Dem braven Internetnutzer kann der Schreck in die Glieder fahren, wenn er Emails mit einer solchen Nachricht erhält. `Die E-Mail Adresse xxx wird gesperrt´ oder auch `Sperrung der E-Mail xxx´ wird unter Nennung der Emailadresse des Empfängers in dem Betreff der Emails angedroht, die derzeit zahlreiche Inhaber eines Emailpostfachs erreichen. Im Text wird dann auch der Grund für die angebliche Sperrung genannt:
Sehr geehrte Damen und Herren, Ihre Email „xxx“ wird wegen Missbrauch innerhalb der naechsten 24 Stunden gesperrt. Es sind 66 Beschwerden wegen Spamversand bei uns eingegangen. Details und moegliche Schritte zur Entsperrung finden Sie im Anhang.
heißt es zum Beispiel in der Email, die heute morgen einen Mitarbeiter unserer Redaktion erreichte.
Doch auch dieses Mal handelt es sich um einen Trick und nicht um eine tatsächliche Warnung des eigenen Emailproviders. Der Anhang erweist sich als eine Datei namens sperrung.zip oder auch hinweis.zip. In dem zip-Archiv komprimiert lauert ein Programm darauf, von einem Empfänger aktiviert zu werden. Das Programm lädt dann aus dem Internet einen Computerschädling, nämlich einen Trojaner auf den Rechner des Empfängers. Die gängigen Antivirenprogramme erkennen den Downloader im Anhang der Email jedoch und warnen ihre Benutzer. Das setzt aber voraus, dass die aktuelle Version der Antivirensoftware installiert ist. Der beste Schutz vor solchen Computerschädlingen ist, den Anhang gar nicht erst zu öffnen und die Email unverzüglich zu löschen.
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