Nachträglich kostenlos – Internet-by-Call-Anbieter surfdirect berechnet keine Gebühren

Nachträglich kostenlos - Internet-by-Call-Anbieter surfdirect berechnet keine Gebühren

Wenn kein DSL-Anschluss verfügbar ist, kann ein Telefonanschluss als Internetzugang genutzt werden. Die Einwahl erfolgt über eine Einwahlnummer in dem Telefonnetz. Diese Möglichkeit ist zwar nichts für ungeduldige Surfer, die Kosten halten sich aber in Grenzen. Legen sich die User nicht auf die Nutzung eines bestimmten Anbieters fest, sondern wählen immer den gerade günstigsten Internet-by-Call-Tarif, bezahlen sie pro Surfminute meistens nur den Bruchteil eines Cents.

Um zu erfahren, welcher Tarif gerade am günstigsten ist, lohnt sich die Verwendung eines Internet-by-Call-Vergleichs, wie zum Beispiel der telespiegel ihn für seine Leser bereithält. In der Datenbank sind die Tarife der Anbieter hinterlegt. Ändert ein Provider seinen Tarif, wird auch die Angabe in der Datenbank geändert. So gibt der Tarifvergleich auf Wunsch immer den gerade günstigsten Tarif aus.

Dass dieses System funktioniert, ist vor allem von der Kommunikation der Anbieter abhängig. Denn wenn der Internet Provider dem telespiegel nicht oder nicht zeitnah mitteilt, dass der Provider seine Tarife ändern wird, können die aktuellen Daten nicht in der Datenbank hinterlegt werden. Aus diesem Grund hat der telespiegel auch mit dem Anbieter surfdirect eine Vereinbarung. Änderungen müssen dem telespiegel rechtzeitig im Voraus mitgeteilt werden. Doch dieses Mal hielt sich surfdirect nicht an die Absprache.

Am Montagabend teilte der Anbieter per Email Preisänderungen in vier seiner Tarife, unter anderem den Tarifen Go und Easy 2 Surf, mit. Die Preise der jeweils zweistündigen Zeitzonen dieser beiden Tarife wurden verändert, indem die Zeitzonen getauscht wurden. Die ehemals mit 0,035 Cent pro Minute günstigen Zeitzonen sollten ab Mitternacht 16 Cent pro Minute kosten und umgekehrt. Da surfdirect die Mitteilung jedoch außerhalb der Bürozeiten versendet hatte, konnten die Daten in der Tarifdatenbank des telespiegel nicht rechtzeitig angepasst werden. Die User konnten lediglich auf der telespiegel-Seite Internet-by-Call Preisänderungen informiert werden.

Bei einem Gespräch mit dem Unternehmenssprecher René Lagios teilte dieser der telespiegel-Redaktion mit, dass sich das Unternehmen seinen Kunden gegenüber aufgrund der verspätet gesendeten Preisänderungsmitteilung kulant verhalten werde. Kunden, die mit den surfdirect-Tarifen Go und Easy 2 Surf in der Nacht von Monat auf Dienstag zwischen 0 Uhr und 11 Uhr gesurft haben, wird ihre Surfzeit nicht berechnet. Die betroffenen Kunden müssen dafür nicht tätig werden. Es findet schlicht keine Berechnung statt.

Weitere Informationen

Preisänderungen – Internet-by-Call

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


drei × 1 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Sicherheitslücke in Praxissoftware – sensible Patientendaten einsehbar

Sicherheitslücke in Praxissoftware

Sensible Patientendaten einsehbar

Ein Hackerkollektiv hat massive Sicherheitslücken in einer Praxissoftware aufgedeckt. Hierdurch waren zehntausende sensible Patientendaten einsehbar. Laut Hersteller der Softwarelösung wurden die Schwachstellen beseitigt und die Betroffenen informiert. […]

Telekommunikationsüberwachung – BfJ veröffentlicht Zahlen für 2020

Telekommunikationsüberwachung

BfJ veröffentlicht Zahlen für 2020

Das Bundesamt für Justiz hat die Zahlen für die Telekommunikationsüberwachung und Abfrage von Verkehrsdaten für das Jahr 2020 veröffentlicht. In der Statistik des BfJ sind auch die genauen Zahlen der einzelnen Bundesländer zu entnehmen. […]