Handy im Ausland – Roaminggebühren sollen sinken

eu kommission

Das Handy ist ein weit verbreiteter Begleiter. Viele haben es eigentlich immer bei sich. Doch bei einem Auslandsaufenthalt, zum Beispiel im Urlaub, kann die Nutzung des Handys ein teurer Spaß werden. Auf sowohl ein- als auch ausgehende Gespräche und Nachrichten fällt eine Roaminggebühr. Diese Gebühr fällt für die Weiterleitung von dem Heimatland in das ausländische Netz an, in dem der Kunde sein Handy eingebucht hat. Dass diese Gebühren recht hoch sind, ist wohl unbestritten. So mancher wurde bei der Ansicht seiner auf den Urlaub folgenden Mobilfunk-Rechnung wieder blass.

Wenn bei dem Mobilfunk-Anbieter zu dem Handytarif nicht eine gesonderte Tarifoption für das Ausland gebucht wurde, schlägt ein angenommenes oder abgehendes Telefonat, das in Deutschland nur wenige Cent gekostet hätte, durchaus mit einigen Euro zu Buche. Die Höhe der Roaming-Gebühren ist nicht nur nach Ansicht der Verbraucher zu hoch. Seit langem verlangt die EU-Kommission eine Absenkung der Gebühren. Nun wurde in Brüssel ein Kompromiss gefunden. Dem müssen noch das Europäische Parlament und die EU-Regierungen zustimmen. Theoretisch kann die Verordnung bereits im Juli 2007 in Kraft treten.

Zunächst sollen Kunden in der Europäischen Union für abgehende Telefonate während eines Auslandsaufenthalts höchstens 49 Cent pro Minute bezahlen. Und für ein außerhalb des Heimatlandes angenommenes Gespräch sollen höchstens 24 Cent pro Minute anfallen. Im folgenden Jahr soll die der Preis auf 46 Cent beziehungsweise 22 Cent und ein Jahr später nochmals auf 43 Cent beziehungsweise 19 Cent sinken. Bei den angegebenen Gebühren handelt es sich jedoch um Preise, zu denen noch die Mehrwertsteuer hinzu zu rechnen ist. Die Regelung soll für alle Kunden gelten, die keine gesonderte Tarifoption bei ihrem Anbieter gebucht haben, wenn diese der Regelung nicht widersprechen (Eurotarif).

Update vom 23.05.2007:

Das Europäische Parlament stimmte der Regelung zu.

Weitere Informationen

Mit dem Handy im Ausland
Handyvertrag – Vergleich
Prepaid-Karte (Guthabenkarte) – Vergleich

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