
Alte Handys müssen nicht ungenutzt in der Schublade liegen. Selbst gebrauchte Smartphones können noch einen beträchtlichen Wert haben. Über den Handyankauf im Internet lassen sich viele Geräte unkompliziert verkaufen. Je nach Modell, Alter und Zustand zahlen spezialisierte Anbieter Geld für alte Handys. Auch beschädigte Smartphones können für den Ankauf infrage kommen.
Allerdings unterscheiden sich die Ankaufpreise teilweise erheblich. Deshalb lohnt es sich, mehrere Angebote zu vergleichen. Neben dem Verkauf gibt es weitere Möglichkeiten, alte Handys zurückzugeben, einzutauschen oder umweltgerecht recyceln zu lassen.
Alte Handys verkaufen – welche Möglichkeiten gibt es?
Für den Verkauf gebrauchter Smartphones stehen unterschiedliche Wege zur Verfügung. Welche Möglichkeit die beste ist, hängt vor allem vom Zustand des Geräts und dem gewünschten Aufwand ab.
- Online-Handyankauf: Spezialisierte Unternehmen kaufen gebrauchte Smartphones an. Nach Eingabe des Modells und Zustands wird ein vorläufiger Ankaufpreis angezeigt.
- Privatverkauf: Über Plattformen wie eBay oder Kleinanzeigen lassen sich alte Handys direkt an andere Privatpersonen verkaufen. Häufig sind höhere Verkaufspreise möglich, allerdings ist der Aufwand größer.
- Lokaler Handyankauf: Einige Mobilfunkgeschäfte und Gebrauchtwarenhändler kaufen Smartphones unmittelbar vor Ort an.
- Handy eintauschen: Mobilfunkanbieter und Smartphone-Hersteller bieten teilweise Programme an, bei denen ein altes Handy beim Kauf eines neuen Geräts angerechnet wird.
- Handy-Rücknahme und Recycling: Geräte ohne nennenswerten Verkaufswert können kostenlos an geeigneten Sammelstellen abgegeben werden.
Besonders bequem ist der Online-Handyankauf. Der gesamte Verkaufsprozess lässt sich in der Regel von zu Hause aus abwickeln.
Handyankauf online – Anbieter und Ankaufpreise vergleichen
Beim Online-Handyankauf wird zunächst das Smartphone-Modell ausgewählt. Anschließend werden Fragen zum Zustand beantwortet. Dazu gehören unter anderem die Funktionsfähigkeit des Displays, der Akkuzustand und mögliche Beschädigungen.
Auf Grundlage dieser Angaben ermittelt der Ankaufsdienst einen vorläufigen Preis. Dieser kann sich nach der tatsächlichen Prüfung des Geräts noch verändern.
Zu den Anbietern für den Online-Handyankauf gehören:
Ein Vergleich verschiedener Ankaufsdienste kann sich lohnen. Nicht jeder Anbieter bewertet ein gebrauchtes Smartphone gleich. Während ein Händler etwa kleinere Kratzer akzeptiert, kann ein anderer dafür einen deutlichen Preisabschlag vornehmen.
Entscheidend ist zudem, ob der angegebene Ankaufpreis tatsächlich ausgezahlt wird oder nach der Geräteprüfung noch sinken kann.
Worauf beim Vergleich der Handy-Ankaufpreise achten?
Nicht allein der zunächst angezeigte Betrag entscheidet darüber, welches Angebot am günstigsten ist. Wichtig sind auch die Verkaufsbedingungen.
- Ist der Versand des Smartphones kostenlos und versichert?
- Wie lange bleibt der angezeigte Ankaufpreis gültig?
- Nach welchen Kriterien wird der Zustand bewertet?
- Was passiert, wenn der Händler nachträglich einen niedrigeren Preis anbietet?
- Ist die Rücksendung bei Ablehnung des Angebots kostenlos?
- Wann und auf welchem Weg erfolgt die Auszahlung?
Gerade bei höherwertigen Smartphones können sich deutliche Preisunterschiede ergeben. Deshalb sollten möglichst mehrere Ankaufangebote eingeholt werden.
Wie funktioniert der Handyankauf im Internet?
Der Verkauf eines alten Smartphones über einen Ankaufsdienst erfolgt üblicherweise in mehreren Schritten.
- Handymodell auswählen: Hersteller, Modellbezeichnung und Speicherkapazität auf der Internetseite des Ankaufsdienstes angeben.
- Zustand beschreiben: Fragen zu Gebrauchsspuren, Display, Akku und technischen Funktionen möglichst genau beantworten.
- Ankaufpreis prüfen: Der Anbieter zeigt einen vorläufigen Betrag für das Smartphone an.
- Persönliche Daten löschen: Vor dem Versand müssen gespeicherte Daten gesichert und anschließend sicher vom Smartphone entfernt werden.
- Handy versenden: Das Gerät entsprechend den Versandvorgaben des Ankäufers sicher verpacken und verschicken.
- Geräteprüfung abwarten: Nach Eingang kontrolliert der Händler, ob der tatsächliche Zustand den Angaben entspricht.
- Geld erhalten: Wird das Angebot bestätigt und der Verkauf abgeschlossen, erfolgt die Auszahlung entsprechend den vereinbarten Bedingungen.
Stellt der Händler bei der Prüfung Abweichungen fest, kann er einen niedrigeren Ankaufspreis anbieten oder den Ankauf ablehnen. Deshalb sollte vor dem Versand geprüft werden, unter welchen Bedingungen das Handy zurückgeschickt wird.
Wie viel Geld bekommt man für ein altes Handy?
Der Wert eines gebrauchten Smartphones hängt von mehreren Faktoren ab. Besonders wichtig sind:
- Hersteller und Modell
- Alter und ursprünglicher Verkaufspreis
- Speicherkapazität
- Zustand von Display, Gehäuse und Akku
- Technische Funktionsfähigkeit
- Verfügbarkeit aktueller Software- und Sicherheitsupdates
- Nachfrage auf dem Gebrauchtmarkt
Relativ neue und gut erhaltene Smartphones erzielen in der Regel höhere Ankaufpreise als ältere Geräte. Besonders bei gefragten Modellen kann sich ein Verkauf noch lohnen. Bei sehr alten Handys ist dagegen häufig nur ein geringer Restwert vorhanden. Manche Geräte werden von Ankaufsdiensten überhaupt nicht mehr angenommen.
Tipp: Der Wert eines Smartphones sinkt normalerweise mit zunehmendem Alter. Wer ein nicht mehr benötigtes Handy verkaufen möchte, sollte deshalb nicht unnötig lange warten.
Defekte Handys verkaufen – ist ein Ankauf noch möglich?
Auch kaputte Handys können unter bestimmten Voraussetzungen noch Geld bringen. Einige Ankaufsdienste akzeptieren Smartphones mit Displayschäden, schwachen Akkus oder anderen technischen Mängeln. Ob ein Ankauf möglich ist, hängt vom jeweiligen Defekt und vom Wert des Modells ab. Ein neueres Smartphone mit beschädigtem Display kann für Händler beispielsweise noch interessant sein, wenn sich eine Reparatur wirtschaftlich lohnt.
Bei schwer beschädigten oder sehr alten Geräten ist dagegen häufig kein Ankauf mehr möglich. Vor einem Verkauf sollte deshalb genau geprüft werden, welche Defekte der Ankaufsdienst akzeptiert. Beschädigungen müssen wahrheitsgemäß angegeben werden, damit es bei der späteren Bewertung keine Überraschungen gibt.
Ist ein Smartphone nicht mehr verkäuflich, bleibt die kostenlose Rückgabe zum fachgerechten Recycling.
Altes Handy eintauschen – Geld oder Rabatt für ein neues Smartphone?
Neben dem klassischen Handyankauf bieten manche Smartphone-Hersteller, Elektronikhändler und Mobilfunkanbieter sogenannte Trade-in-Programme an. Dabei wird ein altes Smartphone beim Kauf eines neuen Geräts in Zahlung gegeben. Der ermittelte Restwert wird abhängig vom jeweiligen Programm beispielsweise als Gutschrift, Rabatt oder Auszahlung gewährt. Solche Angebote können bequem sein, müssen finanziell aber nicht die beste Lösung darstellen.
Ein unabhängiger Handyankauf kann einen höheren Betrag ermöglichen. Zudem sollte geprüft werden, ob der Preis des neuen Smartphones bei einem anderen Händler günstiger ist.
Ein Handyvertrag mit Ankauf- oder Eintauschoption sollte ebenfalls nicht allein nach dem angebotenen Gerätebonus beurteilt werden. Entscheidend sind die Gesamtkosten aus Tarifgebühren, Gerätepreis und möglichen Zusatzkosten.
Handy vor dem Verkauf vorbereiten und Daten sicher löschen
Auf Smartphones befinden sich zahlreiche persönliche Informationen. Dazu gehören Kontakte, Fotos, Nachrichten, gespeicherte Passwörter und teilweise sensible Bankdaten.
Deshalb müssen die Daten vor dem Verkauf zuverlässig entfernt werden.
Folgende Schritte sind wichtig:
- Datensicherung erstellen: Fotos, Kontakte, Dokumente und andere benötigte Informationen auf einem anderen Gerät oder in einem Cloud-Speicher sichern.
- Konten und Gerätesperren entfernen: Bei iPhones die Apple-Funktion „Wo ist?“ und die Aktivierungssperre beachten. Bei Android-Geräten das Google-Konto ordnungsgemäß entfernen.
- SIM-Karte entnehmen: Die bisherige SIM-Karte wird normalerweise für das nächste Smartphone benötigt.
- Speicherkarte entfernen: Eine vorhandene microSD-Karte sollte ebenfalls aus dem Gerät genommen werden.
- eSIM-Profil löschen: Falls eine eSIM eingerichtet ist, deren Übertragung beziehungsweise Löschung mit dem Mobilfunkanbieter klären.
- Daten sicher löschen: Das Smartphone entsprechend den Herstellerangaben zurücksetzen. Bei älteren Geräten können zusätzliche Maßnahmen notwendig sein.
- Gerät kontrollieren: Prüfen, ob keine persönlichen Inhalte mehr vorhanden sind und das Smartphone ohne die bisherigen Benutzerkonten aktiviert werden kann.
Ein einfaches Löschen einzelner Dateien reicht nicht aus. Insbesondere bei älteren Geräten ist zu beachten, dass Daten unter Umständen wiederhergestellt werden können.
Ausführliche Informationen bietet die Verbraucherzentrale zur sicheren Löschung von Smartphone-Daten.
Handy-Rücknahme und Recycling – was passiert mit alten Smartphones?
Nicht jedes alte Handy lässt sich noch verkaufen. Manche Geräte sind technisch überholt, stark beschädigt oder haben keinen wirtschaftlichen Restwert mehr. Solche Smartphones gehören jedoch keinesfalls in den Hausmüll. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Gold, Silber und andere Metalle, die beim Recycling zurückgewonnen werden können. Alte Handys können unter anderem bei kommunalen Wertstoffhöfen und geeigneten Rücknahmestellen im Handel kostenlos abgegeben werden.
Zur Rücknahme bestimmter kleiner Elektroaltgeräte sind unter anderem Elektrofachgeschäfte mit mindestens 400 Quadratmetern Elektroverkaufsfläche verpflichtet. Auch größere Supermärkte und Discounter mit mindestens 800 Quadratmetern Verkaufsfläche müssen unter bestimmten Voraussetzungen kleine Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen.
Ein Neukauf ist bei der Rückgabe entsprechend kleiner Geräte nicht erforderlich.
Geld für Handy-Recycling – ist das möglich?
Wer ein altes Handy zum Recycling abgibt, erhält nicht automatisch Geld. Die kostenlose Rücknahme dient in erster Linie der umweltgerechten Entsorgung und Rohstoffgewinnung. Ein finanzieller Gegenwert ist vor allem dann möglich, wenn ein Unternehmen das Smartphone ankauft und wirtschaftlich verwerten kann. Deshalb sollte vor der Abgabe eines alten Handys zunächst geprüft werden, ob sich noch ein Käufer findet. Für vollständig unbrauchbare Geräte kommt dagegen häufig nur die kostenlose Rücknahme infrage.
Handyankauf oder Privatverkauf – was ist besser?
Beide Verkaufswege haben Vorteile und Nachteile.
| Kriterium | Online-Handyankauf | Privatverkauf |
|---|---|---|
| Aufwand | Meist gering | Häufig höher |
| Verkaufspreis | Oft niedriger | Häufig höher möglich |
| Preisermittlung | Vorläufiges Angebot | Selbst festgelegter Preis |
| Geräteprüfung | Durch den Händler | In der Regel durch den Käufer |
| Auszahlung | Nach Prüfung und Annahme | Nach individueller Vereinbarung |
| Rückgabe und Reklamation | Abhängig von den Ankaufbedingungen | Abhängig von gesetzlichen Regeln und Vereinbarungen |
Häufige Fragen zum Handyankauf
Wo kann man alte Handys verkaufen?
Alte Smartphones lassen sich über spezialisierte Online-Ankaufsdienste, lokale Handyhändler oder private Verkaufsplattformen verkaufen. Vor allem beim Online-Handyankauf lohnt sich der Vergleich mehrerer Angebote.
Wer kauft alte Handys gegen Geld?
Spezialisierte Ankaufsunternehmen erwerben gebrauchte Smartphones, um sie nach einer Prüfung weiterzuverkaufen oder aufzubereiten. Ob und wie viel Geld gezahlt wird, hängt vom Modell und Zustand ab.
Kann man sehr alte Handys noch zu Geld machen?
Bei sehr alten Modellen ist der Ankauf häufig schwierig. Eine Ausnahme können gesuchte Sammlergeräte darstellen. Für gewöhnliche ältere Handys ohne nennenswerten Marktwert bietet sich die kostenlose Rückgabe zum Recycling an.
Wo kann man kaputte Handys gegen Geld abgeben?
Einige Ankaufsdienste nehmen auch defekte Smartphones an. Ob noch ein Betrag ausgezahlt wird, richtet sich nach dem Modell und der Art des Schadens. Nicht mehr verwertbare Geräte können kostenlos bei geeigneten Sammelstellen abgegeben werden.
Ist der Online-Handyankauf sicher?
Ein Verkauf über seriöse Ankaufsdienste kann eine unkomplizierte Möglichkeit sein. Vorher sollten jedoch die Bewertungen, die Geschäftsbedingungen, der Umgang mit Preisänderungen und die Rücksenderegelungen geprüft werden. Persönliche Daten müssen vor der Abgabe sicher gelöscht werden.
Was passiert, wenn der Händler weniger Geld anbietet?
Nach der Geräteprüfung kann ein Ankaufsdienst den ursprünglich genannten Preis reduzieren. Ob das Smartphone kostenlos zurückgeschickt wird, wenn das neue Angebot abgelehnt wird, ergibt sich aus den jeweiligen Vertragsbedingungen.
Kann man ein altes Handy bei der Telekom oder anderen Mobilfunkanbietern eintauschen?
Mobilfunkanbieter und Smartphone-Hersteller bieten teilweise Rücknahme- und Eintauschprogramme an. Dabei kann der Wert eines gebrauchten Geräts auf einen Neukauf angerechnet werden. Die konkreten Bedingungen hängen von der jeweiligen Aktion ab.
Fazit: Alte Handys verkaufen statt ungenutzt aufbewahren
Ein gebrauchtes Smartphone kann noch Geld wert sein. Der Online-Handyankauf ermöglicht einen vergleichsweise einfachen Verkauf, während beim Privatverkauf häufig höhere Erlöse erzielt werden können. Vor dem Verkauf sollten mehrere Ankaufpreise und die jeweiligen Bedingungen verglichen werden. Besonders wichtig sind der tatsächliche Gerätewert, mögliche Preisabschläge nach der Prüfung und die sichere Löschung persönlicher Daten. Ist ein Handy nicht mehr verkäuflich, sollte es über geeignete Rücknahmestellen recycelt werden. Funktionsfähige Geräte können dagegen durch eine weitere Nutzung Ressourcen sparen.
Weitere Informationen: Refurbished-Smartphones – günstig, nachhaltig und geprüft.
* Anbieterlinks können Werbung beziehungsweise Affiliate-Links enthalten.