Popup-Hinweise – niemals eingeblendete Telefonnummern anrufen

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Ein Internetnutzer surft auf verschiedenen Webseiten. Plötzlich springt eine Meldung auf. Ein Text im Pop-up-Fenster erklärt unmissverständlich, dass ein Computerproblem vorliegen und der Nutzer dringend die angegebene kostenfreie Rufnummer der Servicestelle kontaktieren soll. Nur so könne das Problem gelöst werden. Beim Anruf versuchen jedoch Trickbetrüger teure Leistungen zu verkaufen oder Daten auszuspähen. Ein Computerproblem hingegen existiert gar nicht. Die Bundesnetzagentur kennt diese Masche und hat nach Hinweisen nun vier solcher Rufnummern abgeschaltet.

Der Trick: Banner animieren zum Anruf

Der Trick ist so alt wie die Internetwerbung. Das aufspringende Fenster suggeriert, dass ein ernsthaftes Problem vorliegt. Der Nutzer wird so animiert, die Rufnummer zu wählen. Da es sich um eine 0800er-Nummer handelt, ist der Anruf zudem kostenlos. Die Hemmschwelle sinkt weiter. Was nun folgt, hat jedoch nichts mit einer Hilfeleistung zu tun. Denn der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung gibt sich zunächst als kompetenter Service-Mitarbeiter von Unternehmen wie zum Beispiel Microsoft aus. Dem Anrufer wird im Laufe des Gesprächs erläutert, dass sein Computer ein riesiges Sicherheitsleck beinhaltet. Je nach Masche geht es um einen Virus, der beim Surfen automatisch gefunden wurde oder um eine Sicherheitslücke im Betriebssystem. Nun wird dem Anrufer erläutert, dass er entweder eine kostenpflichtige Hilfe beauftragen muss oder den Zugriff auf den Computer gewähren muss, um das Problem zu beseitigen. So zocken Betrüger entweder Geld ab oder erlangen mit einer zu installierenden Software sogar Zugriff auf den Computer. In diesem Fall können sie sogar Passwörter auslesen.

Aufpoppende Meldungen beim Surfen sind niemals Systemmeldungen

Die Bundesnetzagentur hat nun vier der von den Betrügern genutzten Rufnummern abgeschaltet. Das ist jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn die Kriminellen schalten schnell neue Telefonnummer, um ihre Masche fortzusetzen.

Nutzer können sich in erster Linie mit einer gesunden Portion Misstrauen schützen. Auch wenn die Pop-up-Fenster wie Systemmeldungen von Windows aussehen oder zum Anrufen nachdrücklich auffordern:

Microsoft und andere Softwarehersteller fordern niemals auf, zur Beseitigung von Problemen sofort eine Rufnummer zu wählen.

Wer immer ein Pop-up-Fenster mit einer Telefonnummer sieht, sollte extrem vorsichtig sein. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Einblendung in Form einer Werbung, die von den Betrügern gezielt auf Webseiten platziert wird. Sie soll beim Nutzer unter Vortäuschung falscher Tatsachen Panik verursachen. Gelingt das Vorhaben, ist dieser eher bereit, die Rufnummer zu wählen. Dann tappt er völlig in die Falle: Er glaubt eine gute Telefonberatung zu bekommen und ist schneller bereit, Daten preiszugeben, Malwareprogramme zu installieren oder überteuerte Leistungen zu beauftragen.

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