Vertragsabschluss am Telefon – Verbraucherzentrale warnt vor „kalten Anrufen“

Vertragsabschluss am Telefon - Verbraucherzentrale warnt vor kalten Anrufen

Wenn ein Telefonkunde zuhause von einer Firmen angerufen wird, zu der er keine Geschäftsbeziehung hat, ist das ein „kalter Anruf„. Die sind in Deutschland grundsätzlich verboten und verstoßen gegen das Wettbewerbsrecht, aber zunehmen beschweren sich Geschädigte bei der Verbraucherzentrale. Sie erhielten Auftragsbestätigungen und Rechnungen, obwohl sie einen Vertragsabschluss am Telefon ausdrücklich abgelehnt und lediglich Informationsmaterial angefordert hatten.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt vor Anrufern, die behaupten, der Verbraucher habe irgendwann an einem Gewinnspiel oder ähnlichem teilgenommen. Aus dieser Lüge leiten die Anbieter eine Geschäftsbeziehung ab, um zu verschleiern, dass es sich um einen „kalten Anruf„ handelt. Sie versuchen, dem Angerufenen etwas zu verkaufen, zum Beispiel einen Vertrag über ein Zeitschriftenabonnement abzuschließen.
In diesen Situationen ist Vorsicht geboten. Denn grundsätzlich ist es möglich, am Telefon mündliche Verträge abzuschließen, und wenn zum Beispiel ein Abonnement bis zu der ersten Kündigungsmöglichkeit unter 200,01 € kostet, besteht für den Vertrag kein Widerrufsrecht.

Während eines „kalten Anrufs„ sollten also keinesfalls persönliche Daten, wie Adresse oder die Kontonummer genannt werden. Geschädigte können sich bei der Rechtsberatung in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale informieren. Hierzu ist eine vorherige Terminvereinbarung notwendig.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Neuer Schufa-Score – ab morgen erhalten Verbraucher mehr Transparenz

Neuer Schufa-Score

Ab morgen erhalten Verbraucher mehr Transparenz

Die Schufa stellt ihr Bonitätssystem um. Statt Prozentwerten gibt es ab morgen einen Score bis zu 999 Punkten. Hintergrund sind Urteile des Europäischen Gerichtshofs und Forderungen nach mehr Transparenz. Verbraucherschützer warnen jedoch weiterhin vor möglichen Benachteiligungen. […]

„Treuestrafe“ – loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

„Treuestrafe“

Loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

Viele Stromkunden bleiben ihrem Anbieter treu und zahlen dafür oft deutlich höhere Preise. Eine Studie der RWTH Aachen zeigt, dass viele Bestandskunden jährlich Milliarden zu viel zahlen. Wer regelmäßig Tarife vergleicht oder den Anbieter wechselt, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen. […]

WhatsApp-News – Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

WhatsApp-News

Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

Der beliebte Messenger WhatsApp plant, ein spezielles Kinder-Konto einzuführen. Kinder ab zehn Jahren sollen den Dienst künftig nutzen können. Allerdings nur mit Zustimmung und Kontrolle der Eltern. Diese können Kontakte und Datenschutz-Einstellungen festlegen. […]

OLG Frankfurt – Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

OLG Frankfurt

Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

Eine scheinbar harmlose Zimmeranfrage kann teuer werden – oder eben nicht. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, wann eine Hotelreservierung rechtlich verbindlich ist und wann nicht. Im konkreten Fall ging es um rund 10.000 Euro – und um die Frage, ob eine einfache E-Mail bereits einen Vertrag begründet. […]

Internet zu langsam? Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Internet zu langsam

Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Hohe Geschwindigkeiten stehen in vielen Internetverträgen – doch im Alltag kämpfen Nutzer oft mit schwankender Bandbreite und instabilen Verbindungen. Woran das liegt und wann technische Probleme sogar zum Streitfall werden können. […]

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys – Warnung vor perfider Betrugsmasche

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys

Warnung vor perfider Betrugsmasche

Stiftung Warentest hat bei Xiaomi-Smartphones gefälschte Nachrichtenartikel entdeckt, die per Push-Meldung verbreitet werden. Hinter angeblichen Tagesschau-Meldungen verbergen sich Betrugsseiten, die Nutzer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe sensibler Daten verleiten sollen. […]