Emojis – völlig falsch interpretierte Bildchen fürs Handy

emojis

Emojis sind der letzte Schrei bei einer Konversation per Smartphone. Wer nicht wenigsten eines der listigen Bildchen mitschickt, gilt bei einigen Nutzern als Spaßbremse. Kein Wunder: Die Emojis haben längst die Smileys und Emoticons ersetzt und glänzen durch eine Vielfalt von Symbolen. Zuletzt hatte Apple sogar Emojis eingeführt, bei der die Nutzer die Hautfarbe ändern und ihre sexuelle Präferenzen darstellen können. Allerdings verstehen viele Menschen einen Teil der Emojis völlig falsch. Besonders kulturübergreifend kann es daher schnell zu haarsträubenden Missverständnissen kommen. Daher werden einige Zeichen nun angepasst.

So funktionieren Emojis

Inzwischen gibt es für fast jede Plattform Emojis. Die Bildchen basieren jedoch auf einem besonderen Zeichensatz, der für Android, Windows, Twitter, Apple usw. jeweils leicht abweichend dargestellt wird. Dieser ist als Unicode bekannt. Dabei handelt es sich um einen digitalen Code, der Zeichen verschiedener Sprachen plattformunabhängig in Buchstaben, Zahlen und Symbole umsetzt. Das gilt auch für die beliebten Emojis.

Bei der Umsetzung in Bildchen kommt es jedoch je nach Plattform zu reduzierten Darstellungen oder Ungenauigkeiten, die wiederum zu fehlerhaften Interpretationen führen können. Grundsätzlich sind es aber die Nutzer, die Ihre Emojis missdeuten und entsprechend falsch einsetzen.

Die wahre Bedeutung ist dagegen mehr oder weniger offiziell durch das Unicode-Konsortium vorgegeben. Derzeit arbeiten die Zeichenhüter an einer Modifizierung der Darstellung, um Fehlinterpretationen der Bedeutungen zu minimieren.

Klassische Missverständnisse bei Emojis

Interessant ist, dass fast alle Plattformen leicht abweichende Bilder für ihre Emojis nutzen. Typische Fehldeutungen bieten mehrere Zeichen. Darunter ist zum Beispiel das aus der Nase schnaubende Gesicht. Hierbei handelt es sich aber keineswegs um ein Symbol für eine Erkältung oder das Niesen, sondern um das eines Triumphes. Ursache der Missdeutung ist der ursprüngliche Kulturkreis, aus dem das Zeichen stammt: Fernost. Dieser Grund gilt auch für andere Zeichenmissdeutungen: Zwei aneinanderliegende Hände bedeuten nicht „High-Five„, sondern sollen betende Hände darstellen. Aber auch andere Fehldeutungen sind möglich. Das Gesicht mit den geschlossenen Augen wird oft als schlafend gedeutet, es handelt sich aber um ein Symbol für Erleichterung. Auch das Symbol für Service- bzw. Informationsmitarbeiter deuten viele Nutzer falsch. Besonders amerikanische Frauen machen daraus ein „mir egal„. Die scheinbare Getränketasse wiederum soll keinesfalls ein eben solches darstellen, sondern steht für Nahrung. Das hat wieder in Fernost seinen Ursprung, wo z. B. Reisnudeln in tassenartigen Schalen serviert werden. Ob sich solche Missdeutungen durch das Anpassen der Unicode-Zeichenfolge ändern, bleibt abzuwarten.

Doch aufgepasst: Emojis sind im Bereich Social Media der letzte Schrei. Doch bei einer Konversation per E-Mail zum Beispiel mit dem Chef oder einem geschäftlichem Hintergrund sollte der Einsatz vorher gründlich abgewägt werden. Mehr Infos dazu im E Mail Ratgeber vom telespiegel.

Mehr Informationen

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