Strom- und Gasrechnungen – 3,8 Millionen Menschen im Zahlungsverzug

Strom- und Gasrechnungen – 3,8 Millionen Menschen im Zahlungsverzug

Für Millionen Menschen in Deutschland ist das Bezahlen der Strom- oder Gasrechnung eine Herausforderung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts, lebten im vergangenen Jahr 3,8 Millionen Personen im Zahlungsverzug. Zwar gibt es bei den Zahlungsrückständen einen leichten Rückgang, doch vor allem Mieterhaushalte sind auch weiterhin häufiger betroffen.

Wie viele Menschen sind vom Zahlungsverzug betroffen?

2025 waren rund 3,8 Millionen Menschen in Deutschland bei Versorgungsbetrieben im Zahlungsverzug. Das entspricht 4,6 Prozent der Bevölkerung. Damit ist der Anteil gegenüber dem Vorjahr jedoch leicht gesunken. Denn 2024 waren noch 5 Prozent betroffen. Bei den Angaben handelt es sich um Selbsteinschätzungen der Haushalte.

Weshalb sind Mieterhaushalte stärker betroffen?

Ein Unterschied ist insbesondere beim Blick auf die Wohnsituation festzustellen. In Mieterhaushalten waren im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 5,8 Prozent der Menschen rückständig bei den Zahlungen an Versorgungsbetriebe. In Eigentümerhaushalten lag der Anteil hingegen bei 3,3 Prozent. Gerade für Mieter können hohe laufende Wohnkosten demnach eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellen.

Welche Wohnkosten sind zuletzt besonders gestiegen?

Die Nebenkosten haben sich zuletzt überdurchschnittlich verteuert. Im August dieses Jahres lagen sie 3,1 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Damit stiegen die Nebenkosten stärker als die Verbraucherpreise insgesamt, die im gleichen Zeitraum um 2,9 Prozent zulegten. Zu den Wohnungsnebenkosten zählen unter anderem Wasserversorgung, Müllabfuhr, Gebäudereinigung und die Wartung von Aufzügen.

Wie haben sich die Energiekosten verändert?

Bei der Haushaltsenergie zeigt sich hingegen eine etwas andere Entwicklung. Strom, Gas, Heizöl, Fernwärme sowie feste Brennstoffe waren im August 2026 0,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Allerdings bleiben auch diese Preise auf einem hohen Niveau. Insbesondere die Energiekrise 2022 hatte für einen starken Preisanstieg gesorgt.

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