Support-Scam – nach Anrufen sind jetzt Betrugsbanner eine Gefahr

Support-Scam - nach Anrufen sind jetzt Betrugsbanner eine Gefahr

Immer wieder versuchen Betrüger, Windows-Nutzer am Telefon abzuzocken. Sie geben vor, von Microsoft beauftragt zu sein, um ein Sicherheitsproblem auf dem Rechner des Angerufenen zu lösen. In der Folge kommt es zur Installation einer fragwürdigen Software sowie zu horrenden Rechnungen. Nun folgt eine neue Masche. Es poppen beim Surfen Banner auf, die auf eine Sicherheitslücke auf dem Gerät des Nutzers hinweisen. Dieser solle unbedingt eine Servicenummer anrufen, um sein System zu sichern. Die Marktwächter der Verbraucherzentralen warnen davor, dieser Aufforderung nachzukommen. Es handelt sich in beiden Fällen um sogenannten Support-Scam, mit dem Betrüger abzocken wollen.

So funktioniert die Abzocke mit dem angeblichen Microsoft-Hinweis

Die Abzocker buchen Popup-Werbung auf verschiedenen Webseiten. So kann es selbst vorsichtigen Nutzern passieren, dass sich ein überdimensionales Banner öffnet. Dieses füllt den kompletten Bildschirm aus. Enthalten ist ein deutlicher Hinweis auf eine Sicherheitslücke im System. Daher solle der Nutzer dringend die ebenfalls dargestellte Servicerufnummer wählen.

Kommt der Nutzer dem nach, landet er bei einem angeblichen Service-Partner von Microsoft, Bekannt sind unter anderem Unternehmensnamen wie Expert24, Global Technologies, GNR Management Services, PC Fix 911 oder Tet PC Guard. Die Mitarbeiter sind darauf geschult, dem Nutzer eine Fernwartungssoftware zum Download schmackhaft zu machen. Ist dies geschehen, sollen die Nutzer möglichst noch ein Zusatzpaket herunterladen, das jedoch kostenpflichtig ist. Das Problem: Zum einen jubeln die Betrüger dem Nutzer einen teuren Wartungsvertrag unter, zum anderen erhalten Sie durch die Fernwartungssoftware Zugriff auf das Gerät. Das heißt: Während der Nutzer das kostenpflichtige Zusatzpaket kauft, können die Kriminellen die Kreditkartendaten auslesen. Unabhängig davon können sie mit der Software andere Bereiche des Computers abscannen und zum Beispiel Daten und Passwörter stehlen.

Microsoft-Support-Scam: Schutz gegen das Popup-Banner

Für unbedarfte Nutzer ist das Popup-Banner ein Problem. Denn es suggeriert nicht nur eindringlich ein Sicherheitsproblem, sondern lässt sich nicht ohne Weiteres schließen. Es überlagert den gesamten Bildschirm. Abhilfe schafft beim Laptop das Aus- und Anstellen. Alternativ wie bei einem PC die Tastenkombination STRG+ALT+ENTF: Diese öffnet eine Auswahl, zu der der Task-Manager gehört. Unter „Anwendungen“ lässt sich dort der Browser gefahrlos schließen. Reicht das nicht aus, können Nutzer dort unter „Prozesse“ Systemabläufe wie firefox.exe, chrom.exe oder iexplorer.exe schließen. Damit ist der Spuk vorbei. Nutzer können zudem vorab Popup-Fenster in den Browsereinstellungen unterbinden. Wer sich auf das Angebot eingelassen hat, sollte zunächst die Software unter Systemeinstellungen entfernen und anschließend zusätzlich mit einen Virenscanner nach verdächtigen Dateien suchen. Unabhängig davon stehen die Marktwächter mit ihrem Beschwerdepostfach zur Verfügung.

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