und fairen Wettbewerb ein. Im Austausch dafür wird Deutsche Glasfaser ihre Projekte transparent gestalten und ihre Daten teilen. Durch optimierte Genehmigungsprozesse, standardisierte Bautechniken und weitere praktische Unterstützungen wird der Ausbau nicht nur beschleunigt, sondern auch kosteneffizienter durch geringeren Verwaltungsaufwand. Dies führt zu einer Win-win-Situation: Mit mehr verfügbaren Daten und kostengünstigerem Ausbau können mehr Gebiete in Niedersachsen eigenständig erschlossen werden.

Glasfaserausbau ist Wirtschaftsfaktor

Glasfasernetze sind mittlerweile ein entscheidender Faktor für wirtschaftliche Standorte sowie für Wohn- und Lebensentscheidungen in Deutschland. Die vergangenen Jahre haben sowohl die Vorteile als auch die Notwendigkeit leistungsfähiger und sicherer Kommunikationsnetze deutlich gemacht. Glasfasernetze bieten gegenüber den herkömmlichen Kupfernetzen klare Vorteile in Bezug auf Bandbreite, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz und werden diese voraussichtlich zeitnah ablösen. Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur wird zu etwa 90 Prozent von der Privatwirtschaft finanziert, während etwa 10 Prozent durch Fördermittel unterstützt werden. Das Land Niedersachsen und lokale Kommunen haben in den letzten Jahren beinahe eine Milliarde Euro in den Ausbau investiert. Allerdings zeigen sich Engpässe nicht mehr primär in der Finanzierung, sondern in begrenzten Kapazitäten bei der Bauwirtschaft und den Genehmigungsbehörden. Daher fördert das Land nun verstärkt effizientere Bauweisen, Standardisierung und die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren sowie den Einsatz zusätzlichen Genehmigungspersonals, um die verfügbaren Investitionsmittel effektiv nutzen zu können.

Positive Bilanz im Niedersachsen

In Niedersachsen ist die Versorgung mit Gigabit- und Glasfaseranschlüssen laut dem Bundes-Gigabit-Grundbuch hervorragend, das Land belegt Platz 2 unter den Flächenländern und den ersten Platz beim Zuwachs an Glasfaseranschlüssen. Die Versorgungssituation in Niedersachsen ist nicht nur gut, sondern verbessert sich im Vergleich zu anderen Bundesländern weiter. Aktuell verfügen 75 Prozent der Haushalte über Gigabit-Anschlüsse und 41 Prozent über Glasfaseranschlüsse. Geplante und laufende Ausbauprojekte werden die Verfügbarkeit von Gigabit-Anschlüssen auf über 80 Prozent und die von Glasfaseranschlüssen auf über 60 Prozent erhöhen.

Olaf Lies: „Die Deutsche Glasfaser hat in Niedersachsen bereits rund 450.000 Anschlüsse hergestellt. Aktuell werden weitere 110.000 Anschlüsse gebaut. Bis Ende 2027 beabsichtigt das Unternehmen, etwa 950.000 Anschlüsse eigenwirtschaftlich – ohne Förderung – herzustellen. Das sind gute Nachrichten für Niedersachsen, denn das Unternehmen steht beispielhaft dafür, dass der Markt hochdynamisch ist.“

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