Netznotfalldienste – Telekom plant für Katastrophen vor

Netznotfalldienste - Telekom plant für Katastrophen vor

Desaster Recovery Management – dieser Begriff steht bei der Telekom für das Wiederherstellen von Telekommunikationsdiensten im Notfall. Zum Einsatz kommt dieses System bei echten Katastrophen wie Hochwasser sowie bei einer erheblichen temporären Mehrbelastung des Netzes. In einem Blogbeitrag erläutert das Unternehmen, wie und wann das Desaster Recovery Management in der Praxis eine Rolle spielt.

Wiederherstellen des Telefonnetzes

Die im Notfall wichtigste Aufgabe des Desaster Recovery Managements ist das kurzfristige Wiederherstellen des Telefonnetzes bei einem Totalausfall. Unter anderem war dies bei den schweren Hochwassern der letzten Jahre der Fall. Denn wenn Hochwasser die Verteilerkästen überspült, Hausanschlüsse unter Wasser liegen oder die Stromversorgung zusammenbricht, ist Telefonieren unmöglich.

Um zumindest eine Notversorgung zu gewährleisten, verfügt die Telekom über Container, Koffer und andere Behältnisse voller Telekommunikationstechnik. Dieses nutzt ein gut ausgebildetes Serviceteam, das im Notfall mehrere Zehntausend Anschlüsse mit dem System an das Telefonnetz sowie an das Internet anschließen kann. Das ist insbesondere in Katastrophenfällen bedeutend, da in diesen Fällen vor Ort ein erheblicher Kommunikationsbedarf besteht.

In der Praxis sieht das Desaster Recovery Management vor, dass Techniker vor Ort zum Beispiel einen Container aufstellen und vorn dort eine Verkabelung wichtiger Anschlüsse vornehmen. Auf diese Weise kommen die Menschen vor Ort zu einer telefonischen Notfallversorgung oder zu einem Ersatz.

Mobilfunk: Bei Bedarf Zusatzkapazitäten schaffen

Ebenfalls in das Aufgabengebiet des Desaster Recovery Managements fallen temporäre Mehrbelastungen des Mobilfunknetzes. Beispielhaft beschreibt die Telekom den Einsatz beim Open Air in Wacken, wenn in ein Dorf zehntausende Menschen einfallen, die alle mit dem Handy telefonieren möchten. Auf diese Belastung ist das Mobilfunknetz dort nicht ausgelegt. Daher stellt die Telekom via Desaster Recovery System in Wacken und bei vielen anderen Veranstaltungen wie dem Münchener Oktoberfest für die betreffende Zeit zusätzliche Netzkapazitäten bereit.

Der Einsatz bei Veranstaltungen hat einen weiteren Vorteil: Die Telekom übt damit immer wieder im Ernstfall, wie das Netz zu erweitern oder zu ersetzen ist. Zusätzlich sorgen regelmäßige Übungseinsätze mit dem Material für einen routinierten Umgang. Im Idealfall dauert die Wiederherstellung des Telekommunikationsnetzes im Katastrophenfall nur wenige Stunden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


20 − 1 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Fake Pop-Up-Fenster – BNetzA schaltet Rufnummern konsequent ab

Fake Pop-Up-Fenster

BNetzA schaltet Rufnummern konsequent ab

Die Bundesnetzagentur warnt vor falschen Pop-Up-Fenster-Fehlermeldungen und schaltet weiterhin konsequent Rufnummern ab, die dort für vermeintliche Hilfe angegeben werden. Hinter den Fake Pop-Ups stecken Betrüger, die Verbraucher zu einem teuren Reparaturauftrag drängen wollen. […]

Kostenfalle Handyvertrag – Folgende Fehler unbedingt vermeiden

Kostenfalle Handyvertrag

Folgende Fehler unbedingt vermeiden

Die Auswahl der Mobilfunkanbieter ist immens. Daher sollte man unbedingt auch ein Auge auf sogenannte Discountanbieter legen. Häufig bieten diese attraktive Konditionen zu besonders günstigen Preisen an. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen dazu entscheiden, ihren Anbieter zu wechseln. […]

Verbesserter Verbraucherschutz – Bundestag beschließt Novelle des TKGs

Verbesserter Verbraucherschutz

Bundestag beschließt Novelle des TKGs

Der Bundestag hat die Novelle des Telekommunikationsgesetzes gegen die Stimmen der Opposition verabschiedet. Unter anderem ist das Recht auf schnelles Internet vorgesehen. Darüber hinaus gibt es neue Entschädigungsmöglichkeiten für Verbraucher. […]