Missbrauchsvorwurf gegen T-Mobile und Vodafone – Bundeskartellamt ermittelt

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In Deutschland gibt es vier Mobilfunk-Netzbetreiber, die zugleich Mobilfunk-Anbieter mit eigenen Tarifen und Handy-Verkauf sind. Zahlreiche Handytarife und Angebote für das mobil surfen werden zwar von anderen Unternehmen offeriert, abgewickelt werden sie jedoch alle über die Mobilfunknetze der vier Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Die Marktanteile der Mobilfunkanbieter sind entsprechend dieser Aufzählung verteilt. Das Tochterunternehmen der Dt. Telekom T-Mobile und Vodafone dominieren mit rund 80 Prozent Anteil den Markt, während E-Plus das mit entsprechendem Abstand drittgrößte deutsche Mobilfunkunternehmen ist.

Das Unternehmen E-Plus und dessen niederländische Muttergesellschaft KPN teilten mit, dass das Bundeskartellamt ein Missbrauchsverfahren gegen T-Mobile und Vodafone eingeleitet habe. Die Ermittlungen seien aufgenommen worden, nachdem sich KPN beschwert habe, die beiden Konkurrenten hätten ihre marktbeherrschende Stellung ausgenutzt. T-Mobile und Vodafone bestätigten, dass Untersuchungen aufgenommen wurden. Wogegen die Wettbewerbshüter genau ermitteln, ist bisher nicht bekannt.

E-Plus kritisierte die Terminierungsentgelte (Weiterleitungsgebühren in andere Netze), Frequenzzuteilungen (T-Mobile und Vodafone funken in den D-Netzen, während E-Plus und o2 insbesondere die unvorteilhafteren E-Netze verwenden müssen), Gesprächskosten vom Festnetz in den Mobilfunk, die Tarifgestaltung der beiden Marktführer und insbesondere die besonders vergünstigten netzinternen Gespräche in einigen Tarifen. Diese so genannten On-net-Tarife `verstärken die ohnehin deutlich ausgeprägte Marktdominanz von T-Mobile und Vodafone und legen die Vermutung eines Missbrauchs nahe´, formulierte E-Plus. Das Bundeskartellamt habe alle vier Mobilfunknetzbetreiber aufgefordert, Auskünfte zu erteilen.

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