
Wenn die Temperaturen draußen langsam steigen und die Tage länger werden, fangen viele Menschen an, sich Gedanken über ihren Urlaub zu machen. Schließlich möchte man die warme Jahreszeit in vollen Zügen genießen und auch mal aus dem Alltag ausbrechen. Während sich einige Menschen in diesem Zusammenhang dafür entscheiden, im Inland Urlaub zu machen, zieht es andere in die Ferne. Ganz egal, ob der Urlaub jedoch im Inland oder im Ausland stattfindet, ist es immer wichtig, einige Maßnahmen zu ergreifen und bestimmte Aspekte im Hinterkopf zu behalten, um Internetfallen zu umgehen und sorgenfrei im Netz unterwegs sein zu können.
Warum die Internetfallen nicht nur im Ausland lauern
Oft gehen Urlauber davon aus, dass die Internetfallen nur dann auftreten, wenn sie sich ins Ausland begeben. In Wahrheit lauern diese Gefahren jedoch auch im Inland, weshalb es grundsätzlich wichtig ist, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Wenn man es noch genauer nimmt, lauern die Gefahren eigentlich immer dann, wenn man das eigene sichere WLAN-Netz verlässt und somit auf das mobile Internet oder öffentliche Internetzugänge angewiesen ist.
Diese Internetfallen gibt es
In dem Zusammenhang mit den Internetfallen, die vor allem im Urlaub nicht in den Hintergrund geraten und mit denen sich Reisende folglich auseinandersetzen sollten, spielen vor allem:
- Öffentliche Internetzugänge
- USB-Ladestationen
- Hohe Gebühren
eine große Rolle.
Die öffentlichen Internetzugänge
Öffentliche Internetzugänge sehen auf den ersten Blick harmlos aus und scheinen äußerst nützlich zu sein. Schließlich kann man sich ganz einfach in das Netz einwählen und dann problemlos im Internet surfen. An und für sich spricht auch nichts dagegen, öffentliche WLAN-Netze zu nutzen, solange man weiß, wie man sich am sichersten verhält. Denn was auf den ersten Blick als großer Vorteil aussieht, versteckt einige ernst zu nehmende Gefahren hinter sich.
Täglich wählen sich zahlreiche Menschen in öffentliche WLAN-Netze ein, wozu auch Hacker gehören. Diese wollen nicht einfach nur das kostenlose Internet nutzen, sondern sich gezielt auf die Suche nach Opfern machen, die sie zum leichten Fressen machen.
Wer im öffentlichen Internet:
- sensible Daten aufruft
- Überweisungen tätigt oder einen Blick auf das Konto wirft
- Online-Käufe tätigt
teilt diese Informationen unter Umständen mit Hackern, die sich in das Netz eingeschlichen haben und sämtliche Geräte, die über diese Internetverbindung im Internet unterwegs sind, ausspionieren.
USB-Ladestationen
Vor allem im Urlaub kommt es durchaus öfter vor, dass man den ganzen Tag unterwegs ist und infolgedessen nicht in die Unterkunft zurückkehrt, um das Smartphone dort aufladen zu können. Wenn also der Akku langsam immer leerer wird, kommen öffentliche Ladestationen wie gerufen. Zumindest sieht es auf den ersten Blick so aus. Doch genau wie es bei öffentlichen WLAN-Netzen der Fall ist, sind auch die öffentlichen Ladestationen mit einigen Risiken verbunden. Denn Hacker haben nicht nur Mittel und Wege, sich einen Zugang zu Geräten zu verschaffen, die sich in öffentliche WLAN-Netze einwählen, sondern sie können auch Geräte ausspionieren, die über öffentliche Ladestationen aufgeladen werden.
Hohe Gebühren
Innerhalb der EU ist es in der Regel kein Problem, die mobilen Daten zu nutzen. Urlauber müssen sich somit meistens keine Gedanken um hohe Kosten machen. Wenn der Urlaub jedoch im EU-Ausland stattfindet, kann die Internet-Rechnung schneller höher werden, als einem lieb ist. Es ist aus diesem Grund durchaus ratsam und wichtig, sich vor dem Urlaub beim Mobilfunkanbieter darüber zu informieren, wie hoch die Roaming-Kosten im Urlaubsland ausfallen.
Diese Maßnahmen sollte man treffen
Urlauber sind den genannten Internetgefahren nicht wehrlos ausgesetzt. In der Tat gibt es durchaus einige Maßnahmen, die sie ergreifen können, um sich auf der sicheren Seite zu befinden.
Die eSIM
Eine beliebte und vor allem zuverlässige Lösung, die immer mehr Urlauber für sich entdecken, ist die Verwendung einer mobilen SIM‑Karte. Wer zum Beispiel in die Türkei reist und sich für diese Zwecke eine eSIM für die Türkei besorgt, schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:
- Man muss sich keine Sorgen um versteckte Roaming-Gebühren machen und kann gleichzeitig problemlos die funktionierende Internetverbindung während des Urlaubs nutzen. Daraus ergibt sich auch, dass man sich nicht in öffentliche WLAN-Netze einwählen muss, um von einer guten und stabilen Internetverbindung profitieren zu können.
- Es besteht keine Gefahr, die SIM‑Karte zu verlieren, da eine eSIM nicht physisch ist.
Die VPN und andere Sicherheitsmaßnahmen
Wenngleich eine eSIM für eine stabile Internetverbindung im Urlaubsland sorgt und folglich dafür sorgt, dass sich Urlauber nicht in öffentliche WLAN-Netze einwählen müssen, heißt das nicht, dass man gar keinen Gefahren ausgesetzt ist. Wer sich über die mobilen Daten im Internet bewegt, sollte immer berücksichtigen, dass immer einige Gefahren lauern, die nicht zu unterschätzen sind.
Um also vollkommen beruhigt zu sein und guten Gewissens im Internet surfen zu können, ist es zudem wichtig:
- ein VPN zu nutzen, um es Hackern somit deutlich schwerer zu machen, sich sensible Informationen zu besorgen.
- immer darauf zu achten, dass sich das verwendete Gerät auf dem neuesten Stand befindet und immer alle System-Updates durchgeführt werden.
- eine Anti-Virus-Software zu haben und bei dieser immer darauf zu achten, dass diese aktuell ist.
- Powerbanks zu nutzen, um so unterwegs immer die Möglichkeit zu haben, das eigene Gerät aufzuladen, ohne öffentliche Ladestationen nutzen zu müssen.
Weitere Hinweise für das Internet im Urlaub
Neben den genannten Hinweisen, die sich Urlauber in Bezug auf die Internetverbindung zu Herzen nehmen sollten, gibt es auch weitere Aspekte, die man nicht vergessen sollte. Zu diesen gehören unter anderem die Folgenden:
- Es sollte nie auf den sozialen Medien geteilt werden, wann man wo ist, um zu verhindern, dass sich Einbrecher auf den Weg zu den Wohnungen und Häusern begeben, die gerade leer sind. Vor allem die Urlaubszeit ist eine beliebte Einbruchszeit, da viele Menschen über die sozialen Medien ganz genau mitteilen, wann sie nicht zu Hause sind.
- Wichtige E-Mails mit sensiblen Daten und andere Dinge, bei denen mit sensiblen Daten umgegangen wird, sollten immer erst dann erledigt werden, wenn man sich in einem sicheren WLAN-Netz befindet.
- Es bietet sich immer an, vor der Abreise ein Backup durchzuführen, um alle wichtigen Daten zu sichern. So ist man für den Ernstfall geschützt, falls das Gerät während des Urlaubs geklaut oder verloren werden sollte. In diesem Zusammenhang ist es auch sinnvoll, darauf zu achten, dass das eigene Gerät mit PIN, Face-ID und/oder Fingerabdruck geschützt ist.
Wer sich diese Hinweise bezüglich der Internetfallen und der Internetnutzung zu Herzen nimmt, kann den bevorstehenden Urlaub in vollen Zügen genießen. Denn schließlich leben wir in einer Zeit, in der das Internet fest zum Alltag dazugehört und im Urlaub durchaus Vorteile mit sich bringt. So kann man Bewertungen von Restaurants einholen, bevor man diese besucht, Tickets für Attraktionen und Aktivitäten buchen und das Navigationssystem nutzen, wenn man sich einmal nicht zurechtfindet.
Bei all diesen vorteilhaften Aspekten der Internetnutzung im Urlaub sollte jedoch auch nicht vergessen werden, diesen fernab von Internet und Co. zu genießen. Sicherlich ist es gut zu wissen, das Internet problemlos nutzen zu können, doch gelegentlich sollte das Gerät schlicht und ergreifend beiseitegelegt werden, um den Urlaub wirklich zu genießen.
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