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Smartphone Akkus - Optimale Einstellung für lange Haltbarkeit

Smartphone Akkus, optimale EinstellungSmartphones haben in den letzten Jahren im Funktionsumfang deutlich zugelegt. Immer mehr Anwendungen laufen über diese Handys. Vom Schreiben einer E-Mail über Anwendungen wie Routenplaner bis hin zu Spielen bieten sie viele Möglichkeiten, sodass ein Smartphone mit einem klassischen Handy fast nur noch das Telefonieren gemeinsam hat. Das Problem der vielen Anwendungen für ein Smartphone ist aber, dass der Akku nicht geschont wird und die Laufzeit darunter stark leidet. Je mehr Funktionen das Smartphone hat und der Nutzer auf diesem anwendet, desto schneller ist der Akku leer.

 

 

Ursache der geringen Akkulaufzeiten ist, dass die Hersteller sich bei der Entwicklung der Akkus über viele Jahre auf Anwendungsbereiche und Optimierungen für Sprache und SMS konzentriert haben. Selbst Handy Vieltelefonierer haben zumeist genügend Potential. Die aktuelle Generation der Smartphone-Akkus ist aus diesem Grund noch nicht optimal auf die vielen stromhungrigen Apps ausgerichtet. Hinzu kommt, dass viele Apps nicht komplett lokal auf dem Handy gespeichert sind, sondern überwiegend über sogenannte Clouds laufen. Das bedeutet, der Großteil der Anwendung liegt auf Servern der Anbieter, in die sich das Smartphone im Hintergrund einwählt. Beim Verbinden in diese Clouds benötigt das Smartphone ebenso wie für die dort liegenden eigentlichen Applikationen mehr Energie. Die Handy Akkus kommen dann noch schneller an ihre Grenze.

Wer ein Smartphone besitzt, ist deshalb darauf angewiesen, das Optimum aus dem Akku herauszuholen und zugleich Energie zu sparen. Dabei können folgende Tipps hilfreich sein.

 

Smartphone-Akkus richtig laden
Smartphone-Akkus halten immer länger und inzwischen sind fünf und mehr Jahre Lebensdauer ohne größeren Ladekapazitätsverlust keine Seltenheit. Moderne Smartphones laufen mit Lithium-Ionen-Akkus. Diese sind anders als NiCd- und NiMH-Akkus sehr robust. Sie können sofort genutzt werden, vertragen Teilaufladungen und müssen nicht formatiert werden. Lithium-Ionen-Akkus zeigen ebenfalls keinen Memory-Effekt, der die Ladekapazität verringern würde. Außerdem können sie beliebig lange im Ladegerät bleiben, ohne einen spürbaren Leistungsverlust zu zeigen. Dennoch gibt es einen Tipp, wie die Leistung dauerhaft optimiert bleibt: Bevor es zu einer vollständigen Entladung kommt, sollte der Akku frühzeitig (teil-) aufgeladen werden. Die meisten Hersteller empfehlen ein Aufladen bei einer Kapazität von ca. 30 %. Durch dieses sogenannte „flache Laden“ wird die Lebensdauer der Akkus tendenziell verlängert.

Smartphone-Akkus richtig lagern
Um die modernen Lithium-Ionen-Akkus richtig zu lagern, sollten extreme Hitze und Kälte vermieden werden. Außerdem ist der Ladezustand für die Lagerung von Bedeutung. Vereinfacht gesagt: Je voller der Akku ist, desto schneller altert er bei der Lagerung. Und je höher die Temperatur ist, desto schneller entlädt er sich. Aktuell empfehlen die meisten Hersteller von Smartphon-Akkus auf Lithium-Ionen-Basis daher eine Lagertemperatur von 15 Grad Celsius bei einem Ladestand von ca. 60 %. Ältere Modelle entladen sich bei dieser und höheren Temperaturen deutlich schneller und sollten daher deutlich kühler gelagert werden.

Das gilt auch für den normalen Betrieb. Denn Hitze und Kälte setzen dem Akku zu. Es empfiehlt sich daher, das Smartphone im Sommer vor Sonneneinstrahlung und Hitze zu schützen und im Winter in einer Tasche oder am Körper zu tragen.

Akku schonen, Funktionen überprüfen
Während des Betriebs lässt sich der Energiebedarf eines Smartphones minimieren. Das verlängert die Akkulaufzeit und durch das Schonen auch die Lebenszeit des Akkus. Die zwei wichtigsten Punkte dabei sind einerseits die Benutzung des jeweils aktuellen Betriebssystems für das Smartphone. Denn bei Updates verbessern die Hersteller auch regelmäßig das Energiemanagement. Zum anderen lässt sich sehr viel Energiebedarf sparen, wenn das Display etwas weniger hell eingestellt wird und die Zeit bis zum automatischen Ruhezustand des Smartphones verkürzt wird. Gleiches gilt auch für das Nutzen einer zeitgesteuerten automatischen Abschaltfunktion, wenn das Smartphone über eine verfügt. Über solche Einstellungen lässt sich der Energiebedarf des Handys reduzieren und die Laufzeit des Smartphone-Akkus verlängern.

Ebenso ist zu hinterfragen, ob es unbedingt ein cooler polyphoner Klingelton sein muss. Der verbraucht mehr Strom als ein Standardklingelton für das Smartphone. Auch Hinweistöne verbrauchen Strom, sind meistens aber völlig überflüssig. Fast niemand benötigt ein akustisches Bestätigungssignal bei Funktionsauswahlen. Ähnlich lässt sich auch Energie beim Betrieb des Smartphones sparen, wenn Vibrationsalarme auf ein Minimum reduziert oder abgeschaltet werden. Damit läuft ein Smartphone-Akku bereits um einiges länger.

Ein erhöhter Energiebedarf versteckt sich auch hinter vielen coolen Apps. Push-Mails, bei denen alle paar Minuten E-Mails abgerufen werden, oder ein ständig laufendes Navi-App sind wahre Energiefresser. Schon eine Modifikation der Einstellung kann hier die Laufzeit des Akkus um einiges verlängern. Das gilt auch für ein integriertes Radio. Wenn es nicht benutzt wird, geht es dennoch auf Empfang. Bei den meisten Smartphones kann das Radio aber ganz abgeschaltet werden, wenn es nicht benötigt wird. Grundsätzlich sollten alle Apps immer so eingestellt sein, dass nur die wirklich notwendigen Funktionen in Betrieb sind.

Das gilt aber nicht nur für Apps. Denn moderne Smartphones versuchen immer, das LTE-/UMTS-Netz zu nutzen. Ist dieses nicht verfügbar, springen sie ins GSM-Netz, suchen aber sofort wieder eine Verbindung in das schnelle Netz. Das verbraucht Strom. Abhilfe schafft hier ein manuelles Nachjustieren, indem das Netz festgelegt wird und nur beim Surfen das LTE-Netz genutzt wird.

WLAN-Management mit Wi-Fi Matic (Android)
Ebenso ist die automatische Suche nach WLAN-Standorten ein richtiger Energiefresser. Denn das WLAN-Modul sucht im Hintergrund dauerhaft nach verfügbaren Netzen in der Umgebung. Eine sehr anwenderfreundliche App ist Wi-Fi Matic für das Betriebssystem Android. Mit diesem wird das WLAN-Modul automatisch deaktiviert, wenn der Nutzer sich aus dem Umkreis seines eigenen heimischen WLANs entfernt. Durch eine Memory-Funktion schaltet es sich an, sobald der Nutzer mit dem Smartphone wieder zu Hause ist. Das funktioniert auch mit einem manuell freigeschalteten WLAN, sodass der Nutzer im Prinzip darüber bestimmt, wann das WLAN-Modul aktiv wird und wann nicht. Da die kostenlose App auch ohne GPS-Signal auskommt, sondern die Funkmasten-IDs nutzt, ist der Stromverbrauch sehr gering.

Am Schluss noch der eigentlich selbstverständlichste Tipp: Wer das Smartphone hauptsächlich zum Telefonieren nutzt, spart am meisten Akkulaufzeit. Denn der Energiebedarf bei Sprachübertragung ist um einiges geringer als bei Mails, Klingeltönen oder den meisten Apps. Damit ist nicht gemeint, dass Apps gar nicht mehr laufen sollten, aber ihr Einsatz sollte bewusst und kontrolliert erfolgen. Smartphone-Akkus laufen und halten einfach länger, wenn die Funktionen des Handys mit einem „manuell gesteuerten Energiemanagement“ optimal in Hinsicht Laufzeit und Energiebedarf eingestellt sind.

Dazu bieten die meisten Smartphones übersichtliche Energiemanagement-Funktionen. Hier sollte eine regelmaßige Prüfung stattfinden, denn darüber lassen sich auch Stromfresser ausfindig machen und bei Bedarf abstellen.

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