
Die erste bundesweite Mobilfunk-Messwoche hat der Bundesnetzagentur einen gewaltigen Datenschub beschert. Mehr als 150.000 Bürger beteiligten sich an der Aktion und lieferten innerhalb einer Woche rund 145 Millionen neue Messpunkte zur tatsächlichen Mobilfunkversorgung in Deutschland. Die anonym erhobenen Daten sollen helfen, Funklöcher und Gebiete mit schlechter Netzqualität schneller zu erkennen und den weiteren Netzausbau gezielter voranzutreiben.
Vom 26. Mai bis zum 1. Juni 2025 konnten Smartphone-Nutzer mit der kostenlosen App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur ihre Netzqualität im Alltag erfassen. Anders als die von den Netzbetreibern gemeldeten Versorgungsdaten spiegeln diese Messungen die tatsächlich erlebte Mobilfunkqualität wider – etwa auf Pendelstrecken, in Wohngebieten oder in ländlichen Regionen. Die Messwoche war eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen.
Weniger als ein Prozent ohne Mobilfunk
Die ersten Auswertungen zeigen, dass ein kompletter Mobilfunkausfall vergleichsweise selten ist. Weniger als ein Prozent aller Messungen wurden ohne jeglichen Mobilfunkempfang durchgeführt. Rund 51 Prozent der Messungen erfolgten im 4G-Netz (LTE), während bereits etwa 47 Prozent über das schnellere 5G-Netz liefen. Diese Zahlen geben allerdings nur einen ersten Überblick und lassen keine Rückschlüsse auf einzelne Regionen zu.
Daten fließen in die Funklochkarte ein
Alle anonymisierten Messdaten werden in die Funklochkarte der Bundesnetzagentur übernommen und regelmäßig aktualisiert. Dadurch entsteht ein immer genaueres Bild der Mobilfunkversorgung aus Sicht der Nutzer. Besonders wertvoll sind Messungen in Regionen, für die bislang nur wenige Daten vorlagen.
Die Bundesnetzagentur betont, dass diese Nutzerdaten eine wichtige Ergänzung zu den Versorgungsmeldungen der Netzbetreiber darstellen. Denn theoretische Netzabdeckung und tatsächlich erlebte Verbindungsqualität stimmen nicht immer überein.
Auch außerhalb der Messwoche möglich
Wer die Aktion verpasst hat, kann weiterhin zur Verbesserung der Datengrundlage beitragen. Die App „Mobilfunk-Check“ steht dauerhaft kostenlos zur Verfügung und sammelt – nach Zustimmung des Nutzers – auch außerhalb der offiziellen Messwochen anonymisierte Daten. So wächst die Datengrundlage kontinuierlich weiter.
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