Handytarif wechsle dich – Aus schwarzfunk wurde Weissfunk

schwarzfunk

Mit atemberaubender Geschwindigkeit rutschten die Gesprächspreise auf dem deutschen Mobilfunkmarkt in den vergangenen vier Jahren auf den heutigen Tiefstand. Was mit dem Angebot von Tchibo begann, das telefonieren für damals sehr günstige 35 Cent pro Minute zu jeder Zeit in alle deutschen Telefonnetze versprach, entwickelte sich dank starkem Wettbewerb weiter. Inzwischen sind 9 Cent pro Minute für diese Gespräche und pro SMS der Durchschnitt. Bei dem Prepaid-Handytarif von schwarzfunk, der aus dem Tarifangebot von uboot.com entstanden war, wurde diese Entwicklung nicht ganz zuende geführt. Irgendwann war der Preis von 18 Cent/Minute in alle deutschen Mobilfunk- und Festnetze (4 Cent/Minute innerhalb des Kundenkreises) stehen geblieben. Einzig der Preis der SMS und MMS war noch konkurrenzfähig. Vor wenigen Wochen dann nahm schwarzfunk seinen schwarzfunk Handytarif vom Markt und bat um Geduld. Es werde ein anderes Produkt an dessen Stelle treten.

Tatsächlich, es gibt ein neues Angebot und das nennt sich Weissfunk. Ein Vorteil für den Kunden ist jedoch nicht ersichtlich, denn der erhält einen Mobilfunkvertrag mit zwei Jahren Laufzeit, bekommt zwar ein Handy für 0,- €, muss aber monatlich 10,- € Grundgebühr zahlen, telefoniert für vergleichsweise teure 15 Cent pro Minute in deutsche Telefonnetze (Taktung 60/60, SMS 15 Cent, MMS 44 Cent, Datenverbindungen 5,85 €/MB, Optionen möglich), zahlt einmalige Einrichtungsgebühren für den Tarif (10,- €) und die Möglichkeit der Datennutzung (30,- €).

Zudem, und das ist er Clou an dem Tarif, muss der Kunde eine Kaution hinterlegen. Bei Vertragsabschluss legt der Kunde eine Höchstgrenze fest. Zum Beispiel bestimmt er, nicht mehr als 60,- € pro Monat für seine Handynutzung bezahlen zu wollen. Ist diese Grenze erreicht, kann der Tarif für den Rest des Monats nicht mehr verwendet werden. Im Anschluss hinterlegt der Kunde bei Weissfunk eine Kaution in Höhe von zwei Monatsgrenzen (bei Bezahlung per Überweisung) bzw. drei Monatsgrenzen (bei Bezahlung per Bankeinzug). Zum Vertragsende bekommt der Kunde die Kaution zzgl. 2 Prozent Zinsen zurück.

So will sich der Anbieter vor Zahlungsausfällen schützen und insbesondere Kunden mit negativer Bonität locken. Doch es gibt unzählige Anbieter und Discounter, die Handy-Prepaidkarten mit günstigen Gesprächspreisen, ohne lange Vertragsbindung, ohne hohe Einrichtungsgebühren und ohne Grundgebühr offerieren. Und natürlich wird dort auch keine hohe Kaution fällig. Es muss lediglich Guthaben hinterlegt werden, das dann abtelefoniert werden kann. Die Guthabenaufladungen sind inzwischen bei den meisten Anbietern bequem per Lastschrift, Dauerüberweisung oder auch automatisiert bei Erreichen eines Mindestbetrages möglich. Und ein Handy gibt es günstig in dem Internet oder immer mal wieder bei Lebensmittel-Discountern. Es gibt also auch für Verbraucher mit negativer Bonität keinen Grund mehr, sich an einen Provider zu binden, der derartig ungünstige Konditionen bietet, wie sie in dem neuen Angebot von Weissfunk zu finden sind.

Weitere Informationen

Handyvertrag – Vergleich
Prepaid Tarife Vergleich
Handytarif – Tarifrechner
Ratgeber – Handykauf und Anbieterwahl
Mobil surfen

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