Stellensuche – Online-Jobbörsen gewinnen an Bedeutung

Stellensuche - Online-Jobbörsen

Die Suchmaschine Google ist für viele Nutzer das Tor zum Internet. Doch welche Rolle spielt sie bei der Jobvermittlung? In einer aktuellen Studie wurde untersucht, wie Personalabteilungen und Jobsuchende mit Google umgehen.

Im Rahmen der Recruiting Trends Studie wurden insgesamt 1.000 Unternehmen aus Deutschland sowie die Top 300 Unternehmen der Branchen Automotive, Handel und IT zum Thema Personalrekrutierung befragt. Außerdem haben 4.800 „karriereinteressierte Privatpersonen„ an einer Online-Umfrage im Rahmen der Studie teilgenommen. In einem Kapitel der umfangreichen Studie wurde untersucht, inwieweit es sinnvoll ist, die Suchmaschine Google zur Stellensuche zu nutzen.

Suchmaschinenoptimierung für Karriereseiten

Suchmaschinen, wie Google und Bing, sind für viele Nutzer auf Informationssuche das Tor zum Internet. Daher sollten sich Unternehmen fragen, inwieweit sie Karriereseiten oder Stellenanzeigen für Suchmaschinen optimieren sollten. Durch die Optimierung dieser Seiten werden sie besser von Suchmaschinen gefunden und möglichst weit oben gelistet.

Laut der Studie von CareerBuilder nehmen 8 von 10 der 1.000 gefragten Unternehmen an, dass potentielle Bewerber die Suchmaschinen bevorzugt zur Jobsuche verwenden. Bei der Befragung der Kandidaten zeigte sich jedoch etwas anderes. Nur etwa die Hälfte der Bewerber nutzt die Suchmaschine dafür. Fast 13 Prozent der Befragten gaben sogar an, nie über Google nach Stellenangeboten zu suchen. Die Bedeutung von Suchmaschinen zur Stellensuche wird von Unternehmen als größer eingeschätzt, als sie eigentlich ist. Über die Hälfte der 1.000 Unternehmen vermuten, dass Jobsuchende nach Unternehmensnamen und Positionen googeln. Nur ein Viertel der Jobsuchenden glaubt, dass das tatsächlich gemacht wird.

Suchmaschinenmarketing im Recruiting

Neben der Suchmaschinenoptimierung der Karriereseiten bietet sich noch ein weiterer Weg für Unternehmen an: Google AdWords. Die Google-Anzeigen werden neben und über den Suchergebnissen angezeigt. Unternehmen können bestimmte Schlagwörter bei Google angeben, zu denen sie Anzeigen schalten möchten. So haben Unternehmen die Garantie, noch vor den natürlichen Suchergebnissen angezeigt zu werden. 23 Prozent der Unternehmen nutzen Google AdWords bereits zur Rekrutierung von Mitarbeitern. Eine Möglichkeit, die Unternehmen im Rahmen von AdWords nutzen können, ist das „Retargeting„. Das bedeutet, dass Nutzer einer Internetseite Anzeigen von Webseiten erhalten, die sie bereits besucht haben. War der Nutzer auf der Unternehmensseite im Karrierebereich, wird er nun Anzeigen zu dieser Stelle erhalten. Das funktioniert dank Cookies und geht bei Google über Textanzeigen oder Display-Anzeigen.

So lässt sich Google für die Jobsuche nutzen

In der Studie hat sich außerdem ergeben, dass bereits jeder 10. in einem Vorstellungsgespräch auf Informationen angesprochen wurde, die Unternehmen beim Googeln des Kandidaten gefunden haben. Immerhin 18 Prozent der Jobsuchenden hat angeben, dass sie sich schon mal selbst gesucht haben.

Der Vorteil der Suchmaschine bei der Stellensuche: Google crawlt massig Seiten und nimmt diese in den Index auf. Im Gegensatz dazu bietet nicht jede Jobbörse alle Stellenangebote an, die auch verfügbar sind. Der Nachteil bei Google ist, dass die Aktualisierungen nicht in Echtzeit übernommen werden. Sollte man jedoch auf der Suche nach DER Stelle bei einem bestimmten Arbeitgeber sein, bietet sich Google hierfür an. Wie können Jobsuchende die riesige Masse an Webseiten durchsuchen, um diese Vorteile für sich zu nutzen? Hierfür eignen sich die Boolesche Operatoren in Kombination mit dem Google-Alert. Gibt man bei Google die Operatoren „AND„, „OR„ oder „NOT„ ein, filtert die Suchmaschine die Ergebnisse. Ein Beispiel wäre: „Job in Berlin Vertrieb OR Marketing„. Über diesen Filter werden primär vorgefilterte Ergebnisse in verschiedensten Online-Jobbörsen in den Bereichen Marketing und Vertrieb angezeigt. Hat man bestimmte Wunscharbeitgeber im Auge, wird die Suche natürlich präziser. Dann lohnt es sich, Google Alerts für bestimmte Unternehmen einzurichten, um automatische Benachrichtigungen per Mail zu erhalten, wenn es neue Ausschreibungen gibt. Weiterhin sind Jobbörsen der beliebteste Weg von Unternehmen, um Stellen zu besetzen. 7 von 10 offene Positionen werden von den Top 1.000 Unternehmen auf Jobbörsen im Internet angeboten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Internet zu langsam? Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Internet zu langsam

Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Hohe Geschwindigkeiten stehen in vielen Internetverträgen – doch im Alltag kämpfen Nutzer oft mit schwankender Bandbreite und instabilen Verbindungen. Woran das liegt und wann technische Probleme sogar zum Streitfall werden können. […]

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys – Warnung vor perfider Betrugsmasche

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys

Warnung vor perfider Betrugsmasche

Stiftung Warentest hat bei Xiaomi-Smartphones gefälschte Nachrichtenartikel entdeckt, die per Push-Meldung verbreitet werden. Hinter angeblichen Tagesschau-Meldungen verbergen sich Betrugsseiten, die Nutzer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe sensibler Daten verleiten sollen. […]

Gemeinschaft

Zwischen Sportplatz und Bildschirm

Wo findet Gemeinschaft heute statt?

Zwischen Sportplatz und Smartphone: Während lokale Vereine weiterhin Millionen Menschen zusammenbringen, entstehen parallel digitale Gemeinschaften, die rund um die Uhr erreichbar sind. Welche Rolle spielen beide Formen des Miteinanders heute – und warum schließen sie sich nicht gegenseitig aus? […]

Bitcoin als Wertanlage unter Druck – aktuelle Risiken und Alternativen

Bitcoin als Wertanlage unter Druck

Aktuelle Risiken und Alternativen

Der Bitcoin-Kurs gerät zunehmend unter Druck. Es handelt sich um einen unsicheren Markt. Experten warnen vor Vertrauensverlust und starken Schwankungen. Kryptowährung birgt als Wertanlage einige Risiken, die viele Anleger jetzt verunsichern. […]

Neue EU-Zollregeln – ab Juli wird das Bestellen bei Shein & Co. teurer

Neue EU-Zollregeln

Ab Juli wird das Bestellen bei Shein & Co. teurer

Ab Juli entfällt die Zollfreigrenze für China-Importe früher als geplant. Statt einer Pauschale fallen künftig drei Euro pro Warenkategorie an. Die EU will damit Wettbewerb, Produktsicherheit und Umweltaspekte stärken. Für Verbraucher könnten Bestellungen jedoch spürbar teurer werden. […]