Stellensuche – Online-Jobbörsen gewinnen an Bedeutung

Die Suchmaschine Google ist für viele Nutzer das Tor zum Internet. Doch welche Rolle spielt sie bei der Jobvermittlung? In einer aktuellen Studie wurde untersucht, wie Personalabteilungen und Jobsuchende mit Google umgehen.

Im Rahmen der Recruiting Trends Studie wurden insgesamt 1.000 Unternehmen aus Deutschland sowie die Top 300 Unternehmen der Branchen Automotive, Handel und IT zum Thema Personalrekrutierung befragt. Außerdem haben 4.800 „karriereinteressierte Privatpersonen„ an einer Online-Umfrage im Rahmen der Studie teilgenommen. In einem Kapitel der umfangreichen Studie wurde untersucht, inwieweit es sinnvoll ist, die Suchmaschine Google zur Stellensuche zu nutzen.

Suchmaschinenoptimierung für Karriereseiten

Suchmaschinen, wie Google und Bing, sind für viele Nutzer auf Informationssuche das Tor zum Internet. Daher sollten sich Unternehmen fragen, inwieweit sie Karriereseiten oder Stellenanzeigen für Suchmaschinen optimieren sollten. Durch die Optimierung dieser Seiten werden sie besser von Suchmaschinen gefunden und möglichst weit oben gelistet. Je höher die Seiten ranken, desto mehr Aufrufe können sie generieren und ziehen somit eine deutlich größere Aufmerksamkeit auf sich. Was auf Seite 2 oder gar 3 der Suchergebnisseite erscheint, ist für User in der Regel uninteressant und wird meist gar nicht mehr angeklickt. Für Unternehmen ist es dementsprechend von großer Wichtigkeit, bei den Suchmaschinen präsent zu sein und Top-Plätze zu erreichen. Dazu holen sich viele Unternehmen Unterstützung von einer Agentur für Suchmaschinenoptimierung, kurz, einer SEO Agentur. Eine solche Agentur ist darauf spezialisiert, jegliche Internetseiten, sei es ein Online-Shop oder ein Karriereportal sowie verbundene Stellenanzeigen zu optimieren, damit diese besser gefunden werden. Zu den Größen in der norddeutschen Branche gehört unter anderem ABAKUS, eine SEO Agentur aus Hannover, die mittlerweile seit 15 Jahren erfolgreich im Bereich der Suchmaschinenoptimierung tätig ist. Sie hilft, ein optimales Ergebnis für ihre Kunden, beispielsweise Karriereportale, zu erzielen und kennt sich auch mit der neuen Google-Jobsuche aus. Laut der Studie von CareerBuilder nehmen 8 von 10 der 1.000 gefragten Unternehmen an, dass potentielle Bewerber die Suchmaschinen bevorzugt zur Jobsuche verwenden. Bei der Befragung der Kandidaten zeigte sich jedoch etwas anderes. Nur etwa die Hälfte der Bewerber nutzt die Suchmaschine dafür. Fast 13 Prozent der Befragten gaben sogar an, nie über Google nach Stellenangeboten zu suchen. Die Bedeutung von Suchmaschinen zur Stellensuche wird von Unternehmen als größer eingeschätzt, als sie eigentlich ist. Über die Hälfte der 1.000 Unternehmen vermuten, dass Jobsuchende nach Unternehmensnamen und Positionen googeln. Nur ein Viertel der Jobsuchenden glaubt, dass das tatsächlich gemacht wird.

Suchmaschinenmarketing im Recruiting

Neben der Suchmaschinenoptimierung der Karriereseiten bietet sich noch ein weiterer Weg für Unternehmen an: Google AdWords. Die Google-Anzeigen werden neben und über den Suchergebnissen angezeigt. Unternehmen können bestimmte Schlagwörter bei Google angeben, zu denen sie Anzeigen schalten möchten. So haben Unternehmen die Garantie, noch vor den natürlichen Suchergebnissen angezeigt zu werden. 23 Prozent der Unternehmen nutzen Google AdWords bereits zur Rekrutierung von Mitarbeitern. Eine Möglichkeit, die Unternehmen im Rahmen von AdWords nutzen können, ist das „Retargeting„. Das bedeutet, dass Nutzer einer Internetseite Anzeigen von Webseiten erhalten, die sie bereits besucht haben. War der Nutzer auf der Unternehmensseite im Karrierebereich, wird er nun Anzeigen zu dieser Stelle erhalten. Das funktioniert dank Cookies und geht bei Google über Textanzeigen oder Display-Anzeigen.

So lässt sich Google für die Jobsuche nutzen

In der Studie hat sich außerdem ergeben, dass bereits jeder 10. in einem Vorstellungsgespräch auf Informationen angesprochen wurde, die Unternehmen beim Googeln des Kandidaten gefunden haben. Immerhin 18 Prozent der Jobsuchenden hat angeben, dass sie sich schon mal selbst gesucht haben.

Der Vorteil der Suchmaschine bei der Stellensuche: Google crawlt massig Seiten und nimmt diese in den Index auf. Im Gegensatz dazu bietet nicht jede Jobbörse alle Stellenangebote an, die auch verfügbar sind. Der Nachteil bei Google ist, dass die Aktualisierungen nicht in Echtzeit übernommen werden. Sollte man jedoch auf der Suche nach DER Stelle bei einem bestimmten Arbeitgeber sein, bietet sich Google hierfür an. Wie können Jobsuchende die riesige Masse an Webseiten durchsuchen, um diese Vorteile für sich zu nutzen? Hierfür eignen sich die Boolesche Operatoren in Kombination mit dem Google-Alert. Gibt man bei Google die Operatoren „AND„, „OR„ oder „NOT„ ein, filtert die Suchmaschine die Ergebnisse. Ein Beispiel wäre: „Job in Berlin Vertrieb OR Marketing„. Über diesen Filter werden primär vorgefilterte Ergebnisse in verschiedensten Online-Jobbörsen in den Bereichen Marketing und Vertrieb angezeigt. Hat man bestimmte Wunscharbeitgeber im Auge, wird die Suche natürlich präziser. Dann lohnt es sich, Google Alerts für bestimmte Unternehmen einzurichten, um automatische Benachrichtigungen per Mail zu erhalten, wenn es neue Ausschreibungen gibt. Weiterhin sind Jobbörsen der beliebteste Weg von Unternehmen, um Stellen zu besetzen. 7 von 10 offene Positionen werden von den Top 1.000 Unternehmen auf Jobbörsen im Internet angeboten.

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