Kurzer Auftritt – T-Com stellt Vermarktung von T-One ein

Telekom

Ein Anschluss, ein Telefon, eine Mailbox, eine Rechnung. Mit diesem Worten führte T-Com das Produkt T-One im Sommer des letzten Jahres ein. (Telespiegel-News vom 10.08.2006) Die bereits zur CeBIT 2006 angekündigte Fusion aus Festnetz-, Mobilfunk- und Internettelefon scheint aber die Erwartungen nicht erfüllt zu haben. Das Handelsblatt berichtet, das Produkt werde laut Angaben eines Firmensprechers aus der Vermarktung genommen.

Eins für alles, so sollte T-One mehrere Telefonien miteinander verbinden. Die Idee ist, dass nur ein Telefon dem Kunden zuhause als Festnetz- und unterwegs als Mobiltelefon dient und er trotzdem immer unter seiner Festnetz-Rufnummer erreichbar ist. Sofern der Kunde über das Angebotspaket mit DSL-Anschluss der Dt. Telekom verfügt, kann er zuhause und unterwegs an Hotspots die Internettelefonie (VoIP) von T-Online nutzen. Das Angebot sollte eine Antwort auf die Zuhause-Tarife der Mobilfunk-Netzbetreiber sein und die Kunden an ihren Festnetz-Anbieter T-Com binden. Doch die Resonanz der Kunden war eher gering. Von mehreren tausend Bestandskunden war die Rede, die dürfen T-One angeblich auch weiterhin nutzen.

Generell ist die Idee ebenso interessant wie simpel. Darüber, warum das Interesse an T-One so gering war, dass sich die Dt. Telekom nun entschloss, das Angebot einzustellen, lässt sich momentan nur mutmaßen. Der Festnetz– und DSL-Provider Arcor, der ein ähnliches Produkt wie T-One anbietet, soll zwar ebenfalls nicht viele Abnehmer für das Produkt gefunden haben, spricht aber nicht davon, es einstellen zu wollen. Doch die Zuhause-Tarife der Mobilfunk-Anbieter finden bei den Verbrauchern anscheinend mehr Anklang. Vielleicht liegt das unter anderem an der einfachen Gestaltung dieser Angebote und der guten Kundenbindung der Mobilfunk-Netzbetreiber, etwas das die Dt. Telekom zunehmend verliert.

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