Umfrage der Verbraucherzentrale – Viele Kunden mit DSL-Anbietern unzufrieden

verbraucherzentrale-bundesverband

Mit stetig sinkenden Preisen für steigenden Leistungsumfang und ständig neuen Aktionsangeboten buhlen die Telekommunikationsanbieter um neue Kunden. Der Wettbewerb auf dem Markt für schnelle Internetanschlüsse per DSL ist groß und die Branche voller Werbeversprechen. Doch die werden offensichtlich nicht immer eingehalten. Die Verbraucherzentralen starteten eine Online-Umfrage unter Verbrauchern, mit einem ernüchternden Ergebnis, wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) offenbarte.

Insgesamt haben an der Umfrage fast 15.000 Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen. Rund 13.500 von ihnen gaben an, einen DSL-Anschluss, meist mit einer DSL Flatrate, zu haben. Viele von ihnen zeigten sich unzufrieden mit der Dauer der Bereitstellung, der tatsächlichen Bandbreite ihres DSL-Anschlusses und dem Kundendienst der Anbieter. Aufgrund der Umfrageergebnisse forderten die Verbraucherzentralen die DSL-Anbieter auf, sich zu entsprechenden Qualitätsstandards zu verpflichten.

Von den rund 5.500 DSL-Wechslern erklärten nämlich nahezu 30 Prozent, sie hätten auf die Umstellung ihres DSL-Anschlusses auf den neuen Anbieter einen Monat lang gewartet. Bei weiteren 11 Prozent der Betroffenen dauerte die Umstellung mehr als zwei Monate, bei 8 Prozent waren es drei Monate und fast 6 Prozent warteten mindestens ein halbes Jahr auf den Wechsel zu dem anderen DSL-Anbieter.

Die in Aussicht gestellte und die tatsächliche DSL-Geschwindigkeit (Bandbreite) war bei vielen Erst- und Wechsel-Kunden sehr verschieden. Fast die Hälfte der Befragten DSL-Kunden gaben an, dass sie aufgrund der Werbeaussagen eine höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit erwartet hatten, als sie letztlich bekamen. Die theoretisch erreichbare Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses wich also spürbar von der tatsächlich an dem Anschluss verfügbaren ab.

Wenn ein Problem geklärt werden oder eine Frage gestellt werden musste, kreisten 62 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Warteschleife der Anbieter. Mehr als die Hälfte der Kunden empfanden es als lästig, ihr Problem bei jedem Anruf erneut erklären zu müssen. Auf Emails bzw. Briefe erhielt jeder Zweite sehr spät oder gar keine Antwort. Viele störte es auch, die Kundenhotline ihres Anbieters nur unter einer kostenpflichtigen Sonderrufnummer erreichen zu können. Insgesamt war nur ein Drittel der Kunden mit dem Service ihres Anbieters zufrieden und nur jeder vierte Kunde hatte wirklich gute Erfahrungen gemacht. Die schlechte Erreichbarkeit und die mangelnde Kompetenz der Hotline-Mitarbeiter verärgerte viele Kunden. Die DSL-Anbieter müssen anscheinend noch einige Anstrengungen in Sachen Kundenzufriedenheit unternehmen, um ihre Kunden dauerhaft an sich binden zu können. Denn das wird alleine durch den Preis nicht möglich sein.

Weitere Informationen

DSL Angebote für DSL-Einsteiger
DSL Wechsler Angebote

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


5 × drei =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Kleinanzeigenportal – Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Kleinanzeigenportal

Polizei warnt vor angeblichen PayPal-Zahlungen

Aktuell warnt die Polizei Niedersachsen vor einer Internetbetrugsmasche, die bereits seit längerer Zeit bekannt ist. Die Betrüger täuschen bei einem Kleinanzeigenportal gefälschte PayPal-Bezahlungen vor. Das Geld wird bei dem betroffenen Verkäufer jedoch nie auf dem Konto eingehen. […]

Home-Router im Test – erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Home-Router im Test

Erhebliche Sicherheitsmängel bei vielen Geräten

Sicherheitsforscher des Frauenhofer-Instituts haben 127 Home-Router unter die Lupe genommen und auf verschiedene Sicherheitsaspekte geprüft. Keines der getesteten Geräte war frei von Schwachstellen. Im Gegenteil: einige Router weisen sogar erhebliche Sicherheitsmängel auf. […]

Digitalisierung – Tiefgreifende Veränderung im Unterricht ist notwendig

Digitalisierung

Tiefgreifende Veränderung im Unterricht ist notwendig

Während der Corona-Krise hat sich erneut deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung an Schulen in Deutschland nicht ausreichend ist. Neben der Bereitstellung von Hard- und Software, werden ebenfalls ein guter technischer Support sowie Weiterbildungen für die Lehrkräfte benötigt. […]

Adobe Flash Player – Software zerstört sich am 31. Dezember 2020 selbst

Adobe Flash Player

Software zerstört sich am 31. Dezember 2020 selbst

Vor drei Jahren wurde das Ende des Adobe Flash Players angekündigt. Am 31. Dezember dieses Jahres ist nun endgültig Schluss. Ab dem Jahr 2021 kann die Software nicht mehr verwendet werden. Die Entwickler empfehlen Nutzern den Flash Player bereits vor diesem Datum rückstandlos zu deinstallieren. […]