Entscheidung der Bundesnetzagentur – Weniger Geld für die Dt. Telekom

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Die Dt. Telekom ist Inhaber des größten Teils des Leitungsnetzes, über das Telefon- und DSL-Anschlüsse zur Verfügung gestellt werden. Doch nicht nur die Dt. Telekom allein bietet diese Produkte an. Sie ist verpflichtet, ihren Wettbewerbern die Nutzung ihrer Netze zu ermöglichen, damit auch sie den Endkunden entsprechende Produkte anbieten können. Über die Höhe der Entgelte, die die Dt. Telekom dafür von ihren Wettbewerbern verlangen darf, entscheidet die Bundesnetzagentur.

Die hatte bereits Ende März über die monatliche Miete für die sogenannte letzte Meile, also das Stück Leitung vom Verteiler vor dem Haus bis zur Telefondose des Kunden, entschieden. (telespiegel-News vom 30.03.2007) Nun bestimmte sie über die Höhe der Entgelte, die von der Dt. Telekom für Auftragsbearbeitungen und Umstellungsarbeiten gefordert werden dürfen. Auch in diesem Fall senkte die Bundesnetzagentur die Entgelte und das entsprach nicht ganz den Forderungen der Dt. Telekom.

Wenn ein Kunde einen Anschluss bei einem der Wettbewerber beauftragt, ohne dass dafür Schaltarbeiten bei dem Kunden notwendig sind, also kein Techniker zu dem Kunden fahren muss, ist das die häufigste Varianten der Anschlussübernahme. Dafür darf die Dt. Telekom nun nur noch 36,19 € statt bisher 43,10 € verlangen. Gibt der Wettbewerber den Anschluss an die Dt. Telekom zurück, weil der Kunde zu einem anderen Anbieter wechselt, kann die Dt. Telekom ihm dafür 5,21 € statt bisher 5,80 € berechnen. Kündigt der Kunde den Anschluss allerdings komplett, ohne zu einem anderen Anbieter zu wechseln, darf die Dt. Telekom ihrem Wettbewerber 20,93 € statt bisher 29,10 € berechnen. Für die Überlassung nur der Frequenzen, über die DSL bereitgestellt wird, müssen alternative DSL-Anbieter nun monatlich 1,91 € statt 2,31 € an die Dt. Telekom zahlen. Für die Schaltung dieser Frequenzen, also nur dem DSL-Zugang ohne Arbeiten an dem Kabelverzweiger oder bei dem Kunden, kann die Dt. Telekom nun nur noch 63,10 € statt 69,87 € von dem Wettbewerber verlangen. Die Senkung dieser Entgelte könnte Einfluss auf die zukünftigen Endkundenpreise haben.

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