SMS-Versand bricht ein – Netzagentur veröffentlicht Jahresbericht

SMS-Versand bricht ein - Netzagentur veröffentlicht Jahresbericht

In ihrem Jahresbericht für 2013 hat die Bundesnetzagentur unter anderem interessante Zahlen für die Telekommunikationsbranche veröffentlicht. Neben Details zum Zustand des Telefonnetzes, Anschlusszahlen und Umsätzen gingen die Wettbewerbshüter auch auf die Zahl der versendeten SMS ein. Diese brach gegenüber dem Vorjahr massiv ein.

Nach Daten der Bundesnetzagentur ist die Zahl der versendeten SMS seit Jahren gestiegen. 2012 erreichte die Akzeptanz der mobil versendeten Kurznachrichten mit 59,8 Milliarden einen Höhepunkt. Gegenüber diesem Wert ist die Zahl im vergangenen Jahr massiv um mehr als ein Drittel gesunken. Die Nutzer verschickten 2013 nur noch 37,9 Milliarden SMS. Als Gründe nannte die Bundesnetzagentur die zunehmende Verbreitung der Smartphones und damit verbunden das Ausweichen der Nutzer auf Alternativen. Denn E-Mails und Messenger-Dienste wie WhatsApp sind sehr beliebt und häufig kostengünstiger.

Die Bundesnetzagentur macht in ihrem Jahresbericht deutlich, wie wichtig Breitbandanschlüsse für die Gesellschaft sind. Bei insgesamt stagnierenden oder geringfügig sinkenden Umsatzerlösen im Festnetz (2013 mit Kabelkunden 28,6 Milliarden Euro) und Mobilfunknetz (26,2 Milliarden Euro in 2013) steigt die Zahl dieser Anschlüsse. 2013 gab es 28,7 Millionen Breitbandanschlüsse, von denen 23,2 Millionen klassische DSL-Anschlüsse sind. Doch das Breitband und ähnliche Verbindungen holen auf. Ihr Anteil erhöhte sich von 4,7 auf 5,5 Millionen Anschlüsse. Dieses Wachstum ist insbesondere dem Kundenzuwachs im Kabelfernsehnetz zuzuschreiben, über das die Wettbewerber auch Telefon und schnelle Internetverbindungen ermöglichen. Das Kabelnetz ist für die Unternehmen auch ein wichtiges Ziel für Investitionen. Rund 14 Prozent der insgesamt rund 6,4 Milliarden Euro an Sachinvestitionen flossen in das Kabelnetz.

Zukünftig wird auch das Surfen über das normale Kupferkabelnetz der Telekom schneller, denn die Bundesnetzagentur hat dem Marktführer den Einsatz von Vectoring erlaubt, das theoretisch eine Verdopplung der bisherigen Surfgeschwindigkeiten ermöglicht. In dieser Technik sieht die Bundesnetzagentur einen Schlüssel, um flächendeckend schnelle Internetverbindungen zu gewährleisten.

Auch im Mobilfunk sind leistungsfähige Netze erforderlich, um dem Datentransferaufkommen gerecht werden zu können. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur stieg der Datentransfer im Mobilfunknetz 2013 noch einmal deutlich auf 267 Millionen GB. Im Vorjahr lag diese Zahl nur bei 156 Millionen GB. Dem trugen die Netzbetreiber Rechnung, indem Ende 2013 etwa 70 Prozent der Haushalte ein leistungsstarkes LTE-Netz zur Verfügung stand. Dieses deckt die Regionen jedoch unterschiedlich gut ab.

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