
Die FritzBoxen des Herstellers AVM sind in Deutschland sehr beliebt und weit verbreitet. Einige der Router werden jedoch nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt. Mögliche Schwachstellen bleiben offen und die Geräte werden zum Sicherheitsrisiko im heimischen Netzwerk.
Weshalb sollten Router nach dem Supportende nicht mehr genutzt werden?
Die beliebten FritzBoxen sind in zahlreichen deutschen Haushalten zu finden. Bei einem Test der Stiftung Warentest belegten zuletzt drei FritzBoxen den ersten Platz – jeweils mit der Note „Gut“. Da die Router auch nach vielen Jahren meist ohne Probleme funktionieren, werden ältere Modelle häufig nicht ausgetauscht. Sobald die Geräte jedoch nicht mehr mit Sicherheitspatches des Herstellers versorgt werden, werden sie zu einer von vielen unterschätztem Risiko für Hackerangriffe. Durch das Ausnutzen der Schwachstellen, die nach Supportende nicht mehr geschlossen werden, erhalten die Cyberkriminellen über den Router Zugriff auf alle Geräte, die an das heimische Netzwerk angeschlossen sind. Verbraucher sollten sich daher regelmäßig darüber informieren, ob ihr WLAN-Router noch mit Sicherheitsupdates vom Hersteller versorgt wird. Nach Supportende sollte das Gerät ausgetauscht werden, da es immer wieder zu Sicherheitslücken kommen kann.
Welche FritzBoxen sollten nicht mehr verwendet werden?
Der Hersteller AVM versorgt seine FritzBoxen relativ lange mit Sicherheitspatches, nämlich vier bis sechs Jahre nach der Veröffentlichung des Modells. Doch irgendwann endet der Support. Hierbei wird zwischen zwei unterschiedlichen Terminen unterschieden.
- Am sogenannten EOM-Termin, End of Maintenance, endet die Weiterentwicklung des Routers. Das bedeutet, dass es zwar keine Updates mehr gibt, die Nutzer jedoch im Notfall noch vom Hersteller unterstützt werden.
- Der EOS-Termin, End of Support, markiert hingegen den Zeitpunkt, ab dem es keinerlei Unterstützung durch den Hersteller mehr gibt.
Auf der Website von AVM erhalten Kunden einen Überblick darüber, welche der FritzBoxen aktuell noch supportet werden. Unabhängig von der Unterstützung ist die fünfjährige Herstellergarantie von AVM. In diesem Zeitraum hat der Kunde einen Anspruch auf eine Nachbesserung oder einen Austausch durch AVM. Zu den FritzBoxen, die über keine aktuelle Firmware mehr verfügen, zählen folgende Geräte:
- FritzBox 3390
- FritzBox 3272
- FritzBox 5490
- FritzBox 5491
- FritzBox 3490
- FritzBox 4020
- FritzBox 7312
- FritzBox 7330
- FritzBox 7360
- FritzBox 7580
- FritzBox 7581
- FritzBox 6590 Cable
- FritzBox 6810 LTE
Bei einigen Geräten ist es möglich, dass der Hersteller bei massiven Schwachstellen noch Sicherheitsupdates ausliefert. Neben den WLAN-Routern werden auch einige WLAN-Verstärker nicht mehr von AVM supportet, wie beispielsweise der Fritz!Repeater 310 oder der Fritz!Repeater 1750E.
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