Kostenlose E-Mail-Adresse – Freemail-Anbieter im Vergleich

E-Mail-Anbieter & Dienste kostenlos

Eine kostenlose E-Mail-Adresse gehört für viele Menschen zur Grundausstattung im Internet. Ob für Online-Einkäufe, Bewerbungen, Behördenkontakte oder private Nachrichten: Zahlreiche Anbieter stellen ein E-Mail-Postfach ohne monatliche Grundgebühr bereit. Unterschiede gibt es unter anderem beim Speicherplatz, beim Datenschutz, beim Werbeumfang und bei der Verwendung mit E-Mail-Programmen wie Outlook oder Thunderbird.

Der folgende Freemail-Vergleich zeigt verbreitete kostenlose E-Mail-Anbieter und erklärt, worauf es bei der Auswahl eines E-Mail-Kontos ankommt. Berücksichtigt werden jeweils die kostenlosen Standardangebote, nicht die kostenpflichtigen Zusatzpakete.

Kostenlose E-Mail-Anbieter: Übersicht der Freemail-Konten

AnbieterKostenloser E-Mail-SpeicherBesonderheiten
WEB.DE FreeMail1 GBDeutscher Anbieter, zusätzlich 4 GB Cloud-Speicher
GMX FreeMail1 GBDeutscher Anbieter, zusätzlich 4 GB Cloud-Speicher
Outlook.com (auch Hotmail)15 GBMicrosoft-Konto, Kalender und 5 GB zusätzlicher Cloud-Speicher; Anhänge können auf das Cloud-Kontingent angerechnet werden
freenet Mail Basic1 GBDeutscher E-Mail-Dienst mit weiteren kostenpflichtigen Tarifen
Yahoo Mail15 GB laut deutschem TarifangebotWebmail und App; Speicherbedingungen können je nach Land variieren
Gmail von Google15 GB gemeinsam für Gmail, Drive und FotosEnge Einbindung in andere Google-Dienste
Proton MailAbhängig von Freischaltung und Free-TarifDatenschutzorientiert; verschlüsselte Kommunikation im Mittelpunkt
Tuta Mail1 GBVerschlüsselungsorientierter deutscher Anbieter
Die Angaben gelten für kostenlose Privatkundentarife (Stand: Oktober 2026). Konditionen können sich ändern. Cloud-Speicher ist nicht automatisch zusätzlicher Platz für E-Mail-Nachrichten.

Welche kostenlosen E-Mail-Anbieter gibt es?

WEB.DE und GMX: Freemail aus Deutschland

WEB.DE und GMX zählen zu den bekannten deutschen Freemail-Anbietern. Beide bieten in ihren kostenlosen Postfächern jeweils 1 GB Speicherplatz für E-Mails und zusätzlich 4 GB Cloud-Speicher. Dazu gehören ein Web-Postfach, Apps sowie Spam- und Virenschutz. Im kostenlosen Angebot ist mit Werbung und weiteren kommerziellen Inhalten zu rechnen.

Gmail: Kostenlose E-Mail-Adresse mit Google-Konto

Gmail stellt im kostenlosen Google-Konto 15 GB Speicher bereit. Dieser Speicher wird allerdings gemeinsam mit Google Drive und Google Fotos genutzt. Wer viele Fotos und Dateien in der Cloud speichert, kann deshalb auch beim E-Mail-Postfach an die Speichergrenze gelangen. Gmail eignet sich besonders für die Nutzung zusammen mit Android und anderen Google-Diensten.

Outlook.com: Kostenloses E-Mail-Konto von Microsoft

Microsoft bietet bei Outlook.com 15 GB kostenlosen E-Mail-Speicher und 5 GB Cloud-Speicher. Die Speicherkontingente sind getrennt, allerdings können E-Mail-Anhänge auch den Cloud-Speicher beanspruchen. Outlook.com ist der Nachfolger des früheren Hotmail-Dienstes. Eine neue Hotmail-Adresse muss nicht zwingend angeboten werden; bestehende Hotmail-Adressen lassen sich weiterhin nutzen.

Yahoo Mail und freenet Mail

Yahoo Mail bietet in seinem deutschen kostenlosen Standardangebot 15 GB E-Mail-Speicher. Die Speicherangaben können auf internationalen Yahoo-Seiten abweichen. freenet Mail Basic ist eine weitere Alternative aus Deutschland. Bei beiden Diensten lohnt ein Blick auf die aktuellen Bedingungen für Speicherplatz, Werbung und Nutzung externer E-Mail-Programme.

Proton Mail und Tuta: Datenschutz als Schwerpunkt

Proton Mail aus der Schweiz und Tuta aus Deutschland legen einen besonderen Schwerpunkt auf verschlüsselte E-Mail-Kommunikation. Tuta bietet einen kostenlosen Tarif mit 1 GB Speicher. Beide unterscheiden sich bei der technischen Anbindung von klassischen E-Mail-Diensten: Die Verwendung eines gewöhnlichen E-Mail-Programms über IMAP ist nicht in gleicher Weise vorgesehen oder erfordert zusätzliche Lösungen. Wer Outlook oder Thunderbird verwenden möchte, sollte diese Einschränkungen vor der Registrierung prüfen.

Worauf kommt es beim E-Mail-Anbieter-Vergleich an?

Speicherplatz und Dateianhänge

Ein großes Postfach kann sinnvoll sein, wenn regelmäßig Fotos, Dokumente und größere Anhänge eingehen. Entscheidend ist der tatsächlich für E-Mails verfügbare Speicher – und nicht nur ein beworbenes Cloud-Kontingent. Auch die maximal zulässige Größe einzelner Nachrichten ist zu beachten.

IMAP, POP3 und SMTP

Wer E-Mails nicht ausschließlich im Browser oder in der App des Anbieters lesen möchte, benötigt passende Zugangswege. IMAP synchronisiert Nachrichten und Ordner zwischen Geräten. POP3 lädt Nachrichten in erster Linie ab; SMTP dient dem Versand. Einige kostenlose Tarife schränken die Nutzung externer Programme ein. Die erforderlichen E-Mail-Server-Einstellungen müssen im Programm hinterlegt werden.

Datenschutz, Werbung und Sicherheit

Ein kostenloses E-Mail-Postfach ist nicht zwangsläufig werbefrei. Bei der Auswahl spielen außerdem Serverstandort, Datenverarbeitung, Spamfilter und Zwei-Faktor-Authentifizierung eine Rolle. Eine verschlüsselte Verbindung zum Mailserver bedeutet nicht automatisch, dass Nachrichten durchgehend Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Ergänzende Informationen bietet der Ratgeber zur E-Mail-Verschlüsselung.

Langfristige Erreichbarkeit und Kontoinaktivität

Eine E-Mail-Adresse wird häufig für Passwortrücksetzungen und wichtige Kundenkonten benötigt. Deshalb sollte sie auch nach einem Wechsel des Internetanbieters weiterverwendbar sein. Manche Anbieter können ungenutzte Postfächer nach längerer Inaktivität einschränken oder schließen. Die aktuellen Nutzungsbedingungen sind maßgeblich.

Kostenlose E-Mail-Adresse erstellen: So funktioniert es

  1. Einen Freemail-Anbieter anhand von Speicherplatz, Datenschutz und Funktionen auswählen.
  2. Die Internetseite des Anbieters öffnen und den kostenlosen Tarif auswählen.
  3. Eine verfügbare Wunschadresse festlegen, beispielsweise vorname.nachname@anbieter.de.
  4. Die angeforderten Registrierungsdaten eingeben und ein starkes, einzigartiges Passwort erstellen.
  5. Falls angeboten, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten und Wiederherstellungsmöglichkeiten hinterlegen.
  6. Das Postfach im Browser oder in einer E-Mail-App einrichten und eine Testnachricht versenden.

Für die Registrierung sind je nach Anbieter und Missbrauchsschutz weitere Angaben oder Bestätigungsschritte erforderlich.

Welcher kostenlose E-Mail-Anbieter ist der beste?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Für die Nutzung mit Google-Diensten kann Gmail praktisch sein, während Outlook.com gut in das Microsoft-Umfeld passt. Wer einen deutschen Anbieter bevorzugt, kann WEB.DE, GMX oder freenet vergleichen. Für Nutzer, die besonderen Wert auf vertrauliche Kommunikation legen, kommen Proton Mail und Tuta infrage. Entscheidender als ein pauschaler „Testsieger“ sind die eigenen Anforderungen an Speicher, Werbung, Datenschutz und Synchronisation.

Häufige Fragen zu kostenlosen E-Mail-Adressen

Ist eine kostenlose E-Mail-Adresse wirklich dauerhaft gratis?

Die genannten Freemail-Tarife besitzen keine monatliche Grundgebühr. Zusätzlicher Speicher, besondere Funktionen oder werbearme beziehungsweise werbefreie Angebote können kostenpflichtig sein. Ein Anspruch auf dauerhaft unveränderte Leistungen besteht nicht.

Kann ich eine E-Mail-Adresse kostenlos und ohne Registrierung erstellen?

Für ein dauerhaft nutzbares persönliches Postfach ist üblicherweise eine Registrierung notwendig. Wegwerf-E-Mail-Adressen funktionieren teilweise ohne klassisches Benutzerkonto, sind aber für wichtige und langfristige Kommunikation ungeeignet.

Kann ich eine kostenlose E-Mail-Adresse mit Outlook oder Thunderbird nutzen?

Bei vielen Anbietern ist das möglich. Ausschlaggebend ist, ob der gewählte Tarif IMAP, POP3 und SMTP unterstützt. Manche datenschutzorientierten Dienste benötigen eine eigene App oder eine zusätzliche technische Lösung.

Kann ich meine alte Hotmail-Adresse weiter benutzen?

Ja. Bestehende Hotmail-Adressen gehören zum Microsoft-Kontosystem und lassen sich weiterhin über Outlook.com verwenden. Die Registrierung neuer Adressen richtet sich nach den jeweils angebotenen Domains.

Welche Freemail-Anbieter haben ihren Sitz in Deutschland?

Zu den deutschen Angeboten zählen unter anderem WEB.DE, GMX, freenet und Tuta. Der Firmensitz allein entscheidet jedoch nicht darüber, wie ein Dienst personenbezogene Daten verarbeitet oder welche Schutzmaßnahmen er einsetzt.

Sind kostenlose E-Mail-Konten sicher?

Kostenlose Konten können grundlegende Sicherheitsfunktionen wie Spamfilter, Verschlüsselung der Verbindung und Zwei-Faktor-Authentifizierung bieten. Die tatsächlichen Schutzmöglichkeiten unterscheiden sich jedoch. Besonders wichtig sind ein eigenes starkes Passwort, aktivierte zusätzliche Anmeldesicherung und Vorsicht bei Phishing-Nachrichten.