Smartphonenutzung – Kinder wünschen sich mehr Aufmerksamkeit

Smartphonenutzung – Kinder mehr Aufmerksamkeit

Kinder quengeln in der Karre und die Eltern blicken seelenruhig auf Ihr Smartphone. Kein Einzelfall, denn dieses Bild prägt inzwischen vielerorts das Straßenbild. Dass diese Art der kritikwürdigen Vernachlässigung auch gegenüber älteren Kindern Alltag ist, hat nun eine weltweite Studie der Online-Sicherheitsexperten von AVG gezeigt. Demnach würde sogar fast die Hälfte der Kinder Ihren Eltern das Handy wegnehmen, wenn sie es denn könnten. Es wird ganz offensichtlich Zeit, dass Eltern sich wieder Ihrer Verantwortung gegenüber dem Nachwuchs stellen. Denn die Kinder sind äußert unzufrieden.

Die Studie zeigt: Eltern nutzen zu oft das Smartphone

Die Studie fand mit anderen Schwerpunkten bereits in den Vorjahren statt. Dabei kamen alarmierende Ergebnisse zutage. Diese zeigten zum Beispiel, dass Kinder zwischen drei und fünf Jahren besser ein Smartphone bedienen können, als sich selbst die Schuhe zuzubinden oder zu schwimmen. In diesem Jahr befragte AVG über 6.000 Kinder zwischen acht und 13 Jahren nach dem Einfluss des Smartphones auf die Beziehung zwischen Eltern und Kinder.

Der Studie zufolge finden 54 Prozent der Kinder, dass ihre Eltern zu oft auf das Handy schauen. Eine Auswahlliste führte zum Ergebnis, dass 36 Prozent der Kinder sich beklagen, dass die Eltern sogar Gespräche mit den Kleinen unterbrechen, um auf das Smartphone zu schauen. 32 Prozent der Kinder fühlen sich dadurch unwichtig. Selbst 52 Prozent der Eltern bestätigen die zu häufige Smartphonenutzung und 28 Prozent finden sogar, dass Sie kein gutes Vorbild sind. Ironischerweise möchten aber 25 Prozent der Eltern den Smartphonekonsum ihrer Kinder einschränken.

Smartphones als Herausforderung für das Familienleben

AVG kommt zu dem Schluss, dass Smartphones das Familienleben drastisch verändern. In einer Stellungnahme heißt es: „Da unsere Kinder immer früher mit Smartphones in Berührung kommen, müssen wir zu Hause ein gutes Verhalten vorleben – von Anfang an. Kinder ahmen uns in allen nach, da ist es nur natürlich, dass sie das auch beim Nutzen dieser Geräte machen. Es kann schwerfallen, vom Smartphone wegzubleiben, aber […] Eltern müssen mit gutem Beispiel vorangehen und überlegen, wie sich ihre Kinder durch ihr Verhalten fühlen.„ In diesem Sinne ist die Studie eine Mahnung an alle Eltern, einfach mal loszulassen – aber nicht die Kinder, sondern ihr Smartphone. Spätesten dann, wenn Gespräche mit dem Kind durch den Griff zum Smartphone unterbrochen werden, ist das pädagogisch kontraproduktiv und zeigt ein ernsthaftes Konzentrationsproblem der Eltern. Wer Vorbild sein möchte, muss das eigen Verhalten ändern. Sonst fühlen sich die Kinder dauerhaft missachtet oder zurückgesetzt.

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